Pudel-Blog

Der Pudel Mephisto erzählt aus seinem Leben.

Berlin

mephisto | 28 November, 2008 23:25

So, gestern ging es in aller Frühe (na gut, Punkt 8:00 Uhr sind wir los gefahren) von der Schule "organisiert" (???), nach Berlin. Aber der Weg bis zum Hauptbahnhof Leipzig, wo wir uns getroffen hatten, war ja trotzdem weit. Mal abgesehen davon, daß ich gar nicht so viel Lust hatte mit zu fahren, weil ich Berlin wahnsinnig doof finde und einfach nur unübersichtlich, chaotisch und dreckig. Und um ehrlich zu sein habe ich es bereits Mitte des Tages bereut nicht krank gemacht zu haben. Wie ihr seht, das wird eine tolle Kritik.

Also Plan war ja eigentlich eine Fahrt nach Berlin, Besuch des Bundestages (und zwar auch von Innen!), eine dämliche Stadtrundfahrt mit unserem Bus (Juchuuu! Ich liebe solche Sightseeingtours). Und demfolgend Zeit zum Shopping (was von unserer Klasse eigentlich gern weggelassen worden wäre, aber die andere Klasse, welche mitgefahren ist das ja angeblich so gern wollte. Weil man ja auch so viel Geld in Berlin ausgeben kann, wenn man es Erstens nicht hat und Zweitens an Orten ist, wo es nichts tolles zu kaufen gibt. Und richtig genial ist das, wenn man eh nicht gern "Shoppen" geht! Laut unserem Klassenlehrer hieß es noch am Tag zuvor, daß wir anstreben, gegen 17:00 Uhr (allerspätestens! - bei normalem Verkehr, also Staus oder andere DInge nicht eingerechnet!) wieder in Leipzig zu sein. Soweit so gut. Das war eben alles Theorie!

Also wir waren nun unterwegs nach Berlin. Noch keine Minute gefahren, da lief auch schon eine DVD. Zu Beginn war ich nicht so sehr begeistert, aber nach einer Weile fand ich es doch ganz okay, man konnte ab und an lachen. Naja, zu diesem Zeitpunkt wußte ich noch nicht, daß die Kurt Krömer Show, welche uns nun bis nach Berlin begleitete im eigentlichen der einzige kulturelle Höhepunkt darstellen sollte. Kurz vor Berlin gab es noch einen Abstecher auf einen Rasthof, zum Füße vertreten. Auf dem Weg zum Reichstag wurden wir ab der Berliner Stadtgrenze von einem ehemaligen Lehrer mehr oder weniger gut und informativ (korrekt) über die ein oder anderen Dinge rund um die Autobahn, die AVUS und irgendwelche Gebäude aufgeklärt. Nach fast 3 Stunden fahrt, am Reichstag angekommen, durften wir den Bus verlassen und waren zunächst fasziniert von der riesigen Schlange wartender Menschen, die verrieten, daß man wohl sehr lange ausharren müsse, um einen Fuß in das Gebäude zu setzen. Gleichzeitig ging auch eine Information durch die Gruppe, daß wir die Abfahrt aus Berlin wohl erst gegen halb fünf (nachmittags) antreten würden.

Angeblich waren wir ja angemeldet *haha*. Warum, wieso auch immer, so wirklich hat das von uns niemand verstanden: Wir waren nicht im Bundestag, weil wir an die 2 Stunden hätten warten müssen. (Juchuu!) Naja, macht ja nix, immerhin standen wir DAVOR, außerdem gibt es in Berlin ja genug zu sehen! Also haben wir uns, am Brandenburger Tor vorbei, aufgemacht um einen Blick auf das tolle Holocaust Mahnmal zu werfen. Wir sind auch zwischen den vielen Steinblöcken durchgelaufen. Aber unten in die Dauerausstellung konnten wir natürlich (aus zeitlichen Gründen) nicht, weil unsere begleitenden Lehrer der Meinung waren, es würde sich nicht lohnen und koste Geld. (Jau! Das nenn ich mal ne Bildungsfahrt!) Endlich wurden wir auch vom Bus abgeholt. In der Zwischenzeit waren wir auch am Überlegen, was wir denn noch schönes und sinnvolles aus diesem Tag in Berlin machen könnten. Aber so wirklich ernst wurden unsere Vorschläge von unserem Klassenlehrer nicht genommen. Neben eigentlich interessanten und auch sinnvollen Vorschlägen wie ein Besuch bei  Madamme Tussauds, dem Tierpark (wobei die Jahreszeit sowie die Länge der Zeit wohl nicht wirklich geeignet gewesen wären) kamen wir irgendwann noch zu der Erkenntnis, ja auch ins Tierheim zu fahren und Hunde anzugucken (bzw. evtl. einen mitzunehmen). Ich wäre ja gern ins Musikinstrumentenmuseum. Zumindest sind wir dort nach unser folgenden Stadtrundfahrt (wie genial, in einem Bus, wo man eh nix sieht, moderiert von einem Lehrer, der eh keine rechte Ahnung hatte und sich sehr viel Mühe gemacht hat, seine Erzählungen interessant auszuschmücken *schnarch* vorbeigefahren. Genauso wie an einigen Botschaften. Unsversitätsgebäuden. Vielen Banken und Geschäften, Naja, an das was er so erzählt hat und was für politisch wichtigen Gebäuden wir alles vorbei gefahren sind, kann ich mich nur noch minimal erinnern.

Gegen Dreiviertel Eins standen wir vor dem Bahnhof Zoo. Nun durften wir selbständig die Gegend unsicher machen und unter anderem den so großartig gelobten Weihnachtsmachkt (vorm 1. Advent, wie schrecklich) aufsuchen. Jedoch waren wir bereits vorher geschockt, daß sich unsere Vermutung bestätigte, denn der Treffpunkt wurde festgelegt und als Treffzeit wurde 16:00 Uhr genannt. Da wir ja rechnen können wußten wir schon, daß es das wohl mit unserem Heimkehren gegen 17:00 gewesen war. Also Frage: was macht man tolles, wenn man 3 Stunden Zeit am Bahnhof Zoo hat? Und das doofe ist: laut Belehrung darf man nicht alleine weg, sondern mindestens zu zweit!

Ich hätte für mich ja eine Beschäftigung gefunden, aber ich habe niemanden gefunden, der mich gern begleiten wollte: vor dem Bahnhof standen ein paar Wegweiser und eines dieser Schilder zeigte die Richtung zum Museum für Fotografie.  Also habe ich mir eine Gruppe zum Mitlaufen gesucht, wir haben Dunkin Donuts besucht, waren nun auf dem Weihnachtsmarkt, der echt unbeschreiblich war. Mir fehlen echt die Worte, diesen Weihnachtsmarkt zu beschreiben. Naja, ich gleube so einen schlechrten Weihnachtsmarkt habe ich noch nie gesehen. Und wenn das laut Aussage unserer Begleitlehrer (die ja anscheinend echt den Durchblick in Berlin haben!) einer der besten Berliner Weihnachtsmärkte gewesen sein soll, dann frage ich mich, was für Weihnachtsmärkte die gewohnt sind? Als wenn man zu dem Augenblick noch nicht in Weihnachtsstimmung war: danach ist man es garantiert nicht. Und falls man es schon war, Pech, danach ist wohl alles Pfutsch! Eine Karusellfahrt in einem Kinderkarussel war danach Pflicht um ein paar Glückshormone frei zu setzen. okay, danach war mir noch schlechter als vorher und men Gleichgewichtssinn hat auch gelitten. Also Bin ich dann mit dem Amy-Frauchen auf in das Einkaufszentrum nebenan, um die letzte Stunde rum zu bringen. Dort waren wir kurz in einem Shop, wo es T-Shirts und so gab, die beairbrusht worden sind. Wir waren begeistert. Und falls ich irgendwann mal zu viel Geld habe, möchte ich so ein Mephisto-Airbrush-Shirt. Aber zur Zeit wohl unbezahlbar. Was nicht heißen soll, daß so ein Kleidungsstück das Geld nicht wert wäre!

Aber das tollste was ich in Berlin gesehen habe, war ein Pudel. Und zwar ein weißer!!! Modeschur Großpudel. Eine Püppy für Mephisto, die vor einem Wildladen angebunden war. Dahinter war noch ein weißes Pudelchen, aber leider konnte ich nicht erkennen welche Größe und Geschlecht. Und mitnehmen war auch schlecht, denn wir sind nur mit dem Bus daran vorbei gefahren.

Zumindest war ich froh, als wir Kurz nach 4 auf dem Weg nach Leipzig waren, um gegen 19:00 Uhr dort anzukommen. Und der Weg nach Dresden blieb ja trotzdem nicht erspart.

Zufriedene Berlingenossene Grüße,

Fenrir, nun endlich wieder mit Mephisto

 

LG, fenrir

Kommentare

Re: Berlin

Walter | 29/11/2008, 09:18

Bildungsfahrten sind auch nicht mehr das was sie einmal waren *g*.

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