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Briard - Blog

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Kastration 2

Karina | 13. Januar, 2008 00:36

In Kastration 1 haben wir euch ja schon ein bisschen darüber erzählt, warum Frauchen gegen Kastrationen bei Hunden ist.

- Für Hündinnen, die leichter als 20 kg sind, besteht nach der Kastration  eine Wahrscheinlichkeit der Harninkontinenz von 10 (!) %, für schwerere Hündinnen sogar 30 (! ) %! Bei manchen Rassen, z.B. Boxer noch häufiger. Das sind sehr häufige Nebenwirkungen, ist übrigens die
häufigste Nebenwirkung. Es tritt bei Hündinnen durchschnittlich 2,8 Jahre nach der OP auf. Aber auch Rüden können inkontinent werden.

- Nach der Kastration treten häufig Fellveränderungen auf, gerade Langhaarhunde bekommen ein weiches, flusiges und filzendes Welpenfell. Das ist an sich nicht schlimm, sollte aber vorher bedacht werden. Sexualhormone wie Testosteron und Östrogen bauen nämlich das Kollagen von Haut und Knochen auf. Kurzhaarhunde können an den Flanken grossen kreisrunden Haarausfall bekommen (Alopezie).

- Östrogene  dämpfen das Hungergefühl, ausserdem verbrennen sie Körperfett, ebenso das Testosteron. Kastrierte Hunde neigen daher sehr zur Fettleibigkeit mit allen bekannten Folgen und haben ständig Hunger. Und ständig Hunger zu haben ist echt doof, finden wir.

- Sexualhormone haben eine gewisse Auswirkung auf Verhalten und Persönlichkeit des Hundes. Kastrierte Hunde bleiben oft infantil und haben dadurch lebenslang Probleme mit anderen Hunden. Gerade kastrierte Rüden werden von anderen Rüden nicht mehr für voll genommen, Mobbing und ununterbrochene Besteigungsversuche müssen gerade Frühkastraten über sich ergehen lassen.  Eine Kastration kann auch dazu führen, dass Rüden weder mit anderen Rüden noch mit Hündinnen klar kommen, was die sozialen Kontakte sehr einschränken kann. Dass eine Kastration hingegen bei Verhaltensstörungen bei Rüden wie Aggression hilft, gehört mehr in den Bereich der Legenden. Bei krankhafter Hypersexualität hingegen kann eine Kastration helfen, aber das wiederum ist auch eine medizinische Indikation.

- Bekannt ist, dass eine Frühkastration zu einer verminderten Lernfähigkeit bei Hunden führt.

- Kastration bei Rüden führt zu einem erhöhten Risiko für Prostatakrebs.

- Kastrierte Hunde beider Geschlechter haben ein erhöhtes Risiko für Kreuzband-Verletzungen.

Bald kommt der 3. Teil.

Euer Merlin und Dojan
 

Kommentare

[antworten]

Das mit dem Hunger und dem Babyfell kann mein Frauchen dick und fett unterschreiben. Es ist wirklich schwer einen Hund auszuhalten, dessen fast ganzer Lebensinhalt nur noch aus Fressen besteht.

Emil | 13.01.2008, 08:47

[antworten]

Du hast dich vertippt. Nicht das Hungergefühl wird gedämpft sondern das "Sattgefühl". Bei weniger Hungergefühl frisst der Hund weniger.

Lösch das hier dann wieder, bitte.

Banjo's Frauchen | 13.01.2008, 11:37

[antworten]

*blödbin* ICH habs falsch gelesen. *lol* Alles OK. *rotwerd*

Banjo's Frauchen | 13.01.2008, 11:41
 
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