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Briard - Blog

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30 Stunden Hölle

Karina | 18. Juni, 2010 17:28

Seit ca. 30 Stunden schreit Hoshi bei jeder Bewegung, Tendenz steigend. Er bewegt sich freiwillig gar nicht mehr, liegt nur im Flur. Legt er sich anders hin, schreit er. Versuche ich mit ihm Gassi zu gehen ist es die totale Hölle. Bei jedem Schritt brüllt er den ganzen Stadtteil zusammen, schmeisst sich ununterbrochen hin, will nicht weiter, oder er rast wie ein Irrer im Kreis und will sich in seinen Rutensansatz beissen, schreiend. Nach jedem Bein heben, was er nur auf Kommando macht, schreit er. Immer wieder kommen Leute aus ihren Häusern gerannt, weil sie glauben, es würde ein Hund zu Tode geprügelt.

An Spielzeug in der Wohnung kaum Interesse, Targetstab clickern ging nur im Liegen, fand er aber gut.

Er rennt an jeder Hauswand lang, um sich daran kräftig zu reiben, er schmeisst sich ins hohe Gras, um sich darin zu wälzen.

Appetit ist normal.

Ich war mit Hoshi eben beim Tierarzt, der so etwas auch noch nicht erlebt hat. Hoshi bekam eine Depotspritze gegen Juckreiz und zum Abschwellen, Temperatur ist 39,2°, aber auch kein Wunder bei dieser innerlichen Hyperaktivität.

Rücken, Rute völlig reizlos, es kann nicht mit der Epidurografie oder seiner Cauda Equina zusammenhängen. Mir wurde angeboten, Hoshi zur Beobachtung in der Klinik zu behalten, was ich aber ablehnte, da es ihn noch mehr stresst.

Beim Flirt im Wartezimmer mit einer hübschen Hundedame konnte sich Hoshi normal bewegen ohne zu schreien.

Bei der rectalen Untersuchung fielen sehr volle, aber nicht übermässig geschwollene Analdrüsen auf, sie wurden ausgedrückt und beim drauffolgenden Probegassi war Hoshi 10 min fast wieder völlig normal!!! Er ging die ersten 100 m völlig normal, hat normal gepinkelt, danach ca. 5 % vom vorherigen Verhalten gezeigt.

Dann wieder in der Praxis fast normal, Weg zum Auto wieder deutlich unruhiger und lauter.

Ich bin dann mit ihm auf die Elbwiesen gefahren, weil er seit 24 h nicht gekackt hat und es war quasi wieder wie vorher. Nur mit der Leine bekam ich ihn vom Auto weg, schreiend rennen, schreiend im Kreis drehen, Schreien nach Pinkeln, Hinschmeissen, nicht weiter wollen, sich zwischen meinen Beinen verkriechen. Einen festen normalen Riesenhaufen hat er gekackt, nicht ohne danach zu schreien. danach rannte er zum Auto um sich davor hinzuschmeissen.

Aus einem Garten kam jemand gerannt, um mutmassliche Tierquälerei zu verhindern, mein Ruf ist jetzt wohl ruiniert.

Er wollte vom Auto nicht weg nach oben, zog dann aber wie ein Irrer, ging relativ geräuschlos die Treppe hoch, um im Flur wieder zu schreien.

Dort liegt er jetzt stark hechelnd wie schon den ganzen Tag, ist auch schwülwarm mit 23°.

Er hat eben 2 Rimadyl bekommen, ich warte noch 2-3 Stunden, bis die Depotspritze wirkt und dann werde ich ihm Valiumtropfen geben in der Hoffnung, diesen Verhaltenskreis zu durchbrechen.

Auf ca. 20 cm Länge und 8 cm Breite sind Kruppe und Rute rasiert und was sein Fell anbelangt, ist Hoshi superempfindlich. Eine Klette an der Pfote und er schmeisst sich hin und geht keinen Schritt weiter. Aber das reicht als Erklärung nicht.

Reicht es als Erklärung zusammen mit einer vollen, aber nicht übermässig vollen Analdrüse? Sie könnte jetzt noch leicht gereizt sein. Die Einstichstelle vom Röntgen ist völlig reizlos. Weil er nur kriechend wie ein Frosch hüpft um vorwärts zu kommen, wird sicherlich auch die Caudastelle stärker belastet und etwas mehr weh tun. Aber nicht bei normalem Gehen.

Bringe ich ihn zum Stehen, steht er bis zu 1 min ganz unauffällig, um dann plötzlich schreiend zu versuchen in die Schwanzwurzel zu beissen und sich hinzuschmeissen.

Ich bin völlig ratlos und mir graut es vor dem abendlichen Gassigang, den ich deutlich vorziehen werde um nicht wieder mit seinem Geschreie die gesamte Nachbarschaft mitten in der Nacht zu wecken.

Kann es eine Kombination aus allem sein? Hat sich in so kurzer Zeit ein teuflischer Verhaltenskreis aufgebaut?

Warum war er nach dem Ausdrücken kurze Zeit wieder fast normal und warum hielt das nur 20 min an?

Verzweifelung, es ist die Hölle seinen Hund ständig schreien zu hören, nicht zu wissen, was er hat und ihm nicht wirklich helfen zu können ....

Karina

Kommentare

Verzweiflung , [antworten]

habe dir über den Chat geschrieben
D

D | 18.06.2010, 22:23

[antworten]

Fast genauso, nur ohne Schreien war es bei Emil als er die Naht am Hintern hatte und der Rutenansatz geschoren war. 1000mg Novalgin hatten keinerlei Wirkung, Morphium auch nicht, nur Valium hatte geholfen. Versuche es!
Emil hat sicher gestern ein Atherom auf der Rute aufgebissen, beim Verbandswechsel schreit er seit gestern auch alles zusammen...

Emils Frauchen | 18.06.2010, 22:54
 
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