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Krankenpflege

Karina | 08. September, 2011 16:29

So mancher mehr oder minder frischgebackene Welpen-/Junghundebesitzer sieht sich plötzlich damit konfrontiert, an seinem Hund nach Anweisung des Tierarztes herumzudoktern bzw. ihm manchmal unangenehme Krankenpflege angedeihen lassen zu müssen.

Dafür gibt es 2 Methoden: 1. die Idiotenmethode oder auch Tierquälermethode und 2. die liebevolle Krankenschwestermethode.

Erstgenannte Methode beinhaltet gewaltätiges tierquälerisches Verhalten vom Hundehalter gegenüber dem jungen (!!!) Hund, was sicherlich zu Vertrauensverlust und auch Gegengewalt führen kann. Bei aller Intelligenz, die ich Hunden zugestehe, halte ich mich ihm gegenüber doch in vielen Bereichen für intellektuell überlegen und das sollte Mensch auch nutzen, Idioten können es wohl leider nicht Cool.

Nehmen wir das Beispiel Verabreichung von Augentropen in ein Welpenauge mehrmals täglich. Im Netz, nicht immer nur Segen sondern auch oft Fluch, geistern haarsträubende Tipps!!! Den Hund zwischen den Beinen einklemmen, wenn der Hund sich dann wehrt Ohrfeige, Schnauzengriff, auf den Welpen (!!!) setzen und Kopf gewaltsam zu Boden drücken, anschreien, etc. und weitere gewaltätige tierquälerische Massnahmen, so dass man einfach nur loskotzen könnte! Hab ich es als Mensch tatsächlich nötig, mich SO gegenüber einem Welpen zu verhalten??? Soll er tatsächlich von MIR lernen, dass man mit Gewalt seine Interessen durchsetzen darf? Was für ein jämmerliches Armutszeugnis!!!

Nun zur 2. Methode, denn Hoshi hatte als Welpe mehrfach eine Augenentzündung und bekam mehrfach täglich Augentropfen. Das Rezept:

Hund an der Flasche schnuppern lassen, dann in eine friedliche Grundstimmung bringen mit vielen kleinen Wurststückchen, die er bekommt wenn er brav vor mir sitzt.

Ich hab dann in die linke Faust eine halbe Wurst genommen, ihn dran schnuppern lassen, die geschlossenen Finger vorne an die Schnute gelegt, mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand sanft das Unterlid leicht gezogen, die rechte Hand sanft auf den Kopf gelegt und gleichzeitig eingeträufelt. Hoshi interessierte das gar nicht, wollte er doch an die Wurst in der Faust kommen. Waren die Tropfen drin, ging die Faust langsam auf und er bekam seine Wurst. Da war kein Festhalten oder Zwischendiebeineklemmen nötig. Nach der 3. Gabe war es für ihn klar, Würstchentime Cool und sobald ich die Augentropfen-Flasche in die Hand nahm setzte er sich vor mich hin, leckte an der Würstchenfaust und harrte ruhig der Dinge, die da noch kommen mögen. Dieses Urvertrauen in mich, was er da erwarb, war Gold wert, als er richtig krank war.

Ich kann ihn IMMER und ÜBERALL anfassen und dabei auch unangenehme Krankenpflegemassnahmen durchführen ohne dass er je auf die Idee käme, sich dem zu entziehen oder sich gar zu wehren.

Karina

 

Wie kommt man bloss auf solch schwachsinnige Idee, sich auf seinen Hund gar Welpen zu setzen???? Den man doch vorgeblich liebt???

Kommentare

[antworten]

Hier im Haus kommt Emil jedesmal angerannt, wenn man einen Leukoplaststreifen von der Rolle zieht und fordert seinen Dentastix. ;-)
Jahrelange Wundenpflege fordert ihren Tribut. :-)

Emils Frauchen | 08.09.2011, 17:20

[antworten]

Nicht jeder der seinen Hund beim Verabreichen von Augentropfen zwischen die Beine nimmt ist ein Tierquäler. Ein Idiot vielleicht, aber kein Tierquäler :) Und es kommt wirklich drauf an wie man das macht. Dixie hat weiterhin volles Vertrauen zu mir und lässt ALLES mit sich machen.

Diana | 08.09.2011, 20:26

[antworten]

Ja, Diana, nicht jeder :-), aber leider sehr sehr viele und du weisst ja, dass ich sehr radikal in meinen Ansichten bin, wenn es darum geht Hunde anzufassen ;.)

Karina | 08.09.2011, 22:17

[antworten]

So habe ich es mit Joy mit der Zeckenzange gemacht. Sie ist sehr neugierig (wie wohl jeder Hund) und darf an der Zange jedesmal schnuppern - das kostet etwas Zeit, aber ist sie damit fertig, darf ich die Zecke von überall entfernen (letzlich im Augeninnlied unten). Dann wieder schnuppern lassen und der Hund ist auch mit solch 'Behandlung' zufrieden.
Mit Ruhe und Geduld und ein wenig Einfühlungsvermögen kann man wirklich viel schaffen - ohne 'Gewalt'.
LG Siggi

Joy | 08.09.2011, 23:40

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