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Briard - Blog

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Spielen nach Fressen?

Karina | 11. November, 2008 22:43

In der Diskussion um erhöhte Fütterung kam auch das Thema "Spielen nach dem Fressen" auf.

In beiden schon zitierten Studien gibt es keine Zusammenhänge, eher im Gegenteil, 2 Drittel der Hunde waren im Ruhezustand bzw. haben sogar geschlafen. Ich persönlich überblicke ca. 40 Fälle von Magendrehung ganz genau und dabei kann ich mich an nur 2 Fälle erinnern, in denen sich der Hund besonders bewegt oder gar gespielt hat, sie waren fast alle in Ruhe. Auch Merlin ging nur 7 m vom Fressnapf weg ins Schlafzimmer und dort ging es nach einigen Minuten los. Hingegen waren etliche der Hunde vorher auf einem Grillabend und wurden dort dermassen unkontrolliert gefüttert/gemästet, dass sie in der Nacht im Schlaf eine Magendrehung bekamen.

Wer kennt es nicht, diesen enormen Energieschub von Welpen nach dem Fressen? Cool Wie die Irren rasen sie umher und müssen unbedingt bespasst werden. Und der Halter bekommt Sorgenfalten auf die Stirn, weil er Angst vor einer Magendrehung hat und "zwingt" die Welpen trotz ihres Energieschubs in den Ruhezustand.

Bei Hoshi war ich deutlich gelassener als noch bei Merlin und Dojan. Zum einen bekommen Welpen so gut wie nie eine Magendrehung durch ihre besondere Anatomie, zum anderen bekam zumindest Hoshi 4 Mahlzeiten am Tag, eine Überdehnung kann dadurch kaum entstehen.

Ja, ich habe Hoshis Energieschub genutzt und ihn bespasst, aber keine wilden Bewegungsspiele, sondern eher Kuschelspiele oder Knabberspiele. Lästigerweise hatte er den grössten Energieschub nach der letzten Mahlzeit des Tages Tongue out. Und während ich schon im Bett lag und eigentlich so langsam schlafen wollte, im sicheren Wissen in spätestens 5 Stunden aufstehen zu müssen, um entweder Gassi zu gehen oder zur Arbeit zu fahren, war Hoshi in Höchstform, manchmal eine knappe Stunde lang. Frown

Nach einigen Monaten liess es von alleine nach und jetzt mit 10 Monaten ist Hoshi nach den Mahlzeiten deutlich ruhiger. Je nach Tageszeit und/oder vorherigem Auslastungsgrad beginnt er relativ sofort nach der Mahlzeit seinen Verdauungsschlaf oder er beschäftigt sich noch 10-15 min mit sich selbst, knabbert an einem alten Knochen, an einem Quietschi (vor allem nachts!) oder einer Plasteflasche. Dabei bewegt er sich kaum, wechselt höchstens mal recht gemächlich den Platz. Nach der letzten Mahlzeit des Tages kommt er meistens noch mal zum Kuscheln solange ins Bett, bis ich das Licht ausmache (aber das ist ein anderes Thema Cool).

Merlin und Dojan haben mit ca. 1-1,5 Jahren von sich aus nach den Mahlzeiten eine Schlafstelle aufgesucht. Was auch Hoshi mir zeigt(e), halte ich für ein ganz normales instinktgesteuertes Hundeverhalten und da mische ich mich möglichst wenig ein. Aber natürlich animiere ich ihn auch nicht, in dem ich z.B. mit ihm nach dem Fressen raus gehe oder zum Hundetreff fahre.

Auf 2 Sachen achte ich sehr restriktiv:

- Meine Hunde werden immer zu Zeiten gefüttert, wo gewährleistet ist, dass sie in den 2 Stunden danach unter menschlicher Aufsicht stehen. Nie würde ich einen Hund innerhalb von 2 Stunden nach einer Mahlzeit alleine lassen! Ein grosser Teil der mir bekannten Hunde, die an der Magendrehung gestorben sind, waren nach der Mahlzeit alleine im Zwinger. Und nie würde ich nachts einen Hund aus dem Schlafzimmer aussperren, das hat Merlin seinerzeit das Leben gerettet!

- Meine Hunde werden immer spätestens 2 Stunden vor Verlassen der Wohnung gefüttert, das bedeutet auch manchmal, etwas improvisieren oder früher aufstehen zu müssen.

Danach richten sich die Fütterzeiten meiner Hunde, nicht nach der Uhr, und bisher sind alle meine Hunde prima damit zurecht gekommen. Ich lasse notfalls lieber eine Mahlzeit ausfallen und fütter in den Tagen danach etwas mehr.

Und natürlich ist das erste, was ich seit Merlins Magendrehung an jedem Urlaubsort mache, die nächstgelegene Tierklinik rauszusuchen, den Weg dorthin und die Telefonnummer.

Und noch was: entweder schlagen sich meine Hunde mit Futter oder Wasser den Bauch voll, beides innerhalb einer Stunde gibt es nicht! Beim Fressen gibt es keinen vollen Wassernapf, erst nach einer Stunde.

Wie handhabt ihr das mit dem Spielen, mit dem Bewegen, mit der Aufsicht nach dem Fressen?

Karina

Kommentare

[antworten]

Guten Morgen Karina,
bei uns lief und läuft alles sehr ähnlich oder gleich wie bei euch ab. Auch wir füttern sehr überlegt und sind nach dem Füttern ausnahmslos immer da. Auch wir lassen lieber eine Fütterung aus, wenn die Vorsichtsmaßnahmen nicht garantiert werden können, wir also z.B. weg müssen
Im Prinzip gibts bei uns relativ feste Uhrzeiten für die Fütterung, diese Zeiten werden aber immer wieder durchbrochen, um sie auch an mögliche Unregelmäßigkeiten zu gewöhnen und das klappt nur leidlich gut.
Eine befreundete Züchterin füttert prinzipiell zu verschiedenen Zeiten (sie barft), weil sie der Meinung ist, dass das der Natur des Hundes entspricht und weil sie damit natürlich die Gewissheit einer größeren Flexibilität in der Tagesgestaltung hat. Schon die Welpen werden daran gewöhnt und fressen immer wenn das Futter serviert wird und nicht zu festgesetzten Zeiten. Allerdings muss angemerkt werden, dass sie diese Möglichkeit dienstlich, also zeitlich hat.

Alle unsere Hunde wollten nach dem Fressen, insbesondere nach der Abendfütterung toben und spielen. Die Welpen natürlich ganz besonders, aber auch die älteren Hunde, bei denen wir zu wenig auf eine diesbezügliche Erziehung geachtet haben. So wuchs Paris mit einer älteren Bassethündin auf, die sicher alles andere als übermäßig bewegungs- und spielfreudig war, aber nach dem Futtern schleppte sie den Kleinen regelrecht aus dem Zimmer raus in den Garten und forderte ihn heftig auf zum Spielen! Da wir uns bei ihm besonders sorgten, versuchten wir das von Anfang an möglichst zu unterbinden und griffen praktisch jedes Mal ein. Auch die beiden Bassetgeschwister wollten immer nach dem Fressen spielen, auch lange nach dem Welpenalter.
Paris hat richtig gelernt, nach dem Fressen (sowohl morgens als auch besonders abends) zu ruhen! Kuscheln, Knochen kauen etc. ja, alles andere ist tabu. Funktioniert hervorragend. Wie im Seniorenheim zieht er sich unmittelbar nach der Fütterung zurück auf seine Matratze oder auf seine (ehrlich gesagt meist unsere) Couch.
Ich weiß es nur von den Bassets, die es nicht gelernt haben: sie zogen sich nach der Fütterung nicht zurück zur Ruhe. Ob es Paris machen würde, wenn er es nicht so gelernt hätte, weiß ich nicht. Er ist allerdings ein eher ruhiger Zeitgenosse und zeigt sich abends nach dem Fressen so richtig "ruhebedürftig" und demonstriert das auch ... im Unterschied zum kleinen Bel Ami, ist klar, der nach dem Fressen meist noch so richtig fit ist. Dann ist jedesmal unsere Kreativität gefordert (Licht abdrehen, gähnen, streicheln, kuscheln, Spielsachen, die ihn munter machen wegräumen usw.)

Also: wir achten bei den Doggen penibel auf Ruhe nach dem Füttern, das Verhalten von Merlin und Dojan, das du beschreibst, können wir eigentlich nur bei Paris bestätigen und bei ihm sind wir nicht sicher, ob es instinktgesteuert oder angelerntes Verhalten ist.

Johannes, Herrchen von Paris und Bel Ami | 12.11.2008, 06:18

[antworten]

Urlaub ohne vorhergehende Tierarztrecherche gibt es bei uns seit der Magendrehung auch nicht mehr. Ein Inselurlaub ohne ortsansässigen TA ist deswegen für uns z.B. tabu.
Auch ich vermeide es, Emil nach dem Fressen alleine zu lassen, was nicht immer so einfach ist. Manchmal fällt eine Mahlzeit deswegen aus oder wir nehmen Emil samt Mahlzeit eben mit und füttern vor Ort.
Emil will immer noch nach dem Fressen spielen, ganz extrem ist es abends. Er darf hier in der Wohnung spielen, keine wilden Rennspiele, aber seine Plüschis werden todgeschüttelt und durchgekaut - und auch entwattiert. Die Qietschies zur Freude aller Beteiligten bis zur Schmerzgrenze malträtiert oder es wird im Liegen am Zerrseil gezerrt. Füttern wir sehr spät, dann sitzt Emil schon mal samt seiner Plüschkatze zwischen uns im Bett und sieht es gar nicht ein, dass seine Spielsequenz an diesem Abend ausfallen soll.
Fressen ohne Wasser geht bei Emil nicht. Emil trinkt immer nach dem Fressen, wehe da steht kein Napf mit frischem Wasser. Dann legt er sich vor den Wasser-Napf und starrt ihn solange an bis er frisch gefüllt wird.
Ja, er hat uns voll im Griff. :-)

Emils Frauchen | 12.11.2008, 09:02

[antworten]

Hallo Hoshi Frauchen,
guten Morgen nach Dresden.
Bei uns läuft das Füttern eigendlich immer gleich ab.
Frühstück; dann nach einer gewissen Zeit raus zum Pipi machen.
Da das Frühstück bei uns ziemlich spät stattfindet bekommt Indi dann erst wieder am Abend etwas.
Am Abend möchte er auch noch gerne den "Wilden" machen. Dazu hat er seinen Bruno das Wildschwein. Tagsüber steht Bruno gaaanz oben im Regal.Abends steht Indi davor und gucke Herrchen an. Merkt der es nicht schnell genug wird gebellt.Dann....kommt das magische Wort; AKTION: der arme Bruno wird geschüttelt und "fertiggemacht",bis Herrchen das Spiel mit dem Wort Feierabend beendet.
Danach wird noch ein bischen gekuschelt, bis Indi in seine Kältekammer, ins Schlafzimmer, in mein Büro oder ins Bad verschwindet.
Ich gehe immer noch mal nachsehen, wo sich der Briard denn niedergelassen hat uns streichele ihn noch mal. Also auch Kontrolle.
Leider trinkt mein Indi zu wenig.
Wassernapf wird völlig missachtet.
Er trinkt nur aus dem Teich oder aus der Giesskanne.
Sorgen macht mir sein zu hoher Harnwert.
Daher wird sein Futter mit ganz viel Wasser versetzt um genügend Flüssigkeit zu bieten.
Ob das O.K. ist, weiss ich nicht, doch vielleicht weisst du oder Emils Frauchen Rat.
ganz Liebe Grüsse Silvie mit Indigo

Indigo | 12.11.2008, 09:23

Hallo Silvie, [antworten]

ich wollt nur anmerken, dass ich solche Geschichten mit dem "nicht trinken" auch kenne.
Nun versetzt du ja das Futter mit Wasser, was nun vermutlich Indi genügt. Bei den "Fällen" die ich kenne, lag es 1x am Napf selbst (Metall), 3x am Wasser selbst: die einen Leute haben das Wasser abkochen, andere kaufen müssen und die dritten nahmen es aus der Regentonne.
L.G.

Mandy & Co | 12.11.2008, 10:23

PS.: [antworten]

Viele Hunde die Nassfutter (also Dose) oder Fleisch bekommen, brauchen sehr viel weniger Wasser (zusätzliche Flüssigkeit)

Mandy & Co | 12.11.2008, 10:26

[antworten]

@Sylvie: Harnstoffwerte von Barfhunden entsprechen nicht den Normwerten der Labore die nach Trofu Hundeblut erstellt werden. Du hast Post. :-)

Emils Frauchen | 12.11.2008, 10:32

[antworten]

Bei uns ist es so, daß es Fressen nach dem Spaziergang gibt. Also morgens Spaziergehrunde, dann Freßchen, dann ist Hund eh schon platt und schläft danach, abends ist es ebenso. Abends gibts so um 20 Uhr Essen, dann wird geschlafen, bis zur nächtlichen Pipirunde. Mittags spielen wir erst und gehen Pipi machen, dann gibts Freßchen und danach wird wieder gelegen. Das hat bei allen drei Briards bisher prima geklappt, es gab noch nie Probleme mit dem Magen. Als Welpe wollte Noelle auch immer toben nach dem Essen, aber da Amelie ja nicht mitgemacht hat, weil die es ja gewohnt ist, nach dem Essen zu liegen, hat sie sich auch schnell dran gewöhnt und macht es jetzt auch so.
Trinken steht immer neben dem Freßnapf, aber Noelle trinkt selten daraus. Wenns was zu knabbern gab, dann ja, ansonsten trinkt sie lieber aus der 1. Pfütze, die wir draußen finden...

LG, Noelles Frauchen

Noelles Frauchen | 12.11.2008, 11:12

[antworten]

Hallo nach Dresden,

Ina gekommt ja z. Zt. noch 4 Mahlzeiten und diese natürlich nur unter Aufsicht, deshalb nicht nach der Uhr...(Schüsseln stehen auf dem Boden!) Nach der Fütterung, geht sie in den Garten um die Geschäfte zu erledigen und dann kommen meistens die närrischen Minuten! Wenn es zu BUNT wird, hole ich sie rein, aber dann werden für einige Minuten die Spielsachen todgeschüttelt. Fressen ohne Wasser geht nicht (Trockenfutter). Da sie eigentlich zu wenig trinkt, bekommt sie nach Spaziergänge/Hundeplatz etwas Karottensaft mit Wasser.

LG Uschi & Ina

Ina | 12.11.2008, 21:24

Wasser [antworten]

Also nicht, dass ihr denkt, mich würde dürsten :-)

Ich bekomme immer sehr feuchtes oder gar nasses Futter, aber zur Mahlzeit ist der Wassernapf nur höchstens halb voll und das reicht auch.
Später wird er dann wieder ganz voll gemacht, ich bin nämlich ein Vieltrinker.

Wüffchen
Hoshi

Karina | 12.11.2008, 23:57

Doggenbesuch [antworten]

Nu habt ihr es geschafft:
Heute kam eine mir unbekannte und knapp ein Jahr junge Dogge in Pension und kaum gings zur Fütterung, fing ich doch das grübeln an, als Kay mich fragte: "frist sie erhöht oder unten?"
Klasse, dachte ich so bei mir! Darüber würde ich normal nie nach denken und den Napf runter stellen. Aber was weiß ich, wie die es zu Hause machen und sie es gewohnt ist...
Spielen wollte sie auch nach dem Fressen und dass, obwohl sie vorher genug Zeit dafür hatte...
Nu hab ich den Salat!
DANKE!
;))

Mandy | 13.11.2008, 01:02

Bijou hat immer Hunger ;-) [antworten]

Wir füttern ja überwiegend vegetarisch und füttern deshalb mindestens 2x pro Tag, immer unregelmässig. Manchmal füttern wir auch nur einmal, manchmal 3x. Es gibt vegetarisches Trockenfutter, manchmal gemischt mit normalem Trockenfutter (Huhn oder Rind).
Wir achten immer auf mässige Portionen. Niemals den Magen überdehnen.
Einen Knochen (Kalb oder Rind, z.B. Kniescheibe) gibt es 1-2x im Monat.
Um Krankheiten vorzubeugen, gibt es grundsätzlich KEIN Schweinefleisch und KEIN Truthahn aus Mastbetrieben.
Mein Bordercollie ist so 14,5 Jahre alt geworden und war 3x in diesen Jahren beim Tierarzt, wobei er das letzte Mal eingeschläfert werden musste.
Trinken wird immer vom Füttern getrennt.
Aktiv ist Bijou immer vor dem Füttern, je nachdem fällt dann auch mal eine Mahlzeit aus. Hunde können sehr gut damit umgehen.
Ansonsten gibt es immer dass, was es gerade zum Essen gibt. Viel Kartoffeln mit versch.Käsesorten, Leinöl und (gekochten) Eiern.

LG Bijous Cheffes

Bijou | 14.11.2008, 10:14
 
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