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Briard - Blog

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Kastration 1

Karina | 12. Januar, 2008 11:25

So, wir verraten euch mal eines von Frauchens Geheimnissen: unser Frauchen ist radikale Kastrations-Gegnerin. Für sie gibt es nur einen Grund für eine Kastration eines Hundes und zwar eine medizinische Indikation. Wir finden das natürlich gut Cool. Frauchen lehnt die Kastration aus verschiedenen Gründen ab:

- Hunde sind Lebewesen, die ganz natürliche Bedürfnisse haben, sie sind keine Roboter und keine Plüschteddys. Hunde jagen, bellen, beissen, benehmen sich manchmal sehr peinlich, sie können unglaubliche Schweinchen sein - und sie wollen auch gerne poppen. Wer sich einen Hund ins Haus holt, muss vorher wissen, auf was für ein Abenteuer er sich einlässt. Zu oft geht das leider schief, die Tierheime sind leider voll von solch missglückten "Experimenten". Ihr Menschen müsst uns schon so akzeptieren wie wir sind und nicht mit dem Skalpell an uns rumschnitzen lassen, bis wir euren merkwürdigen Wunschvorstellungen auch entsprechen. Solche Hunde bekommt ihr sonst hier.

- Hunde empfinden auch Schmerzen, die eine Operation hinterlässt, auch wenn man es uns manchmal nicht so richtig ansieht.

- Obwohl die Medizin sehr weit fortgeschritten ist, ist eine Narkose nicht völlig ungefährlich, es gibt Hunde, die durch die Narkose einer Kastration gestorben sind.

- Es kann nach einer Kastration zu gemeinen Wundinfektionen kommen, die sehr unangenehm und schmerzhaft sind. Im Bekanntenkreis ist das letztes Jahr passiert und es war für den armen Hund einfach furchtbar.

- Besonders übel ist die Frühkastration, bei der die armen Hunde kastriert werden, bevor sie erwachsen sind, hier sind die Nebenwirkungen besonders ausgeprägt. Um schon mal einige zu nennen: Sexualhormone sind u.a. zuständig für den Schluss der Wachstumsfugen. Fallen durch die Kastration die Sexualhormone weg, kommt es zum eunuchoiden Hochwuchs, die Hunde werden zu gross mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf das gesamte Skelettsystem. Auch Osteoporose und sogar Knochenkrebs können die Folgen sein.  Für den Knochenkrebs, das Osteosarkom besteht für Frühkastraten sogar ein bis zu 65 % höheres Risiko.

Mehr dazu im nächsten Teil.

Euer Merlin und Dojan

Kommentare

[antworten]

Hey, interessant! Und offenbar kommt da noch mehr! Kastration – Impfung – Ernährung, das sind so die drei ganz großen Reizthemen unter Hundeleuten, scheint mir... Da ich zu keinem der drei eine ganz eindeutige Meinung habe, bin icvh gespannt, was da noch kommt. Das erinnert uns daran, dass wir lesen gehen müssen was der Cousteau macht.. ;-)

Miriam | 12.01.2008, 19:45

[antworten]

Entwurmung gehört noch dazu Miriam. Ich bin der absolute Impf- und Entwurmungs-Gegner.

Vom Kastrieren hab ich keine Ahnung, aber ich habe mehrmals gelesen, dass in den USA die Frühkastration unter anderen deshalb gemacht wird, weil die Hunde dann vom Charakter her Welpen bleiben. Süß und lieb. Ob das stimmt, weiß ich nicht, könnte ich mir aber vorstellen.

Bin auch gespannt auf noch mehr Info zu dem Thema.

Banjo's Frauchen | 12.01.2008, 20:12

Dieses Thema... [antworten]

... hatten wir auch schon in der letzten Zeit, zumal Wurschti heute auf dem Hundeplatz nicht groß ansprechbar war, weil Linus' Lieblingsfreundin Muna heiß ist.
Unsere Hundetrainerin ist sicherlich keine Verfechterin des Kastrierens und hat einen Aspekt genannt, der in der bisherigen Diskussion noch fehlt:
Wie sieht es deiner Meinung nach mit dem Frust aus, den ein Rüde haben muss, wenn er dauernd "spitz" ist, aber nie "zum Zuge" kommt?
Die Beschreibung von Cousteaus Verhalten finde ich persönlich schon recht extrem. Unser Wurschti war zum Glück gleich nach dem Hundeplatz wieder normal, weswegen wir nicht an eine Kastration denken. Wir hoffen, es bleibt dabei.

Viele Grüße vom Wurschti-Herrchen

Wurschti-Herrchen | 12.01.2008, 20:55

@ Wurschti-Herrchen [antworten]

Ich glaube nicht, dass kastrierte Rüden dauernd spitz sind, wie du sagst. Das kenne ich von kastrierten Rüden eigentlich nicht. Was ich für schlimmer halte ist, dass die "Echten" sie ständig besteigen wollen. DAS war für Banjos Vorgänger in seinem letzten Lebensjahr wirklich sehr nervig. Es wurde kurz vor seinem Tod extrem schlimm. Die Rüden kamen uns nachgelaufen, als sei er eine heiße Hündin.

Vielleicht vermenschliche ich das jetzt, aber ich glaube, dass das für einen Rüden frustrierend, erniedrigend und lästig sein muss. Denn Besteigen ist ja auch eine Dominanzsache. Banjo wollte eben andauernd auf den Jaques drauf. Und es begann immer damit, dass Banjo den Kopf über Jaques schob und dann sollte der Rest des Körpers folgen. Ich muss beim nächsten Mal wirklich getrennt mit denen gehen. Es ist nicht gut für beide Hunde.

Banjo's Frauchen | 13.01.2008, 00:00

USA [antworten]

Hi Banjo's Frauchen,
in den USA sind nahezu alles Hunde, die keine Zuchthunde sind, Frühkastraten, alles nur infantile "Welpen", alle massgeschneidert. Und trotzdem werden in den Sheltern die Hunde nach ca. 2 Wochen alle getötet.

Wuffwuff
Merlin und Dojan

Merlin + Dojan | 13.01.2008, 23:55

Frust [antworten]

Liebes Wurschti-Herrchen,
wenn dieser Frust wirklich so schlimm wäre, hätte die Evolution die Hunde schon lange wieder ausgerottet! Wo kommt denn jeder Wolf oder jeder (Wild)Hund immer zum Zug? Und du? Wie sehr leidest du denn, wenn du mal nicht kannst/darfst/zum Zuge kommst? :-)
Echte Hypersexualität ist extrem selten! Oft wird das falsch geprägt, der Hund ist nicht ausgelastet etc. Und wenn er sterilisert wäre, dann dürfte er mit seiner Partnerin sogar. Warum nicht?

Wuffwuff
Merlin und Dojan

Merlin + Dojan | 14.01.2008, 00:00
 
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