Pudel-Blog

Der Pudel Mephisto erzählt aus seinem Leben.

Arbeitstage sind so anstrengend

mephisto | 28 Juli, 2008 21:24

Heute hat Frauchen mich schon das zweitemal (zuletzt Freitag) mit auf Arbeit genommen, damit ich nicht so allein zu Hause bin. Naja sie ist auch ein wenig grummelig auf mich, weil ich in letzter Zeit öfter mal in die Wohnung mache. Das hab ich früher nie gemacht. Und verwundern tut es Frauchen, weil ich immer wenn ich mal mußte und es nicht ausgehalten hab (das kam nur ganz selten vor, wenn ich Durchfall hatte oder so) vor die Tür gemacht habe. 

Und nun hab ich in den letzten Wochen schon 4 oder 5 mal im Wohnzimmer auf den Teppich vor Lord seinen Platz (da wo er auch gestorben ist) gemacht. Frauchen denkt, daß es vielleicht etwas damit zu tun hat, aber sie ist nicht ganz sicher!

Naja, also hat sie mich vorsichtshalber halt mitgenommen. Und sonst war ich ja immer mit auf Station, wenn ich mit war, aber die letzten Male war alles anders und viel schrecklicher. Zumindest am Anfang. Ich wurde in ein Zimmer gesperrt, den Hundekindergarten. Also eigentlich in so einen Kennel, der drinne stand. Erst war ich auch ganz allein in dem Zimmer. Aber im Laufe des Tages kamen immer ein paar Hunde dazu. Vor allem viele Hündinnen! Aber ich war ja eingesperrt. Zwischendurch kam Frauchen mal vorbei und hat mir ein bissl Wurst gegeben, aber so recht wollte ich nicht. Als Frauchen Pause hatte hat sie mich endlich da raus geholt, wir waren pullern (vielmehr ich) und dann gab es mittag. Ich hab ein bißchen Quark bekommen, aber so wirklich toll fand ich den auch nicht. Dafür haben sich dann gleich die "Mango" und der "Milan" drauf gestürzt.

Dann war ja die Pause rum und Frauchen meinte, ich müße wieder zurück in den Kennel. Bis ins Hundezimmer bin ich ja widerwillig mit, aber ich hab nur gesagt: "Frauchen, da bekommst du mich im Leben nicht rein!" Aber sie hat. Und ich war noch gar nicht richtig drinne, da stand der Milan mit im Kennel. Frauchen war leicht irritiert und war beschäftigt, den Milan aus dem Kennel zu bekommen (der nicht raus wollte!) und mich im Kennel zu behalten (der nicht drinnen bleiben wollte!).

Nach ner Weile haben mich dann die Mitarbeiter aus der Klinik Gott sei Dank befreit. Frauchen ist so herzlos. Sie kam nämlich zum Schluß machen und war ganz irritiert, daß ich im Aufenthaltsraum umherlaufe. Als Antwort kam: "Der hat so gebellt!" Ja, ich armer! Wenigstens jemand, der ein Herz für Pudel hat.

Dann haben wir uns auf den Nach-Hause-Weg gemacht. Da war ich ein wenig nervig, weil die Sonne so brannte und der Asphalt viel zu heiß war. Hab mir meine Pfoten verbrannt. Frauchen hat mich dann mit den Hinterpfoten auf ihre Schuhe gestellt und die Vorderpfoten nach oben gehalten. In der Straßenbahn war ich die Unruhe in Person. Naja, zumindest hat Frauchen dann noch den Springbrunnen mit mir unsicher gemacht und die S-Bahn war angenehm kühl.

 

LG, Euer Wölkchen

Kommentare

Du armer Pudel!

Yukon | 28/07/2008, 22:54

Hat jemand Worte zu solch einem Frauchen? Meins ist im TierSCHUTZ und ich bin zwar unsicher ob der auch für PUDEL tätig wird, aber ich leg da mal ein Wort für dich ein ;)

der immer mit DARF, aber nicht MUSS -

Re: Arbeitstage sind so anstrengend

Atli der Isländer | 29/07/2008, 09:14

Mein Frauchen hat unlängst in dem Buch "so denkt mein Hund mit" gelesen, dass Hunde Ruhezeiten von 17-20 Stunden am Tag benötigen- Leistungshunde sogar noch mehr.
Schon von Anfang an, hat mein Frauchen darauf geachtet, dass mir genügend Ruhezeiten zuteil werden, damit ich nicht überdrehe und geistig fit bleibe.

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