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Briard - Blog

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Welpenerwerb

Karina | 08. Juli, 2012 10:10

oder wie ich zu meinen Briards gekommen bin. Cool

Herbst 1994 fiel die Wahl nach langem reiflichen Überlegen auf die Rasse Briard, weil der 17 Jahre alte Briardmix eines Freundes mich begeisterte.

Also beim VDH angerufen, die Nummer von der Welpenstelle des BCD bekommen und mir eine Liste der aktuellen Briardwürfe schicken lassen. Kontakt zu diversen Züchtern aufgenommen, mich in Büchern schlau gemacht, worauf man bei einer Zuchtstätte achten solle, was HD ist etc., und einen Welpen in Ostfriesland nahe der holländische Grenze quasi vorbestellt. Und da mir klar war, dass mit einem Hund Fernurlaube nicht mehr möglich sind den Traumurlaub in der Karibik gebucht. 10 Tage vor Weihnachten wäre die Welpenabgabe  gewesen, der Urlaub ging 3 Tage über diesen Termin hinaus, es gibt ja auch noch Arbeitgeber, die dort mitreden. Dann kam der grosse Tag, an dem wir "unseren" Welpen mit 5 Wochen das erste mal besichtigen wollten. Am Abend vorher rief die Züchterin an, ihr Mann wäre dagegen, "unseren" Welpen 3 oder 4 Tage länger zu behalten, sie müssten schnell weg, deswegen hätten sie sich für einen anderen Interessenten entschieden Tongue out.

Wieder in die Welpenliste geschaut, bei der Zucht vom Brauhausberg in Potsdam angerufen, es wäre noch ein Rüde übrig, in die Karibik geflogen und danach die Welpenbesichtigung in Potsdam, Abgabetermin war Mitte Januar. Sofort in Merlin verliebt, versucht Welpenurlaub zu bekommen und dann Merlin mit knapp 9 Wochen in Potsdam abgeholt, welch Freude, welch Glück. Übrigens eine HD-freie Verpaarung, was ihn nicht davor schützte, selbst HD-D zu bekommen.

Eigentlich wollte ich einen gesunden Hund haben, mit dem ich auch Hundesport hätte machen können, als Merlin gut 1 Jahr alt war, Ausblick nach einem schwarzen Briardwelpen gehalten. Im April 1996 vermittelte bei einer Ausstellung Merlins Züchterin den Kontakt zu den Zottelbär-Züchtern, die Pfingsten ihre Hündin decken lassen wollten. Es war erfolgreich und nachdem die Welpen im August  4 Wochen alt waren, das erste Mal nach Dessau gefahren und den Dojan ausgesucht. Knapp 4 Wochen später durften wir ihn abholen, welch Freude, welch Glück. Ein traumhafter Arbeitshund, der mit 12 Monaten seine erste BH ablegte, im Agility erfolgreich war, der später Rettunghund beim DRK wurde und auch viele Einsätze als Besuchshund in Schulen und Kindergärten hatte.

Dann kam das grausame Jahr 2008 und nach nur 12 Tagen schwerer Krankheit starb Dojan mit nur 11,8 Jahren völlig unerwartet. Es war auch klar, dass es mit Merlin langsam zu Ende geht und so toll wie er Dojan erzogen hat wollte ich noch, dass er Dojans Nachfolger auch so toll erzieht, 2,5 Monate hatte er dafür nur Zeit. Für mich ist ein neuer Hund der beste Trost, also die ganze Nacht im Internet geschaut, ob es irgendwo einen etwas älteren Welpen gibt, der übriggeblieben ist. Dann den Hoshi aka Bahlow de la Bohémienne noir gefunden, 10,5 Wochen alt. Seinen Stammbaum von einer Freundin die ganze Nacht checken lassen, dann morgens dort hingefahren und mitgenommen, welch Freude, welch Glück.

Dann kam das grausame Jahr 2012, innerhalb von nur 3 Stunden starb Hoshi an einer Vergiftung, er hatte das erste und einzige Mal in seinem Leben draussen etwas gefressen und bekam dafür die Todesstrafe, er war unrettbar verloren. Völliger Zusammenbruch meinerseits, ohne Hund, ohne Hoshi war es nur grauenvoll, da nützten auch diverse Beruhigungsmittel nichts.

Freundinnen, die sich auch sonst einfach nur rührend um mich kümmerten, fanden im Internet dann den Kolja aka Organdy Enfant par la Garrigue, knapp 4 Monate alt (irrtümlich dachte ich, er wäre 5 Monate alt), übriggeblieben. Ich wollte keinen Welpen, sondern einen jungen Briard zwischen 5-7 Monaten und das möglichst schnell, da ist die Auswahl nicht besonders gross, aber da ich von diesen Züchtern den Indigo besonders gut kenne war es für mich Referenz genug. Wesen und Sozialisierung stehen für mich besonders weit oben.

Und so kam 3 Tage später Kolja zu mir, welch Freude, welch Glück.

Während meine ersten beiden Briards klassisch zu mir kamen, man schaut an verschiedenen Stellen, man wartet monatelang, man sucht nach bestimmten Kriterien aus etc. kamen die anderen beiden auf andere Art zu mir, quasi als "Nothunde", übrig gebliebene Welpen, die nicht länger beim Züchter bleiben sollten. Sicher nicht der klassische Tierschutz, aber ein bisschen Tierschutzgedanke steckt schon drin.

Ich habe auch bei erwachsenen Notbriards geschaut, aber wie das so ist, ist keiner da, wenn man einen braucht. Ich hätte auch einen 4 oder 6 Jahre alten Briard genommen und bei dem hätte ich ganz sicher nicht darauf geachtet, ob er aus einer HD-freien Verpaarung kommt oder geschallt ist. Kolja war zufällig jünger Cool.

Würde ich mir klassisch wieder einen Welpen aussuchen wollen würde ich natürlich klassisch vorgehen ... Andererseits würde ich wohl eher dahin tendieren, falls es noch mal einen Zweitbriard gibt, wieder einen übriggebliebenen zu nehmen, einen den keiner haben will, der schon älter ist. Oder auch einen erwachsenen. Und trotzdem nehme ich mir das Recht heraus zu kritisieren, wenn zur Zeit in der Briardzucht nicht alles so läuft wie es laufen sollte, wie verwerflich von mir Tongue out. Wenn ich ein 2 jahre altes Auto fahre dürfte ich sicherlich auch kritisieren, wenn die Neuwagen dieser Marke neuerdings ohne funktionierende Bremsen gebaut werden würden Cool.

Es war immer perfekt, welche Hunde zu mir gekommen sind, ich würde es immer wieder so machen.

Karina

 

PS: Allerdings frage ich mich, warum mancher Briardwelpenwurf, obwohl geschallt und aus einer HD-freien Verpaarung noch fast komplett mit mittlerweile 6 Monaten alten Hunden beim Züchter versauert ...

Oder ein Wurf zwar geschallt, aber nie ausgewertet wird. Nur damit man erzählen kann, die Welpen sind geschallt?

 

Kommentare

[antworten]

Zitat: ...er hatte das erste und einzige Mal in seinem Leben draussen etwas gefressen und bekam dafür die Todesstrafe, er war unrettbar verloren.

Du hast nie darüber geschrieben was im Bericht stand und ich wagte nicht mehr zu fragen - wir sprachen nie mehr darüber und ich habe aber bei mir eine Art Bericht über "unser Essen" aus dem Supermarkt in der Warteschleife...
Ist dies hier nun das endgültige Ergebnis?
Ich sagte sag niemals nie und nun stimmt das?
Es TUT MIR UNENDLICH LEID!
Aber glaube ich es nun auch?

*verwirrt*

Die M. | 10.07.2012, 03:13
 
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