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Briard - Blog

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Der Vollpfosten

Karina | 19. Oktober, 2012 17:44

"Geht doch" sagte der Vollpfosten vorhin als ich an ihm vorbei ging und ich konnte nicht anders, ich musste laut lachen ....

Aber von vorne: nach getaner Arbeit hielt ich heute nachmittag in der Nähe von Leipzig an, um mit dem Hund Gassi zu gehen. Ich parkte auf dem Platz einer Hotelanlage, die direkt am See und an einem Riesenwaldgebiet liegt. Wir befanden uns schon ausserhalb der Anlage mitten im Wald, als auf dem Wald- und Wirtschaftsweg von hinten ein Auto mit hoher Geschwindigkeit auf uns zuraste, ca. 50-60 km/h. Reflexmässig sprang ich auf die Mitte des Weges, während ich nach Kolja pfiff, der ca. 10 m vor mir mitten auf dem Weg ging. Merke: wer meinen Hund umnieten will muss erstmal MICH umnieten (*).

Kolja war sofort bei mir und erst als er bei mir war ging ich gemeinsam mit ihm an den Wegrand. Er sass dann ruhig neben mir während das Auto neben mir hielt. Wahrscheinlich aus Wut, dass er den Hund nicht hatte umfahren können pöbelte der Vollpfosten im Auto sofort los: Hier wäre Leinenzwang, ich solle den Hund sofort an die Leine nehmen.

Ich fragte ihn freundlich, wo das stünde, ich hätte kein Schild diesbezüglich gesehen. Er pöbelte weiter: hier wäre Leinenzwang, es wäre so. Wieder fragte ich, wo das stünde, er pöbelte weiter, ohne mir Auskunft zu geben, wo das stünde: jeder würde das wissen, Hunde über 40cm Grösse gehören an die Leine.

So ging das noch einige Male hin und her. Ich hielt den Vollpfosten ja erst für ein durchgeknalltes Försterlein, aber anhand des Autos und dem Inhalt auf dem Anhänger war klar, dass er ein rangniederer Domestik des Hotels war. Wohlgemerkt, wir waren gute 50 m ausserhalb der Hotelanlage im öffentlichen Wald.

Es ging weiter: wenn er auch nur einen Hundehaufen entdecken würde, würde er mir den persönlich "ich wüsste schon wohin" schmieren. Auch das wiederholte er mehrere Male, während er, ich bin mir da echt sicher, seinen lüsternen Blick über meinen Körper schweifen lies. Wahrscheinlich steht dieses arme Würstchen darauf, Frauenkörper mit Hundescheisse zu beschmieren und diese dann abzulecken, vielleicht hat er zuviel von diesen neuen Hausfrauenpornos gelesen, allerdings bezweifel ich, dass der überhaupt lesen kann. Und nein, ich hab ihn nicht gefragt, wieviel Prozent ein Hundehäufchen im Vergleich zu den Tonnen Wildscheisse ausmacht, die dort täglich anfallen.

Von mir kam nur: das könne er gerne mal versuchen.

Endlich fuhr der Vollpfosten weiter, wendete nach 100 m und blieb dort stehen, wobei er minutenlang immer wieder das Gaspedal bis zum Anschlag runterdrückte. Wir blieben dort wo wir waren und als der Vollpfosten ausstieg und Mülltonnen ablud gingen wir weiter. Kolja, nach wie vor frei, hielt mir dann ein wenig zu sehr seine Nase in den Wind und bevor ich das Risiko einging, dass er mir vor den Augen des Vollpfostens in den Wald abhaut, nahm ich den Ball raus.

Kolja liebt weiche Moosgummibälle an möglichst langem Strick und er liebt es, sich damit quasi selbst anzuleinen. Er spiesst den Ball dazu auf einen oberen Fangzahn, meistens links, dann kann er hecheln und schnüffeln ohne dass der Ball aus der Schnute fällt, ich muss dann den Strick in die Hand nehmen und so marschiert er fröhlich voran, mich mit leichtem Zug mitziehend. Er hat das schon volle 20 min durchgehalten und ich bestätige es auch von Anfang an. Durch sein langes Fell scheint es so auszusehen, als wenn er angeleint ist oder bin ich angeleint?

Das wurde mir aber erst klar, als wir an dem Vollpfosten vorbei gingen, denn dann kam sein "geht doch". Er hat wirklich gedacht, ich hätte den Hund jetzt angeleint CoolCoolCool. Als wir am Auto vorbei waren, liess Kolja den Ball los, damit wir Ballspielen können, aber der Vollpfosten hat das wohl nicht mehr gesehen.

Besagter Waldweg ein Stückchen weiter:

 

 

Der Horstsee:

Hier ist gut zu sehen, wie Kolja seinen Ball trägt:

Karina

 

(*): man sieht öfters, dass Hundehalter reflexmässig an den Weg- oder Strassenrand springen, wenn sich unerwartet ein Auto schnell nähert. Hat man uns wahrscheinlich schon als Kindern eingeimpft. Sie bedenken dabei aber nicht, dass dann der leinenlose Hund vor ihnen auf dem Weg schutzlos dem Auto ausgeliefert ist.

Kein Autofahrer fährt gezielt einen Menschen über den Haufen, sondern bremst, aber wer weiss, ob er auch für einen Hund bremsen würde??? Daher bremse ich mit meinem Körper das Auto aus, hole den Hund zu mir und mache erst DANN den Weg frei!

Kann sein, dass ich mir den Trick mal vor Jahren von der M abgeschaut habe Cool

Kommentare

[antworten]

Ich springe auch AUF den Weg, denn früher waren wir mit 5 Hunden unterwegs und bis wir die eingefangen hatten dauerte es immer etwas.

Unsere Vollpfosten übertrumpfen deinen noch, die brüllen zu mir "anleinen" obwohl Emil an der Flexi läuft. Emil und ich können mittlerweile extrem gut ignorieren. ;-)

Letztens sind wir über den Gras-Parkplatz eines Sportvereins gelaufen, dort laufen alle Leute hier drüber. Ich selbst laufe da seit 1987 - da kam einer der Wichtigtu-Rentner vom Verein an (die zuhause wohl nix zu sagen haben) und sagte "Privatgelände". Emil und ich gingen einfach weiter, solche Leute sind für mich jetzt LUFT.

Emil Frauchen | 20.10.2012, 15:03

[antworten]

Roland Riesenweber-Knecht, halt einfach mal dein Maul! Schon jämmerlich genug, dass du nur wenige Wochen nach Entgiftung und Entzug einen erneuten Rückfall hast!

Karina | 27.10.2012, 09:39
 
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