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Richtiges Spielen mit Hunden 7

Karina | 06. März, 2007 21:41

So, heute kommt nun der letzte Teil über Richtiges Spielen mit Hunden. Ein letztes Wort zum Spielzeug: eigentlich ist alles als Spielzeug geeignet mit Ausnahme von Tennisbällen oder Gegenständen, die uns Hunden gefährlich werden können, weil sie giftig sind oder zersplittern oder so. Ich, Dojan, spiele mit wirklich allem, was auch nur entfernt an Spielzeug erinnert, aber trotzdem habe ich auch Lieblingsspielzeuge. Findet heraus, welches das Lieblingsspielzeug eures Hundes ist. Legt einfach 3 Spielzeuge nebeneinander und lasst euren Hund dann hingehen und aussuchen. Ihr könnt das auch einige Male wiederholen und wenn ihr Menschen Langeweile habt, daraus eine Statistik erstellen mit vielen bunten Grafiken Wink. Eine tolle Auswahl an Spielzeugen gibt es übrigens im Fressnapf.

Man kann übrigens auch ganz prima mit Futter spielen, wenn euer Hund eher verfressen als verspielt ist. Stopft Leberwurst in Kongs oder Nachfülltuben oder Leckerlis in kleine Schachteln oder kleine Etuis oder rollt runde Leckerlis mit Schwung über den Boden. Auf dem Foto ist eine Nachfülltube mit Leberwurst zu sehen, ein tolles Spielzeug für die Beagle-Dame:

Oder nehmt einfach ein Stück von einer alten Jeans:

Oder einen Gummiring:

In der Kürze liegt die Würze

Ihr kennt doch bestimmt alle das Sprichwort: "Aufhören, wenn es am schönsten ist". Das stimmt, dieses Sprichwort, vor allem beim Spielen. Spielt immer nur kurze Einheiten mit eurem Hund, anfangs vielleicht nur 20 oder 30 Sekunden und steigert es langsam. Ihr dürft niemals aufhören, wenn euer Hund zeigt, dass es ihm schon weniger Spass macht, dann habt ihr viel zu lange gespielt. Wenn es so richtig gut fetzt, so richtig toll Spass macht, dann beendet ihr Menschen das Spiel.  Aber 1 oder 2 Stunden später kann gerne die nächste kurze Spielrunde kommen. Also, es ist viel besser über den ganzen Tag kurze fetzige Spieleinheiten zu verteilen, als nur einmal lange zu spielen. Viele kurze Einheiten machen das Spiel viel, viel spannender für uns.

Keine Ablenkung

Ein Spiel kann nur ein gutes Spiel werden, wenn beide Spielpartner voll auf das Spiel konzentriert sind. Spielt anfangs mit eurem Hund in einer Umgebung ohne Ablenkung für euch beide, ihr Menschen solltet auch den Kopf dafür frei haben, euch nur auf euren Hund konzentrieren. Wenn ihr es zusammen gelernt habt, richtig miteinander zu spielen, könnt ihr die Ablenkung sehr langsam nach und nach steigern. Ihr werdet es sehen, wenn euer Hund es gelernt hat, sich im Spiel auf euch zu konzentrieren, weil es super toll für ihn ist, wird er sich auch bei der Arbeit zukünftig besser auf euch konzentrieren können.

Mir macht die Ablenkung durch das Fernsehteam gar nix aus:

Anfang und Ende

Ihr Menschen solltet fast immer das Spiel beginnen, aber keine Regel ohne Ausnahme. Lasst euch auch manchmal von eurem Hund zum lustigen Spiel auffordern, ihr vergebt euch nix dabei. Obwohl ich, Merlin der Chef von Dojan bin, lasse ich mich manchmal zum Spiel mit ihm hinreissen, wenn er mich lieb darum bittet. Aber ihr Menschen solltet immer das Spiel beenden und zwar eindeutig.

Führt dafür am besten ein extra neutrales Wort ein wie Schluss oder Vorbei oder was auch immer euch so einfällt. Aber niemals, wirklich NIEMALS beendet das Spiel mit einem so blödem Kommando wie das AUS. Sondern steckt das Spielzeug einfach weg. Nehmt uns das Spielzeug niemals mit Gewalt oder Zwang weg, trickst uns aus.

 

Mit Zwang, Gewalt, mit Aus endet das Spiel für uns Hunde nämlich nicht im Spass, nicht in der Spannung und irgendwann haben wir dann keine Lust mehr, mit euch zu spielen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um ein Spiel zu beenden, zum Beispiel der Tausch vom Spielzeug gegen ein leckeres Leckerli:

Es sollte aber schon ein besonderes Leckerli sein:

Und als Schlusssignal könnt ihr das Wort Tauschen dafür einführen:

Oder kuschelt einfach mit uns:

Damit tröstet ihr uns auch ein bisschen:

Wir kuscheln hinterher auch gerne noch mal:

Kleine Hunde kann man auch einfach auf den Arm nehmen:

Und ein bisschen streicheln und kraulen ist auch prima:

Und lasst euch nicht erweichen, wenn Schluss ist, dann ist Schluss:

Ignoriert unser Flehen:

Fallt nicht auf unseren Charme rein:

Mit etwas Übung kann man auch als Mensch Hundeaugen wiederstehen:

So, zum Abschluss noch mal ein Bild von einem glücklichen Spieler:

Ich finde es jedenfalls immer doof, wenn das Spiel vorbei ist, freue mich aber schon immer auf die nächste Spielrunde.

Falls jemand von euch noch Fragen zum Richtigen Spielen hat, nur zu. Vielleicht haben wir ja was vergessen?

Einen wunderschönen Linktipp haben wir noch für euch:

Der Hund im Spiel vom Herrchen Martin Pietralla.

Und nun legt los, schnappt euch euren Hund und fangt einfach an mit ihm zu spielen! Wir wünschen euch viel, viel Spass dabei!

Euer Merlin und Dojan

Kommentare

Richtiges Spielen [antworten]

Hallo,

mir hat eure Serie richtig gut gefallen, danke fuer die nuetzlichen Tipps bzw. Erinnerungen + die herrlichen Fotos. :-)

Jetzt habe ich doch gleich eine Frage, das Kommando "Vorbei/Schluss", wie bringe ich es meinem Hund am Besten bei, mit Leckerli oder einfach Kommando und den Hund ignorieren? Wenn ich ihm das Spielzeug wegnehme, versteht der Hund dies oder sieht er das als Bestraffung an? Weil fuer das Kommando Tausch muesste ich ja immer Leckerlis mit haben, was leider manchmal nicht der Fall ist.

Gruss Thomas & Kira

Thomas | 07.03.2007, 08:29

Danke! [antworten]

Diese Serie war einfach toll. So viele Anregungen und auch so viel Bestätigung, dass nicht alles falsch ist was wir machen. So viele Erinnerungen an Sachen, die man eigentlich weiß, die aber verschüttet waren. Und die Bilder dazu - ein echter Augenschmauß.

Ganz herzlichen Dank für die viele Mühe die du dir gemacht hast, Merlin. Grüß dein Frauchen von uns.

Wirrkopf, Banjo's Frauchen | 07.03.2007, 10:43

Antwort [antworten]

Hallo, Thomas,
am einfachsten ist es eigentlich, seinem Hund das Kommando "Schluss" beizubringen, indem ich das Spielzeug in die Tasche stecke und freundlich, aber ruhig und bestimmt "Schluss" sage, wenn der Hund einen fragend anschaut. Hat man es ein paarmal gemacht, wird es gut verknüpft.
Sicher, es ist strenggenommen eine Strafe, wenn ich ein Spiel beende, deswegen sollte noch kurz was angenehmes folgen, was den Hund aber nicht aufpuschen darf, sondern ihn ruhig runterfährt: kuscheln, streicheln oder ein Leckerli.
Wenn man "Tauschen" benutzt, muss natürlich auch immer ein Leckerli folgen. Ich habe auch nicht immer Leckerlis dabei :-), deswegen kennen meine Hunde beide Schlussrituale.
Mal kündigt ein Signal halt einen sozialen Kontakt als Belohnung an, mal kündigt ein anderes Signal eben eine Futterbelohnung an. Meinen Hunden ist es egal, was sie dann für eine Belohnung bekommen, Hauptsache, es kommt eine.

VG
Karina

Karina | 08.03.2007, 22:23
 
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