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Klartext: Wolfsromantik 1

Karina | 03. April, 2008 22:33

Kennt ihr das auch? Wann immer es in einem Hundeforum zu einer weitergehenden Diskussion über Hundeverhalten kommt, taucht früher oder später das Totschlagargument Nr.1 auf: "Aber der Wolf ...", "Aber bei den Wölfen ...", "Der Wolfsforscher XYZ (und dann folgt ein gutdeutscher Vorname wie Eberhard, Günther oder Erich) hat gesagt ...".

Mal ehrlich: was haben Wölfe und Hunde ausser 4 Beinen überhaupt noch gemeinsam? Mir sind Wölfe überigens schnurzegal, ich interessiere mich nicht mehr für Wölfe als für Bären, Mäuse oder Tiger, ich interessiere mich für Hunde, nicht für deren Vorfahren in grauer Vorzeit. Wenn ich über menschliches Verhalten diskutieren will, bemühe ich auch nicht die Australopithecinen, obwohl die noch interessanter als Wölfe wären.

Meiner Erfahrung nach sind es überwiegend Frauen, die gerne mehr oder minder berühmte, mehr oder minder selbsternannte Wolfsforscher zitieren. Harte Naturburschen in karierten Hemden und dem obligatorischen (Voll)Bart, Lagerfeuerromantik, Heulend wie Wölfe, der einsame Mann in einsamer wildromantischer Landschaft allein unter Wölfen. Kein Wunder, dass ihnen die Frauen scharenweise zu Füssen liegen und wie gebannt an den Lippen ihrer Gurus hängen. Zertifikate von Seminarbesuchen bei diesen Wolfsforschern werden wie Adelstitel vor sich her getragen und wehe, der gemeine Hundehalter hat nicht sämtliche Wolfsbücher dieser Wolfsforscher gelesen und weiss nicht, auf welcher Seite in welcher Ausgabe welches Zitat steht.

Verdammt noch mal, warum wird nicht endlich mal nur über den Hund geredet? Warum müssen immer entfernte Verwandte herhalten, die in so anderen Lebensunständen leben wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten? Vor über 13.000 Jahren (ich berufe mich bei dieser Zahl auf aktuelle wissenschaftliche paläoarchäologische Forschung und nicht auf romantisierende Zahlen selbst ernannter Wolfsforscher) haben sich die Hunde den Menschen angeschlossen, die genetischen Vorfahren des Haushundes lassen sich auf nur 5-6 Wölfinnen zurückführen, irgendwo im vorderen Orient. Und was soll da die Erforschung arktischer, kanadischer oder sonstiger Wölfe eigentlich bringen? Bösartigerweise könnte man Sponsoring der einsamen Abenteuerurlaube unterstellen. Vielleicht sollte man mal lieber anständige Klamotten, Rasierapparate und Zahnbürsten sponsern ....

Fortsetzung folgt!

Kommentare

[antworten]

... und auf einmal macht der Wolf das gar nicht mehr, was er jahrzehntelang getan hat: Welpen am Nacken schütteln zum Beispiel. Und Alpha ist er auf einmal auch nicht mehr... :)

Darum les ich grad mal die Pizza-Hunde. Mal sehen, wie die sich benehmen. Vom Wolfsforscher Günther. Bin noch nicht durch damit. Aber eine Erkenntnis lautet: Der wild lebende Hund ist das fehlende Bindeglied zwischen Wolf und Haushund. Jaja. :)

Banjo's Frauchen | 03.04.2008, 23:56

[antworten]

Vor allem, wenn man einen Hund hat, der noch nicht mal selbstständig Beute (noch nicht mal einen Maus) töten kann, kommen einem Bedenken, wie stark das Wolfserbe in ihm noch vorhanden sein soll.

Emils Frauchen | 04.04.2008, 09:10

[antworten]

Das sieht man doch, dass so mancher Hund orientalischen Ursprungs ist-zusammengeknüpft aus diversen Flokaties:-)

Und was wissenschaftliche Ergebnisse im Hinblick auf unsere Abstammung anbelangt, sind diese m.E. keineswegs fehlerlos, da der Fuchs als möglicher unmittelbarer Vorfahre des Hundes aufgrund unterschiedlicher Körpermerkmale von vorn herein ausgeschlossen wurde. Meine Schläue und Optik ist jedoch eindeutig ein Indiz dafür, dass bei mir - entgegen denn wissenschaftlichen Erkenntnissen -eine Verwandschaft eher zum Fuchs als zum Wolf besteht.

Atli der Isländer | 04.04.2008, 09:44
 
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