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Briard - Blog

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Diagnosen

Karina | 21. Januar, 2011 21:42

Sicherlich kann jeder die ein oder andere Geschichte über Diagnosen erzählen, hier geht es heute um die Diagnose Wachstumsschmerzen = Panostitis bei jungen Hunden. Seit ca. 17 Jahren beschäftige ich mich zwangsläufig mit den Skeletterkrankungen bei Hunden. Seitdem begegne ich regelmässig jungen Hunden, Welpen, die mehr oder minder stark, meistens vorne, humpeln.

Fragt man nach waren die Halter mit ihrem Welpen schon fast immer beim Tierarzt, es wurde oft geröntgt ohne das was zu sehen war und dann wurde immer die ominöse Diagnose Wachstumsschmerzen gestellt. Immer wurde gesagt, dass sich das Humpeln wieder gäbe, spätestens wenn sie erwachsen wären, die Welpen bekamen ein Schmerzmittel, den wenigsten wurde Leinenzwang/körperliche Schonung empfohlen. Die humpelnden Welpen tollten weiter mehr oder minder munter durch die Gegend, fast immer grosse Rassen, Labradore, Sennenhunde, Schäferhunde, Retriever, Molosser, Boxer, Doggen, grosse Mixe.

Immer, wirklich immer stellte sich irgendwann bei diesen Hunden heraus, dass sie ED und oder HD hatten, viele wurden dann operiert. Fast immer zu spät, denn die Gelenke waren schon stark geschädigt.

Auch wieder ganz aktuell erlebt: 5-6 Monate alter vorne beidseitig humpelnder Labrador, der natürlich stundenlang durch den Schnee toben durfte, er bekam Metacam, auf den Röntgenbildern wäre nichts zu sehen. Panostitis ist übrigens beim Röntgen zu sehen Tongue out. Dem Halter wurde dringend davon abgeraten, von seinem Tierarzt, in eine Tierklinik zur weiteren Diagnostik zu gehen, da in den Kliniken angeblich jedes Röntgenbild über 80 EUR kosten würde. Ich habe vor 2 Jahren für das Röntgen von Hoshis Gelenken in einer Tierklink für jedes Bild 20 EUR bezahlt.

Jedenfalls hab ich den Halter über ED und die wahren Preise aufgeklärt und er ist dann tatsächlich in eine Tierklinik gegangen, wo der Welpe umgehend an beiden Ellbogengelenken wegen schwerer ED operiert wurde, HD wurde dort beim Röntgen übrigens auch festgestellt.

Soviel zu der Pseudodiagnose Wachstumschmerzen Tongue out. Übrigens hat keiner meiner Hunde jemals als Welpe gehumpelt (ausser Merlin mal kurz bei einer Zerrung) noch haben sie je diese ominösen Wachstumsschmerzen gezeigt.

Ich halte diese Diagnose für reinste Quacksalberei! Und sie hat schon viel Unglück über Hunde und ihre Halter gebracht. Unvergessen Senta, der dadurch eine grossartige Karriere als Rettungshündin verwehrt blieb ...

Wie sind eure Erfahrungen mit diesem Thema?

Karina

Kommentare

[antworten]

Emil wurde auch auf Panositis untersucht. Röntgenbilder waren ohne Befund.
Im Dezember 2010 habe ich erfahren, dass man sogar beim erwachsenen Hund noch auf den Röntgenbildern erkennen könnte, ob er je Panositis gehabt hätte.

Emil | 21.01.2011, 23:12

[antworten]

Hallo Karina, ich muss zugeben dass ich persönlich noch keine Erfahrungen mit Panosteitis hatte, es ist mir aber rätselhaft wie ein Arzt diese Diagnose stellt obwohl das Röntgenbild ohne Befund ist. Scheint wohl wieder so eine Modediagnose zu sein..
Toll das dem kleinen Labbi doch noch geholfen wurde und Danke für diesen Artikel :)

kopfschüttelnd,
Diana

Diana | 21.01.2011, 23:16

Zucht [antworten]

Provokation
Rassenzucht ist Inzucht und Gesc

D | 22.01.2011, 01:48

[antworten]

Wir haben - zum Glück - keine Erfahrungen mit dieser Erkrankung. Leider mussten wir aber immer wieder sehen, dass bereits sehr kleine Welpen Treppen laufen müssen - hoch und runter. Meist humpeln diese armen Kreaturen irgendwann ganz stark. Kenne leider sogar einen Welpen, der operiert werden musste. Habe die Leute mal auf Ihr Verhalten angesprochen. Große Augen! "Waaas, Welpen dürfen keine Treppen laufen??" Tja, sowas kommmt von sowas...leider

Donny und Ricco | 22.01.2011, 09:50

[antworten]

Rassenzucht ist teilweise Inzucht oder war es mal. Gerade seltene Rassen sind besonders stark davon betroffen, z.B. der Toller, und es ist grauenvoll, wie diese Hunde unter ihren furchtbaren Erbkrankheiten leiden müssen. Aber leider wird auch noch immer bei häufigen Rassen gezielt Inzucht und Linienzucht betrieben, um die Hunde möglichst ähnlich zu halten, eine Schande!

Hoshi stammt aus einer verantwortungsvollen Zucht, sein Inzuchtkoeffizient (http://de.wikipedia.org/wiki/Inzuchtkoeffizient) liegt deutlich unter 1%!

Aber auch ohne menschlichen Einfluss kommt es durchaus nicht selten zur Inzucht, bei Streunerhunden deckt der Rüde seine Tochter und die Hündin lässt sich von ihrem Sohn decken, menschliche Moralvorstellungen sind Hunden fremd :-)

VG
Karina *trotz aller Nachteile hat die Rassenzucht auch viele Vorteile*

Karina | 22.01.2011, 22:53

Vorteile [antworten]

Welche?Kann mir keine vorstellen

D | 23.01.2011, 01:44
 
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