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Briard - Blog

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Klartext: Briards sind keine Teddybären 1

Karina | 27. März, 2008 21:07

Briards sind für mich seit langem die tollste Hunderasse der Welt, aber noch nie habe ich sie einem anderen Menschen empfohlen (mit einer Ausnahme, schönen Gruss an Mandy G. Smile) und das aus gutem Grund!

Den Briards wird leider immer wieder ihr teddyhaftes Äusseres zum Verhängnis, gerade die fauven Briards sind davon betroffen. Das lange zottelige Fell verbirgt, dass Briards keine Familienhunde sind, sondern Gebrauchshunde, Diensthunde, Arbeitshunde mit einer teilweise nicht unerheblichen Schärfe. In der VDH-Zucht wird auf die Gebrauchshundeeigenschaften auch noch immer besonderer Wert gelegt, sei es in der Junghundeberuteilung oder der Zuchtzulassung.

Sicher, es gibt viele Exemplare, die auch als Familienhund geeignet sind, sofern sie entsprechend sozialisiert, ausgelastet und beschäftigt sind. Es gibt auch vereinzelt Briards, die als reine Familienhunde glücklich und zufrieden sind. Aber so nebenbei läuft kein Briard, auch die Familienhunde brauchen körperliche und vor allem geistige Auslastung.

Es sind so manche Eigenschaften, die den Briard so liebenswert machen, seine Bereitschaft mit seinem Menschen zusammen zu arbeiten, sein Hang zu intelligenter Befehlsverweigerung, seine Arbeits- und Spielfreude, sein Drang zum Showstar, zum Alleinunterhalter, sein grosses Kämpferherz, seine Eigenständigkeit, sein Selbstbewusstsein. Aber werden diese Eigenschaften nicht frühzeitig in die richtigen Bahnen gelenkt, kommt es im typischen Alter, meist zwischen 15-18 Monaten zu spätpubertären Ausbrüchen, die den unerfahrenen und überraschten Briardhalter zur Verzweiflung treiben können.

Aus dem Teddybären wird ein zähnefletschendes, beissendes, jagendes Monster. Ja, Briards haben Zähne und zögern nicht, diese auch einzusetzen. Ja, auch Hütehunde jagen gerne mal Hasen oder Rehe. Mit Dojan hätte ich sicherlich auch jede Jagdhundeprüfung bestanden.

Fortsetzung folgt!

Kommentare

Jagdtrieb [antworten]

Hallo Karina,

in allen Artikeln, die ich über jagende Hunde gelesen habe, steht geschrieben, dass das Jagen ein TRIEB ist. Ich bin also nicht glücklich darüber, dass du dieses Verhalten so darstellst, als ob es sich mit (rechtzeitiger) körperlicher und geistiger Auslastung beheben oder gar umgehen ließe. Zeig mir bitte die Quellen, aus denen du dein Wissen schöpfst.

Viele Grüße,

Jörg

Wurschti-Herrchen | 28.03.2008, 06:47

Triebe [antworten]

Hi Wurschti-Herrchen,

noch eines meiner Lieblingsthemen, die dringend darauf warten bearbeitet zu werden :-)
Jagen ist KEIN Trieb! Es ist weder formkonstant noch unbeeinflussbar. Handlungen, die zu Erfüllung eines Triebes dienen, sind selbst KEINE Triebe.
Hunger ist z.B. ein Trieb.
JagdVERHALTEN ist immer irgendwie beeinflussbar.
Artikel, die in der Regel voneinader abgeschrieben werden, die bei Hundlern oft übliche Triebtheorie widerspricht jeder aktuellen (seit 50 Jahren) wissenschaftlichen Meinung, hat doch sogar der Erfinder der Triebtheorie sie noch zu Lebzeiten vor fast 100 Jahren persönlich widerrufen. Geht man nämlich davon aus, dass Jagen kein Trieb, sondern ein formbares Verhalten ist, kann man es auch letztendlich als Problem lösen.
Dojan war ein grosser Jäger vor dem Herrn, aber wenn er seine Kenndecke umhatte, ist er bei der Suche oft über Rehe, Hasen etc. wirklich gestolpert und sie interessierten ihn in diesem Moment überhaupt nicht. Zeigt seine Prioritäten, die ich geformt habe.
Hoshi zeigt erste Ansätze, ein grosser Jäger werden zu wollen, daher der Besuch im Wildgehege, den ich regelmässig wiederholen werde.
Und, ist vielleicht nicht ganz pc, aber ich habe meinen Hunden immer eine kontrollierte Jagd erlaubt, sei es die Suche als RH oder dass sie mal eine Katze scheuchen dürfen, sie würden sie eh nie kriegen. Aber ich hab sie soweit, dass sie mich vorher um Erlaubnis fragen und wenn ich dann das 2-Sekundenfenster nutze, um es ihnen zu untersagen, brechen sie ihr Durchstarten ab. Wobei ich eh schon gepennt habe, wenn sie schon durchstarten.
Du wirst keinen aktuellen Verhaltensbiologen finden, der noch von Trieben redet, soweit ich mich erinnere, war Lorenz der letzte, der von Trieben faselte.
Schutzhundler werden wahrscheinlich noch in 1000 Jahren davon faseln :-)
Dir würde ich mal ein Seminar bei Clarissa von Reinhardt empfehlen wie z.B. dieses hier:
http://www.animallearn.de/seminare.php#jagd
Wiederholt sie regelmässig.
Eines der Zauberworte heisst: Agieren statt reagieren

VG
Karina

Karina | 28.03.2008, 08:00

Jagdverhalten [antworten]

Hallo Karina,

da hast hast du mein Wissen schon ordentlich präzisiert. Danke dafür. Deine Erfahrungen decken sich teilweise mit meinen, denn auch Linus sucht jetzt Menschen beim Mantrailing und lässt sich weniger von Wild ablenken. Was mich interessieren würde ist, wie du das Fragen geformt hast. Bei Linus haben wir bisher kein Fenster erkennen können, wenn er etwas in der Nase hat. Dann geht er unvermittelt ab. Bei Sichtkontakt war es bisher kein Problem, ihn zumindest im Steh zu halten.

Viele Grüße,

Jörg

Wurschti-Herrchen | 28.03.2008, 08:16

Jagen [antworten]

Gestern sind wir meinem Lieblingsjagdobjekt, dem Fasan begegnet. Frauchen und ich haben ihn gerade noch gesehen, bevor er im Gebüsch verschwand. Ich war noch angeleint, durfte 20m später aber frei laufen mit dem Kommando "hier bleiben" :-(
Ich war unter Hochspannung, dann hat Frauchen das erlösende "Lauf" gesagt. 200m bin ich zu einer Stelle gerannt, bei der ich dachte, da wäre der Fasan gewesen. War er aber nicht, freudenstrahlend bin ich zu meinem Frauchen gerannt und wir haben gespielt. Ohne diesen Lauf wäre ich vor Energie wohl geplatzt. Ich scheuche die Fasanen außerdem nur auf, ich tue ihnen nichts.
Wuff
Emil - Rennbriard

Emil | 28.03.2008, 08:23

Stimmt ... [antworten]

... Teddys stinken nicht, jedenfalls nicht meiner:-)

Atli der Isländer | 28.03.2008, 11:22

Jagen [antworten]

Hi Wurschti-Herrchen,
vorweg, das Jagdverhalzen ist mit Abstand das grösste Problem bei Hunden überhaupt und in dem Moment, wo Hunde bereits im Welpenalter erlernte Verhaltensweisen später zu einer Verhaltenskette zusammensetzen hat man ein Problem. Dieses Problem ist aber lösbar, auch wenn es kein Patentrezept für jeden Hund gibt. Jagen komplett zu verbieten wird aber in den seltensten Fällen zum Erfolg führen. Eigentlich war das hier gar nicht Thema :-)
Das Zeitfenster muss man nicht formen, es gehört zum natürlichen Verhalten der Hunde. Es ist die Rückversicherung zum "Rudel", ob 1. das "Rudel" mitjagen will und 2. ob die Jagd jetzt ok ist.
Es ist sehr kurz und kommt sehr schnell. Wenn man Luft holt um zu rufen, ist es eigentlich schon vorbei.
Bei schlechtem Wetter und zu viel Zeit werde ich wohl noch mal ausführlich was zum Jagen schreiben.
Bei Hoshi üb ich erst mal die Jogger, Radfahrer und Skater zu ignorieren, von 100% sind wir immerhin schon bei 10%.
Machst du mehrfach täglich im Haus und draussen beim gassigang kleine Suchspiele mit Linus?
Kennst du die beiden Schnüffelstundebücher von Theby?

VG
Karina

Karina | 28.03.2008, 12:25

Stinken [antworten]

Tja, Atli,
wahrscheinlich stimmt was mit deinem Geruchssinn nicht!

Wüffchen
Hoshi *mit wunderbarem Welpenduft*

Hoshi | 28.03.2008, 12:27

[antworten]

Schönen Gruß zurück! :)

Mandy Gierke | 31.03.2008, 13:42
 
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