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Briard - Blog

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Das Eichhorn

Karina | 15. Oktober, 2008 10:56

 

Eichhörnchen

Heißa, wer tanzt mit mir?

Lustig und munter!

Kopfüber, kopfunter

Mit Manier!

 

Immerfort

Von Ort zu Ort,

Jetzo hier,

Jetzo dort! Hopp!

Ohne Ruh, ohne Rast,

Vom Zweig auf den Ast,

Vom Ast auf den Wipfel hoch in die Luft,

Im Blättersäusel und Blüthenduft!

 

Immerzu

Ohne Rast, ohne Ruh!

Heut ist Kirms und heut ist Ball!

Spielet, Drossel, Nachtigall,

Stieglitz, Amsel, Fink und Specht,

Pfeift und geigt und macht es recht!

Ich bin ein Mann,

Der tanzen kann.

 

Hänschen Eichhorn heiß' ich,

Was ich gelernt hab', weiß ich.

Kommt der Jäger in Wald hinein,

Will mir kein Vogel singen;

Hänschen läßt das Tanzen sein,

Tanzen, Hüpfen und Springen;

Hänschen schlüpft hinein zum Haus,

Hänschen schaut zum Haus heraus,

Hänschen lacht den Jäger aus.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben: Kinderlieder, Hildesheim/New York 1976

Das Eichhörnchen

Warum gibt uns die Betrachtung unseres heimischen
Eichhörnchens so viel Vergnügen? Weil es als die höchste Ausbildung seines Geschlechtes eine ganz besondere Geschicklichkeit vor Augen bringt.

Gar zierlich behandelt es ergreiflich kleine appetitliche Gegenstände, mit denen es mutwillig zu spielen scheint, indem es sich doch nur eigentlich den Genuß dadurch vorbereitet und erleichtert.

Dies Geschöpfchen, eine Nuß eröffnend, besonders aber einen reifen Fichtenzapfen abspeisend, ist höchst graziös und liebenswürdig anzuschauen.

Johann Wolfgang von Goethe

Das Eichhorn

O allerliebstes Eichhorn!
Schon lang steh' ich vor deinem,
Dir unbequemen Käfig,
Und kann nicht satt mich sehen
An deinen raschen, holden
Bewegungen und Spielen.
Ich möchte gern dich streicheln,
Doch fürcht' ich deine Zähne,
So scharf, so fein, wie Nadeln.
Nicht ich fürwahr, o Eichhorn,
Hab' dich in dies Gefängniß
Gesperrt; ich säh' viel lieber
Dich auf den hohen Gipfeln
Der nahen Bäume hüpfen
Mit Vögeln in die Wette.
Ich möchte gern dein Nest sehn
Mit seinen bald geschloßnen,
Bald offnen Thüren, daß ja
Kein rauher Wind die zarten,
Noch unbedeckten Kinder
Mit kaltem Hauch berühre.
O glücklich Thier! Bewohner
Von zweien Elementen!
Die Erde beut zur Nahrung
Auf niedrigen Gesträuchen
Die Fülle dir der Früchte
Und klaren Thau auf Blättern;
Und deine Freuden findest
Du auf der Eiche Gipfel
Im hohen Reich der Lüfte.

Elisabeth Kulmann (1808-1825)

An Laurens Eichhörnchen

O, Tierchen, das mit Munterkeit
Vor meines Mädchens Fenster springet
Und dem sie selbst voll Sorgsamkeit
Im weißen Händchen Futter bringet,

Das Sprünge macht wie Pantalon
Durch seine Späße sie vergnüget
Und seiner Drolligkeit zum Lohn
Von ihr geliebt im Schoße lieget,

Das an ihr hängt, dem Busen nah,
Und ihre Rosenwangen lecket
Und das oft viele Reize sah,
Die meinem Späherblick verstecket.

Sonst bin ich wohl vom Neide frei,
Doch hier da muß ich dich beneiden,
Sie koset dich und liebt dich treu,
Bei mir verhöhnt sie meine Leiden.

O lächelte mir doch das Glück,
Ließ einen Tag mich in dich fahren,
Denn mich begnügte nicht ein Blick,
Sie würde Ledas Los erfahren.

Novalis
Friedrich von Hardenberg (1772-1801)

Die zwei Wurzeln

Zwei Tannenwurzeln groß und alt
unterhalten sich im Wald.

Was droben in den Wipfeln rauscht,
das wird hier unten ausgetauscht.

Ein altes Eichhorn sitzt dabei
und strickt wohl Strümpfe für die zwei.

Die eine sagt knig, die andere sagt knag.
Das ist genug für einen Tag.

Christian Morgenstern

Grau und rot

Ein verirrter Esel lachte
sich im Walde beinahe tot,
denn vor ihm auf einem Baume
saß ein Eichhorn, feuerrot.

Brüllend, prustend, quiekend, kichernd
rief er: „ So was sah ich nie!
Ha! I-a! Wie ist das komisch!
Rote Haare hat das Vieh!“

Lassen wir den Esel kichern!
Das gescheite Eichhorn spricht:
„Über rote Haare lachen
nur die Esel!“ – Oder nicht?

Zibigniew Lengren

Kommentare

Das Eichhorn [antworten]

Ja ich erkenn mich wieder!
Die Haarfarbe stimmt (viel grau zum rotbraun inzwischen), die Unruhe und das "hüpfen" und na ja, graziös & liebenswürdig...
... hättest du nicht extra so hervorheben müssen. Da werd ich rot ;)

Mandy | 15.10.2008, 11:43

[antworten]

Tolle Bilder!
Könnt Ihr was zur Geschichte der Fotos erzählen?

Anne-Kathrin | 15.10.2008, 11:59

Ziegen [antworten]

Spitzen Bilder, will ich auch können !!!
Aber ein Eichhörnchen ist doch (rot)braun, oder? Dies hier dürfte ein "Grauhörchen" sein (fehlenden "Püscheln" an den Ohren), das aus nordamerikanischen Gefilden stammt und "unser" europäisches Eichhörnchen "vertreibt". (Wir hatten erst diese Woche eine Diskussion bei uns im Ort darüber ;-) )

PS: Wo und wie hast du das Hörnchen fotografiert?

Walter | 15.10.2008, 12:37

Fotos [antworten]

Hi Walter, hi Anne-Kathrin,

danke!
Ja, es ist ein amerikanisches Grauhörnchen.
Die Fotos hab ich am 7.6.2006 in London im St. James Park gemcht.
http://briard-blog.de/blog/post/1/153
http://briard-blog.de/blog/post/1/156
Kamera war noch eine Digiknipse, eine alte Nikon CP 5700, Makromodus.
Ich kniete vor der Parkbank im Dreck und meine Mutter opferte ihr Croissant :-)

VG
Karina
Muss wohl noch mal in alten Fotos wühlen :-)

Karina | 15.10.2008, 13:33

[antworten]

Ha, da hab ich dann doch ganz gut aufgepasst :-D

Bild Nr. 5 ist so gut! Wie es genüsslich ins Croissant beißen will - super!

Walter | 15.10.2008, 13:38

[antworten]

Wow, da kann ich auch nur sagen: Kompliment zu den Fotos!

Prado liebt Eichhörnchen auch. Immer wenn er eins im Wald entdeckt, springt er ihm nach und versucht dann auch auf den Baum zu kommen...aber da ist dann halt für nen Hund sense. ;-)

Gruss, Franziska

Prado | 15.10.2008, 20:32
 
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