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Leinenzwang - Ja oder Nein?

Karina | 04. November, 2008 21:51

Von ahility.de wurde die Diskussion über Leinenzwang angestossen. Ich hab lange überlegt, ob ich mich daran beteilige, aber da jetzt schon die ersten Intoleranzen auftauchen, mach ichs doch Cool.

Ja, ich achte durchaus darauf, dass meine fast ausschliesslich freilaufenden Hunde weder Mensch noch Tier belästigen, aber ich achte dabei genauso auf meine Rechte und auf die Rechte meiner Hunde! Ich bin als Hundehalter nicht der Fussabtreter der Nation, nicht der Prügelknabe von Leuten, die meinen, ihre asozialen Einstellungen an mir und meinen Hunden austoben zu müssen!

Und ich verbiege mich als hundehaltender Mensch nicht, bis ich mich wie ein elender Wurm am Boden krümme und um weitere Tritte bettel!

Ich gwähre gerne Rücksicht, aber ich gewähre keinen Deut mehr Rücksicht als mir und meinen Hunden entgegengebracht wird!

Ja, Hoshi ist mir bisher 2 mal im Spiel mit einem anderen Hund ausgebüxt und mit diesem zusammen zu einem angeleinten Hund hingerannt, deren Halter davon nicht begeistert waren. Sicher verstehe ich das und habe mich auch dafür entschuldigt, aber ich krieche deswegen nicht zu Kreuze und lasse Hoschi deswegen nicht mehr von der Leine! Hoshi hat nur kurz geguckt und ist wegen der aggressiven Reaktionen wieder sofort zu mir gekommen. Mir hingegen sind meine angeleinten Hunde schon von freilaufenden Hunden zusammengebissen worden, sie wurden schwer krank an der Leine immer wieder attackiert. Diese Statistik fällt eindeutig zu meinen Gunsten aus.

Wer kann mir denn die Garantie geben, wenn ich meinen Hund immer sofort anleine, wenn ein angeleinter Hund am Horizont auftaucht, dass meine angeleinten Hunde nie wieder ernsthaft attackiert und gebissen werden?

Ja, Hoshi hat bisher 2 mal Menschen angesprungen, die davon nicht begeistert waren, einen Pfotenabdruck auf der Jacke zu tragen. Ich habe mich auch bei denen entschuldigt und ihnen die Reinigungskosten angeboten. (Generell ein schwieriges Thema, weil Hoshi noch immer von 90% der Menschen ermutigt wird, sie anzuspringen Frown)

Auch ich fühle mich durch sehr, sehr viele Menschen stark belästigt, Menschen, die überall Glasscherben und nicht abbaubaren Müll hinterlassen oder vollgeschissene Kinderwindeln, Menschen, die wie Irre durch die Strassen rasen, Menschen, die die Fusswege vollkotzen, Menschen, die hier nachts besoffen rumkrakeelen, Menschen, die mir mein Auto zerkratzen und zerbeulen, Menschen, die um den Jahreswechsel herum (fing gestern schon an) Knaller und Böller in die Luft jagen, Menschen, die an unseren Zaun pinkeln, Menschen, die mich auf ihrem "Bike" fast umfahren, Menschen, die meinen Blog zuspammen, Menschen, die meinen Email-Account vollmüllen, Menschen, die mir am Telefon was verkaufen wollen, Menschen, die mich auf der Autobahn durch irrsinniges Fahren in Lebensgefahr bringen und und und. Warum kann ich von diesen Menschen keine Rücksicht auf meine Bedürfnisse, auf mein Wohlbefinden erwarten, soll aber andererseits dienstbeflissen und demütig wegen dieser Menschen bei der geringsten Missfallensäusserung den Freiraum meiner Gefährten, meiner Hunde massiv einschränken???

Werde ich durch all diese Menschen nicht mehr belästigt, wenn ich meine Hunde auch in der Stadt nicht mehr von der Leine lasse? Wer gibt mir die Garantie dafür???

Nein, Rücksicht und Toleranz ist keine Einbahnstrasse und ich als Hundehalter bin nicht der Depp der Nation!

Karina *mit insgesamt ca. 45 Hundejahren in der Stadt, in denen erstaunlicherweise noch nie ein ominöses Kleinkind mit seinem ominösen Kopf auf ominösen Beton durch einen meiner freilaufenden Hunde geknallt ist. Kindern drohen ganz andere, wesentlich realistischere Gefahren, die Zeitungen sind tagtäglich voll davon* 

Kommentare

GENAU [antworten]

DEM kann ich mich nur anschließen!!!
Und den 100% Hund gibt es nicht, sowie Kinder UND Erwachsene trotz (falls!) guter Erziehung unzuverlässig sind. Aber wen schert das schon? Ein Gesetz für "Kinder sind an der Hand eines Erwachsenen zu führen" und "Radfahrer haben Kennzeichenpflicht" gibt es nicht.
Zu Zeiten wo NIX zuverlässig ist, noch nicht einmal Geldanlagen oder Computer, wird dies als unabdingbares MUSS von einem sozialen Lebewesen verlangt und quasi von Welpenbeinen an vorausgesetzt, so als wären Hunde ansonsten Fehler behaftet falsch hergestellt. Kinder dürfen Fehler machen und müssen NICHT unbedingt daraus lernen. Unsere Vierbeiner hingegen müssen einen Chip tragen, der ihnen die Benimmregeln von vorn herein implantiert.

sich in Rage redend

Mandy | 05.11.2008, 09:08

Genau [antworten]

Verantwortungsvolle Hundbesitzer wissen, wann sie einen Hund an die Leine nehmen und wann nicht. Manchmal ist es eben erforderlich. Wenn mir ein Kleiner Junge/ ängstlicher/ unsicherer Hundebesitzer mit 10 meter ausgelassener Laufleine entgegenkommt, dann geh ich lieber mit meinem Rauhbein aus dem Weg. Aber wenn andereHunde einfach auf uns zugetobt kommen, dann kann ich nur die Leine fallenlassen... Ist immer von Erfolg gewesen. Tja, und was soll ich den Menschen sagen, die sich genötigt sehen mein Dreibein zu bedauern? Ihn ansprechen, sich über ihn beugen und wundern warum er dann manchmal in seine Leine springt? Ich geh in die Hundeschule um gutes Benehmen zu lernen und die Meckerer haben einen Freibrief.
LG Roki der Lernende

Roki | 05.11.2008, 13:21

Leinenzwang Ja o. Nein? [antworten]

Ich bin auch der Meinung, dass der Hundehalter/besitzer selbst entscheiden muss, wann der Hund an der Leine zu führen ist und wann nicht. Immerhin wird ja bestimmt jeder seinen Hund so gut kennen um das einschätzen zu können. Ich wäre auch dafür, dass Leute die keinen Hund haben auf gewisse Verhaltensweisen von Mensch auf Hund und umgekeht aufmerksman gemacht werden sollten. Speziell auch bei Kindern, da diese ja sehr oft (zum leiden meines Hundes) meinen sie müsstn sie streicheln oder gar an den Ohren ziehen etc. weil sie ja so lieb sind. Hier bin ich übrigens fest davon überzeugt, dass Eltern ihren Kindern beibringen MÜSSEN, dass man nicht einfach auf einen fremden Hund zu laufen und ihn vielleich auch noch angreifen darf. LG

Spaniel-Frauchen | 05.11.2008, 14:21

AUAAhily [antworten]

oder ähnliches schrei ich täglich voll Wut, sehenden Auges und tagträumend möchte ich sie überfahren,
diese "Sportfreeks" denen der Fahradhelm bereits zuviel Sauerstoff entzogen hat. Die meinen ihren Frust beim Hund und/oder besser am Halter in fäkalsprachgestümmel von sich geben zu müssen, um im nächsten Moment VORBILDLICH ohne Licht vom Fussweg runter und über die nächste Rotampel zu rasen! Joggern möchte ich sagen: Klar gehört der Hund an die Leine, da ihr erst auf ihn zu und dann feige weg rennt, statt auszuweichen. Ich versteh dieses neumodische Handeln durchaus: Wir haben zu unserer Zeit auch nicht am Strassenrand wild hechelnd Abgase einatmen müssen, sondern sind in Parks gejoggt. Dem Gehirn fehlt halt irgendwann der Verstand (= vernünftiges Denken & Handeln= logische Denkweise) Und weil man euch nicht an die Leine legen darf, ihr weder Jogger- noch Farrad-Führerscheine machen müsst, permanent mit Frust & Hass & Rage belastet seit, schützen wir lieber unsere ausgeglichenen und natürlichen Untiere vor eurem Frustrationssport.
Ihr könntet einem beihnahe leid tun. Aber eben nur beinahe. Es gibt zu viele von euch und nur Minderheiten werden bemitleidet. Eine zwar gesunde, leider aber emotional (es sei den Wut ist gemeint) verkrüppelte, egoistische Menschheit wird weiter vererbt und breitet sich aus, in rasender Geschwindigkeit, wie manche Klettenart an den Elbufern. Ahility, sorry Hatschi meinte ich wohl...

Mandy | 06.11.2008, 00:35
 
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