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Briard - Blog

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Hohlköpfe

Karina | 30. Juli, 2011 18:16

Warum kann ich mich nicht immer beherrschen, sondern muss manchmal der Versuchung nachgeben, mir diese hohlköpfigen Hundesendungen im Fernsehen anzugucken? Ich sitz dann hier und ärger mich fast zu Tode Tongue out. So wie eben wieder: hohlköpfige Hundehalter haben anscheinend mal so eben ihre Hündin decken lassen, es aber aus lauter Dummheit/Geiz, was auch immer, versäumt, gegen Staupe impfen zu lassen. Einer der Welpen bekam durch eine Staupeinfektion eine massive Gehirnhautentzündung, war sicher nicht beim Tierarzt. Ergebnis: der Welpe ist seitdem schwer körperlich und geistig behindert, landet mit 3 Wochen bei einer ach soooo erfahrenen Hundehalterin, die den Welpen aufpäppelt.

Was wurde diese Hundehalterin nicht gelobt, sooo erfahren, weil sie bereits 3 andere Hunde hat, soooo diesen behinderten Hund liebend. Mittlerweile wurde aus diesem Welpen eine Labradorhündin mit schweren Koordinationsstörungen und halt dieser geistigen Behinderung. Die Halterin sammelt nicht nur Hunde, sondern auch kleine Kinder.  Diese geistige Behinderung äussert sich u.a. darin, dass die Hündin, sonst extrem lieb und schmusig, zur reissenden Bestie wird wenn es um Nahrung geht, bei mehreren Kleinkindern im Haus nicht ungefährlich. Es hat noch keinen Beissunfall gegeben, weil die Hündin konsequent von den Kindern getrennt wird. Sinnvollerweise wurde nun das Fernsehen zu Hilfe gerufen, denn man wolle die Hündin ja nun nicht einschläfern. Ist übrigens so durchs Tierschutzgesetz auch nicht gedeckt.

Jedenfalls wurde dann vor der Kamera mit einer Futterschüssel dieses extreme Verhalten provoziert. Und was sagt diese hohlköpfige ach sooo hundeerfahrene Halterin dazu? Sie hätte schon alles versucht:

- sie hätte die Hündin geschüttelt, aber erfolglos. Ganz super, Beutetotschütteln (der Hund empfindet ein Schütteln als Totschütteln, so wie er es auch bei Beute macht) als Strafe bei einem geistig behinderten Hund

- sie hätte den Schnauzengriff versucht, aber nicht geschafft. Logo, einem Hund, der mir ernsthaft alle seine 128 Zähne zeigt, würde ich auch nicht über die Schnauze fassen wollen Tongue out

- sie hätte sich auf die Hündin draufgesetzt!!! Ganz lange, mit ihren geschätzen 75 kg auf eine 20 kg-Hündin, hätte lange draufgesessen, hätte aber noch länger drauf sitzen müssen, denn es hätte keinen Erfolg gezeigt. Der dümmlich grinsende Moderator lässt diese massive verbotene (!!!) Misshandlung (!!!) einfach so im Raum stehen!!!

Keine der erzählten Misshandlungen wurde kommentiert, sie wurden quasi als empfohlene Erziehungsmassnahmen im Raum stehen gelassen, muss ja richtig sein, wenn eine sooo erfahrene Hundehalterin dazu rät und der Moderator nix dazu sagt.

Ich möchte nicht wissen, wieviele ebenfalls hohlköpfige Zuschauer zukünftig ihren Hund schütteln oder sich auf ihn drauf setzen, wenn er eine normale Futteraggression zeigt Tongue out.

Wohlgemerkt, es handelt sich um eine geistig behinderte Hündin, leider hat nicht mal der hinzugezogene Tierarzt das so deutlich formuliert, und da mit Strafe zu arbeiten ist noch hohlköpfiger als bei gesunden Hunden.

Bleibt nur noch die Frage, ob diese Halterin auch ein geistig behindertes Kind misshandeln würde, weil es nicht lesen und schreiben lernen kann.

Karina

"Hundeflüsterer"

Karina | 09. Mai, 2011 20:55

So langsam inflationiert der Begriff "Hundeflüster", jeder daher gelaufene Hundequäler schmückt sich mittlerweile damit. Auch diese verurteilte "Hundeflüsterin" liess sich gerne so nennen. Immer wieder verbreiten sie ihr Unwissen weltweit, immer wieder finden sie eine Plattform Tongue out.

Vom ersten Tag an bin ich Abonnentin der deutschsprachigen Ausgabe von National Geographic, seit 12 oder 13 Jahren, aber als in einer der letzten Ausgaben der wegen seiner gewaltätigen Methoden und seines dümmlichen Dominanzgefasels äusserst umstrittene Cesar Millan dort eine Plattform bekam, er anscheinend sogar von denen unterstützt wird, habe ich ernsthaft überlegt, das Abo zu kündigen.

Und dann fand ich heute zufälligerweise von einem weiteren sogenannten "Hundeflüster" einen offenen Aufruf in einer der grössten Zeitungen zur Misshandlung von Hunden!

Der Hund springt Leute an: kräftig rempeln oder schlagen.

Der Hund zerrt an der Leine: schlagen

Der Hund rennt draussen weg: schlagen

Der Hund zerbeisst Schuhe: auf die Schnauze schlagen

Hunde brauchen einen ruppigen Umgang, keine Leckerlis, kein Streicheln

Ich bin fassungslos, mir ist übel! Wie krank muss man(n) sein, um seinen Hund zu schlagen? Kann man davon ausgehen, dass solche Typen auch ihre Frauen und Kinder schlagen? Mögen ihnen die Hände abfaulen!!!

Karina

Briardtypisch

Karina | 11. April, 2011 01:28

Wieso hab ich eigentlich immer so völlig untypische Briards??? Cool Warum steht schon wieder auf der offiziellen Briardclubseite so ein Unsinn wie "Briardtypisch zeigt sie sich Fremden gegenüber zuerst einmal sehr mißtrauisch". Dem Verfasser dieses Unsinns sollte ich mal Hoshi auf den Hals hetzen Cool, dann weiss er, wie sich ein typischer Briard Fremden gegenüber wirklich verhält Tongue out . Merlin und Dojan waren da nicht anders, wenn sie auch nicht so extrem waren wie Hoshi, der jeden Menschen, auch fremde, erstmal toll, interessant, spannend findet, zutraulich und sehr freundlich auf jeden Menschen zugeht, der immer wieder von mir gebremst werden muss, weil es leider nicht alle Menschen toll finden, von ihm freundlich begrüsst zu werden Cool.

Was machen eigentlich die ganzen offiziellen Briardclubler mit ihren Briards, dass ihre Hunde gegenüber Fremden sehr misstrauisch sind??? Klassischer Fall von selbsterfüllender Prophezeiung? Machen sie das absichtlich, weil sie es toll finden? Der Briard, ein verkappter Kampfhund? Treffen ihre Hunde ausschliesslich auf Ausstellungen auf fremde Menschen, weil sie ansonsten komplett isoliert gehalten werden? Erwische ich immer Briards mit Retrievergenen? Cool Lande ich zufällig immer bei Ausnahmezüchtern, die auch auf Menschenfreundlichkeit züchten?

Ich kapier es einfach nicht und werde es wohl nie kapieren ...

Kann mir das bitte mal jemand erklären???

Karina

Bin ich blöd

Karina | 06. März, 2011 17:59

Bin ich blöd! Warum bin ich eigentlich nie auf die Idee gekommen, meinen Lebenslauf so frech zu schönen?

Warum hab ich nicht aus den 6 Wochen Krankenpflegepraktikum in der Uni-Frauen-Klinik eine mehrmonatige berufliche Zusammenarbeit mit derm damaligen Ordinarius Pro. Dr. Dr. Semm (der, der quasi die Bauchspiegelung bei Frauen erfunden hat) gemacht?

Warum hab ich nicht aus meiner Famulatur (klinisches Praktikum) im Bundeswehrkrankenhaus einen Einsatz im Auftrag der Bundesregierung gemacht?

Warum hab ich nicht aus meinem Praktischen Jahrteil bei Prof. Dr.  Habseinennamenvergessen eine berufliche Station gemacht?

Warum hab ich mich nicht vor dem letzten Staatsexamen gedrückt und mich einfach nur Medizinerin genannt? (Ok, Medizin- und Jurastudium sind diesbezüglich nur schwer vergleichbar Cool)

Warum hab ich nicht in meinem Lebenslauf aus der Examensnote Befriedigend ein Prädikatsexamen gemacht?

Warum hab ich nie aus meinen Beiträgen in Schülerzeitungen, Hundezeitschriften, Tageszeitungen etc. eine Tätigkeit als freie Journalistin gemacht?

Und natürlich hätte ich meine zahlreichen Besuche auf der Akropolis in Athen sicherlich auch als langjährige multikulturelle und internationale Zusammenarbeit mit den Göttern des Olymp vermarkten können.

Aber, ich heisse ja nicht von und zu Guttenberg! Und wenn man nicht so heisst, macht man sowas auch nicht Tongue out. Bin ich blöd, was für eine Karriere hätte ich mit solch einem gefaketen Lebenslauf machen können Innocent

Karina *schon gehört? Guttenberg hat einen neuen Job, in einem grossen deutschen Regallager. Er arbeitet dort jetzt als Hochstapler*

 

PS: Ich schäume vor Wut!!!! Nicht darüber, dass mal ein jämmerlicher Hochstapler und Betrüger erwischt wurde, sondern dass er von so vielen Leuten, auch hochrangigen Politikern dermassen noch in Schutz genommen wird und seine Kritiker infam geschmäht werden! Und es ist ein Armutszeugnis, dass er zurücktreten durfte anstatt dass er fristlos gefeuert wurde!

Wo waren eigentlich die Facebookgruppen und Demos für die Verkäuferin, die ein Stück 3 Tage alten Bienenstich gegessen hat anstatt ihn wegzuwerfen und der nach über 30 Jahren lupenreinster Tätigkeit deswegen fristlos gekündigt wurde? Oder für den Müllmann, der ein schrottreifes Kinderbett aus dem Müll nahm? Oder für die Sekretärin, die eine Bulette vom Büffet nahm? Oder für die Kassiererin mit den Cent-Pfandbons? Oder für die Altenpflegerin mit der übrig gebliebenen Stulle?

Sollten wir in Deutschland etwa zweierlei Recht und Ordnung haben? Eines incl. Narrenfreiheit für die Reichen und Schönen und eines für den Rest? Eine Zweiklassengesellschaft?

Massgeschneidert

Karina | 01. Februar, 2011 12:38

Manchmal...

kann man gar nicht soviel essen wie man kotzen könnte Cry

Der Dobermann nach Mass ...

Wie unendlich fürsorglich, das Metallgestell noch so schön weich und bequem abzupolstern, der Hund soll ja nicht leiden ... Tongue out

Noch Fragen zum Thema Sozialverhalten des Dobermanns?

Karina

Hunde"experten"

Karina | 22. Mai, 2010 18:55

Ja, es ist grauenvoll, dass gestern wieder ein kleines Kind von Hunden zu Tode gebissen wurde. Warum, wieso werden wir nie genau erfahren.

Wann immer solch eine Tragödie passiert, kommen schnell sogenannte Hunde"experten" zu Wort. Merkt euch mal, ihr Pressefritzen, nur weil einer eine Hundeschule besitzt und sich selbst Hundeexperte nennt, heisst das bei weitem nicht, dass es sich bei solchen Leuten wirklich um jemanden handelt, der mehr als nur eine grobe Ahnung von Hunden oder der sich gar weitergehend und v.a. mit den neusten Erkenntnissen der Hundeverhaltensforschung beschäftigt hat.

Meistens handelt es sich nämlich um ewig Gestrige, die ihre Schwanzlänge über die Anzahl der von ihnen gebrochenen Hundeseelen definieren! So auch in diesem Fall, der gestern in Thüringen passierte.

Sicherlich wurden Hunde früher als Raubtiere bezeichnet, so wie auch Katzen, Grosse Pandas, Adler, Walrosse, Mauswiesel, Krabbenfresser und diverse andere Tiere, aber abgesehen davon, dass zunehmend von Beutegreifern geredet wird: was soll das aussagen? Schüren von menschlichen Urängsten?

Für die wenigsten Raubtiere gehören nämlich Menschen bzw. Kinder zum natürlichen Beuteschema.

Völlig überholt sind die Aussagen dieses "Experten" wie: "Hunde brauchen wieder die richtige, klassische Unterordnung" oder "Das Eiapopeia geht einhundertmal gut. Aber dann geht es schief".

Sicher sehr sinnvoll, einem Hund durch die klassische Unterordnung (es lebe die spriessende Schwanzlänge!) die Seele zu brechen, sie in der ständigen Angst der erlernten Hilflosigkeit dahinvegetieren zu lassen, damit sie irgendwann nach vorne gehen Tongue out. Merke: die allermeisten Hunde beissen aus Angst.

Genauso sinnvoll ist es, seinem Hund vorzuleben, dass Gewalt und unangebrachte Aggression legitime Mittel sind, seine Interessen durchzusetzen Tongue out. Gewalt erzeugt Gegengewalt und richtet sich oft nicht gegen den Verursacher, sondern gegen eine Schwachstelle wie z.B. ein Kind.

Freut man sich fast, dass dieser "Experte" von sich gibt, dass nicht die Rasse eine Rolle bei solchen Attacken spielt, es waren Staffordshire Bullterrier, so geht es weiter, dass auch 4 Dackel ähnliches hätten anrichten können. Sicher, 4 gebrochenen angstaggressiven Dackeln, die tagtäglich richtige klassische Unterordnung erdulden müssen möchte ich auch nicht gegenübertreten Tongue out.

Als dann noch die Worte Jagd- und Beutetrieb fallen ist klar, aus welcher Ecke dieser "Experte" stammt. Wird es nie in diese verbohrten Holzköpfe reingehen, dass es sich bei der Triebtheorie um eine solche handelt, nämlich eine THEORIE und dass diese bereits vor knapp 100 Jahren (!) von dem Erfinder (!) wieder revidiert wurde, weil sie kompletter Quatsch ist?

Verflucht sei der amerikanische Hunde"experte", der in den 40er Jahren diese Theorie als passend für seine Hunde empfand, sie ausbaute und sie den armen Hunden überstülpte, weil sie ja alles so einfach macht.

Man muss sich nicht mehr mit einem komplexen hochsozialen Wesen auseinandersetzen, sondern arbeitet einfach nur die 10-50 Triebschubladen ab Tongue out.

Wann wird dieser Schwachsinn endlich aussterben??? Bei der Legende vom Eisengehalt des Spinat hat es doch auch mittlerweile geklappt.

Karina

Angeblich so ungefährlich

Karina | 29. März, 2010 22:26

Dass ich eine radikale Kastrationsgegnerin bin ausser bei strenger medizinischer Indikation ist sicher hinlänglich bekannt. Und ich werde immer wieder in meiner Meinung bestärkt, ich habe z.B. in der letzten Zeit einige kastrierte Rüden kennengelernt, die keinen normalen Kontakt mit anderen Rüden mehr haben können, weil sie von diesen, egal ob ebenfalls kastriert oder intakt, nahezu ununterbrochen belästigt bzw. bestiegen werden Tongue out. Kein schönes Leben für diese armen Kastraten!

Und jetzt trauer ich um einen jungen Schäferhund, der im Alter von 9 Monaten nicht mehr aus der Narkose für seine Kastration aufwachte. Dabei erfolgte bei ihm diese Kastration in erster Linie aus medizinischer Indikation wegen Hodenhochstands. Vom Welpen an lebte er in seiner Patenfamilie und sollte kurz danach zu der Blindenführhundeausbildung wechseln, um dann als ausgebildeter Führhund einem blindem Freund das Leben zu erleichtern und um dessen mittlerweile alten kranken Führhund die Arbeit abzunehmen, damit dieser in seinen wohlverdienten Ruhestand gehen kann.

Es gibt noch immer ein gewissen Restrisiko bei jeder (!) Narkose und jeder Hundehalter sollte sich gut überlegen, ob er ohne medizinischen Grund, nur aus Bequemlichkeit, das Risiko eingehen will, vorzeitig seinen Hund zu verlieren!

Und immer wieder trifft man auf Pappnasen Deppen Idioten Leute, die ihren Hund aus reiner Bequemlichkeit haben kastrieren lassen, denn eine OP mit Vollnarkose wäre ja sooooo ungefährlich ....

Ein Fluch auch auf die Tierärzte, die verbotenerweise tagtäglich gegen das Tierschutzgesetz verstossen und ohne medizinische Indikation wahllos Hunde kastrieren!

Und auch auf diese Pseudo-Tierschutzorganisationen, die gerne medienwirksam im Ausland Kastrationsaktionen durchführen ohne mal vorher ihr vielleicht doch vorhandenes Gehirn einzuschalten.

Wer nicht bereit ist zu akzeptieren, dass Hunde nicht lebenslang Puppies bleiben, sondern erwachsen werden mit allen Ecken und Kanten, zu denen auch ihre Sexualität gehört, sollte lieber von Hunden die Finger lassen! 

Karina

 

"Im Wald gehören Hunde an die Leine!"

admin | 31. Dezember, 2009 22:54

Es gibt kaum einen Satz, der mich mehr auf die Palme bringt als das pauschale "Im Wald gehören Hunde an die Leine!", aber in dieser Situation aus diesem Munde war es der Gipfel der Unverschämtheit!

Seit vielen Jahren wende ich viel Zeit und Energie dafür auf, dass meine Hunde auch im Wald leinenlos unterwegs sein dürfen, weil sie nicht jagen bzw. zuverlässig abrufbar sind. Angefangen bei der Wahl der Rassen, denn NIE würde mir ein Jagdhund ins Haus kommen obwohl so manche Jagdhunderasse wie z.B. der Spinone Italiano durchaus auf meiner Wellenlänge läge.

Jedenfalls ging ich am Sonntag mit Mutter und Hoshi in einem schönen kleinen Wald in der Nähe in Eckernförde spazieren, Hoshi wie immer leinenlos, denn er bleibt recht zuverlässig auf den Wegen, entfernt sich nur wenige Meter von mir und falls er doch mal durchs Unterholz streift ist er jederzeit abrufbar.

So gingen wir dahin als ca. 100 m vor uns auf dem Weg ein angeleinter Hund mit seinen Haltern auftauchte. Schwarz, Rüde, sah aus wie ein etwas zu kleiner Riesenschnauzer oder zu grosser Mittelschnauzer, irgendein reinrassiger Terrier. Da seine Halter bei Hoshis Anblick sofort in panische Starre verfielen rief ich Hoshi heran, bat ihn sich neben mich zu setzen, was er auch sofort befolgte und leinte ihn an.

Hoshi sass ruhig und entspannt neben mir an lockerer Leine als dann der typische Ruf kam: "Rüde oder Hündin?" Ich: "Ein junger lieber Rüde". Daraufhin wurde der hochgradig leinenaggressive Terrier auf den Hinterbeinen an der Leine an uns vorbeigezerrt, während er ununterbrochen lauthals versuchte, Attacken auf Hoshi zu starten, der nach wie vor entspannt und eher verständnislos neben mir sass.

Kaum war dieses Gespann an uns vorbei, als sich der männliche Part noch mal zu uns umdrehte und rief: "Und ausserdem gehören Hunde im Wald an die Leine!"

Ich gebe zu, ich war wirklich einen Moment ob dieser Unverschämtheit sprachlos!!! MEIN Hund sitzt FRIEDLICH an der LEINE neben mir, während der andere Hund nicht die Spur von Gehorsam oder Sozialverhalten besass und dann sowas.

Als ich mich wieder gesammelt hatte bekamen sie schon deutlich von mir zu hören, dass Hoshi so wohlerzogen wäre, dass er auf den Wegen bleibt, nicht jagt und abrufbar wäre wie sie ja auch hätten sehen können.

Bei meiner letzten Bemerkung, dass solche Hinweise aus dem Mund von Leuten, die anscheinend zu faul und zu unfähig wären, ihren Hund dementsprechend zu erziehen eine Unverschämtheit wäre waren sie wahrscheinlich schon zu weit weg und da ich keine harte sehr laute und deutliche EichhörnchenStimme habe, kam es wohl nicht mehr bei ihnen an, geschuldet meiner "Schrecksekunde", worüber ich mich ein wenig ärgerte, aber der Anblick meiner grinsenden Mutter war ein Ausgleich Cool.

Ich bin nicht dafür, dass Hunde v.a. im Winter sinnlos Rehe hetzen, man sollte aber nie vergessen, dass die mit Abstand häufigste Todesursache für Rehe der Strassenverkehr und 2. der Jäger ist. Prompt hörten wir aus dem Waldgebiet auf der anderen Seite diverse Schüsse von Jägern. Das fanden die Rehe sicherlich voll cool und das war sicher weniger gefährlich für sie als ein leinenloser Briard auf Waldwegen.

Euch allen einen Guten Rutsch!

Karina

PS: Auf der Rückfahrt von unserem Weihnachtsurlaub machten wir einen Zwischenstopp in Lübbenau auf dem Hundeplatz (danke für den leckeren Kinderpunsch!). Beim Gassigehen sprangen plötzlich 3 Rehe ca. 20 m vor Hoshi auf und stoben davon, um in sicherer Entfernung stehenzubleiben und uns anzugaffen. Auf ein recht lautes und energisches Platz-Kommando blieb Hoshi sofort stehen und setzte sich hin (naja, immerhin Cool), er war einige Meter vor mir. Er blieb solange sitzen, dass ich ihn anleinen konnte, auch als die Rehe dann wieder vor uns hin und herliefen, war allerdings recht aufgeregt, seine ersten Rehe Cool so nah.

Ich habe ihn vielleicht etwas früh wieder abgeleint, denn er startete dann sofort durch zu dem Punkt, wo die Rehe zuletzt zu sehen waren, kam aber auf die Pfeife sofort wieder zurück. Doch, ich bin ein bisschen stolz auf mein Hundchen Smile.

Ja, ich weiss, dass es bei manchen Hunden, auch bei Briards extrem schwierig ist, sie am Jagen oder an der Leinenaggression zu hindern, aber 1. sollten man nie resignieren und 2. dann es nicht anderen Hunden missgönnen, dass sie leinenlos unterwegs sein dürfen und zu pöbeln, dass alle Hunde im Wald an die Leine gehören alldieweil es ja bei Hoshi auch so gar keinen Grund dafür gab.

Mobbing beim Hundetreff

Karina | 04. Juli, 2009 20:01

Dass es in der letzten Zeit ein wenig merkwürdig beim Hundetreff war, haben wir euch ja schon erzählt. Leider fängt die entstandene Menschenclique jetzt auch das Mobbing an wie heute deutlich zu sehen war, aber fangen wir mal ganz von vorne an.

Es gibt Hunde, die sind für freie Hundetreffs ohne besondere Regeln, bei denen alle Hunde frei laufen dürfen nicht geeignet. Bei läufigen Hündinnen ist es den meisten Haltern eigentlich so weit klar, aber kein Halter tut seiner Hündin einen Gefallen, wenn sie entweder wegen einer Vaginitis oder wegen eines genetisch bedingten Östrogenüberschusses wie oft bei Labradorhündinnen chronisch läufig riechen und nahezu ununterbrochen von Rüden belästigt oder gar vergewaltigt werden.

Und es ist völlig sinnbefreit, zu solch einem Hundetreff mit seinem kastrierten Rüden zu gehen, der, warum auch immer, chronisch extrem nach läufiger Hündin riecht. Wenn dieser Hund auch noch überhaupt kein Interesse an anderen Hunden, gar an einem Spiel mit anderen Hunden hat, sondern immer wieder von neuen Rüden stark belästigt wird, wäre es doch deutlich intelligenter, mit seinem Hund, sofern man ihn dann liebt und nur das Beste für ihn will, solchen Veranstaltungen fern zu bleiben oder gleich in der initiierten Clique unter seinesgleichen zu bleiben als sich mit einem Regenschirm gegen einen  "neuen" Dackel (!) zu bewaffnen und diesen dann auch lautstark gegen den Dackel einzusetzen. Jedes Mal von den Haltern/Gassiführern neuer Rüden zu verlangen, dass sie ihren Hund wegbringen, anleinen oder gar komplett umkehren, nur damit der eigene Hund, der gar kein Interesse am Hundetreff hat oder vielleicht auch mal lernen könnte sich selbst zu wehren, unbehelligt bleibt, könnte man durchaus als intolerantes, engstirniges, egozentrisches und asoziales Verhalten bezeichnen. Auch Hoshi wurde seinerzeit als "neuer" Rüde schon mal sehr unsanft von besagtem Rüden entfernt und ich angepöbelt, bis Hoshi ihn dann doch recht schnell in Ruhe gelassen hat. Aber nachdem letztes Mal bei der Hundewanderung ein "neuer" Labrador dran glauben musste, war es heute besagter "neuer" Dackel.

Es ist auch völlig sinnbefreit mit einem äusserst kessen knapp 4 Monate alten Welpen, der in der Welpenspielstunde alle anderen Welpen stark deckelt und dominiert, zu solch einem gemischten Hundetreff zu gehen und von anderen Hundehaltern zu verlangen, dass deren Hunde nicht ständig auf die Provokationen dieses Welpen eingehen. Wer Briards hält oder gut kennt, weiss, dass diese gerne etwas lautstark und auch mal robuster mit anderen Hunden spielen. Nicht ohne Grund liebt Hoshi daher besonders molossoide Rassen oder "Kampfhunde". Und es hatte auch einen wirklich guten Grund, dass ich mit Hoshi das erste Mal zum Hundetreff gegangen bin, als er schon über 6 Monate alt war, damit er die Chance hat, sich selbst zu wehren und er hat anfangs viel, sehr viel einstecken müssen, ist aber prima damit klar gekommen. Merkwürdigerweise gab es damals keine Pöbeleien aus der 2. Reihe gegen die anderen Hunde und zu Gunsten von Hoshi, aber wir sind ja auch nicht in der Clique Cool. Es wurde damals noch als normales Hundeverhalten erkannt.

Heute lernte Hoshi die 16 Wochen (!) alte Retriever-Welpin Hedwig kennen, die sehr selbstbewusst durch die Gegend sauste. Dass die Welpin sicher nicht ohne Grund letztes Mal von einer älteren Hündin ständig gedeckelt wurde, wurde da stillschweigend hingenommen, aber die sind ja auch in der Clique Tongue out. Wann immer die Welpin vor Hoshis Nase (!) langsauste, setzte er natürlich hinterher, Rennspiele sind das Paradies für ihn. Sobald ihr es zuviel wurde, auch das ist normal, schmiss sie sich auf den Rücken und kreischte. Selbst für meine Nichthundeohren hörte sich dieses Kreischen nicht echt an und so reagierte auch Hoshi. Kreischen Welpen aus echter Angst/Panik vor ihm, geht er entweder weg oder macht sich ganz klein und wird ganz, ganz vorsichtig, ich kann das nahezu täglich beobachten, erst heute mittag wieder. Da er Hedwigs Kreischen aber nicht ernstnahm, zeigte er sein typisches Briardverhalten, nämlich laute Scheinattacken, damit sie aufsteht und weiterrennt. Spielaufforderung! Da man in solchen Hundegruppen übervorsichtig sein muss, denn viele Hundehalter haben trotz langjähriger/mehrfacher Hundehaltung nicht besonders viel Ahnung von der Fremdsprache Hündisch, nahm ich Hoshi zurück und machte ihm klar, dass er weniger ruppig sein solle. Es hat soweit auch funktioniert, ich brauchte mich dann in der folgenden dreiviertel Stunde nur laut zu räuspern und er drehte ab, wenn sie ihm immer wieder direkt unter der Nase langjagte.

Man sollte meinen, dass wenn sie wirklich Angst vor ihm und seinen Scheinattacken gehabt hätte, ihm gegenüber ins Meideverhalten gegangen wäre oder zumindest einen Bogen um ihn gemacht hätte.

Nichts davon, im Gegenteil! Als wir nach der Badestelle weitergingen und sie ununterbrochen direkt mit Körperkontakt (!) vor Hoshis Nase rumsauste, sie ihn also in Hoshis Augen animierte, ihr hinterher zu sausen, ist es völlig normal, dass er irgendwann darauf einging. Und dann immer wieder das gleiche Spielchen! Sie schmiss sich kreischenderweise auf den Rücken, ich holte Hoshi weg, keine 10 Sekunden später rannte sie wieder unter ihm durch, angstfrei (!) und ich liess ihn dann hinterher rennen. Hunde untereinander verstehen sich viel besser als wir Menschen je Hunde verstehen könnten.

Welpen haben natürlich Narrenfreiheit, ich vergass, und andere Hunde müssen notfalls ununterbrochen gedeckelt werden, falls sie durch die Welpen provoziert werden. Da ich dazu keine Lust mehr hatte, nachdem der Welpe das 20. Mal innerhalb von 2 Minuten unter Hoshi durchrannte, wurde ich von den Welpenhaltern sehr unfreundlich angepöbelt. Als dann noch Pöbeleien aus der 2. Reihe dazukamen, von Leute, die das so gar nichts anging, aber ich bin ja auch nicht in der Clique und Hoshi hatte besagten Rüden ja auch schon mal belästigt Cool, fasste ich den Entschluss, dass es manchmal klüger ist himmelschreiender Dummheit und Intoleranz auszuweichen, schnappte mir Hoshi und wir kehrten um. Uns schloss sich auch noch die Dackel-Gassigeherin an, die verständlicherweise auch keine Lust mehr hatte und Hoshi hatte auf dem Rückweg mit den anderen Hunden, ohne die Clique, viel Spass und keinen Stress. Und beinahe hätte er Max sogar den Ball klauen können Cool.

Fazit: weiss ich noch nicht so genau Cool. Auf diese zunehmende Clique mit ihrer Dummheit und Intoleranz habe ich jedenfalls so gar keinen Bock mehr, schon gar nicht, wenn mein Hund zunehmend gemobbt wird. Von Menschen! Interessant ist, dass in dem einen Jahr, in dem wir beim Hundetreff sind, jede Menge aggressiver Raufer "durchgezogen" wurden, was auch gut so ist, aber ein Hund, der wirklich nur spielen (!) will und dabei seiner Rasse gemäss auch mal typische Hütehundeigenschaften zeigt, wird getreten, geschlagen, angebrüllt. Hoshi wirkt wohl zu lieb und menschenfreundlich, dass diese Leute sich das trauen und mich würde mal interessieren, ob sie sich das auch gegenüber einem kurrenden, zähnchenzeigenden Kangal, Rottweiler oder AmStaff trauen würden Cool-

Wie auch immer meine Entscheidung ausfällt, sie wird zu Gunsten von Hoshi ausfallen, meine Belange sind da zweitrangig, ich hab ein breites Kreuz und kann sehr gut meine Ohren auf Durchzug schalten Cool. Aber ein Hundetreff, bei dem ich Hoshi ständig deckeln muss, ist völlig sinnlos!

Jedenfalls freu ich mich schon auf den 2. August, denn da werden wir zu einem grossen Briardtreff fahren!!!

Karina

PS: Dass sich Briardhalter und Retrieverhalter nicht ausstehen können, ist sicher nicht ganz grundlos Tongue out.

PPS: Und ja, die Antipathie auf den ersten Blick beruht auf Gegenseitigkeit, aber ich habe die Reife, damit umgehen zu können ohne sie gar an einem Hund auszulassen.

PPPS: Herrchen redet ja nicht sooo viel Cool, aber er sagte vor nicht allzu langer Zeit, dass er deswegen nicht mehr mitkommt, weil dort zunehmend merkwürdige und teils asoziale Gestalten rumrennen. Tja ... Viele nette Leute mit netten Hunden sind aus diversen Gründen, Krankeit, Arbeit etc. leider kaum noch dabei.

Pro Coralian.de

Karina | 26. Januar, 2009 10:08

Wir haben gestern leider lesen müssen, dass Anne-Kathrin mit ihrer entzückenden Briardhündin Nele ihren Blog einstellt! Abgesehen von den schönen Fotos, die uns fehlen werden, werden wir besonders die Berichte einer Erstbriardbesitzerin vermissen, erinnerten sie mich doch oft an die gleichen Freuden und Probleme, als ich seinerzeit meinen ersten Briard, den unvergesslichen Merlin bekam.

Paris und Bel Ami haben als erste darüber berichtet und wir schliessen uns ihnen an! Noch herrscht bei uns Meinungsfreiheit und als Besitzerin hat man das volle Recht, über seinen Hund zu schreiben, was man will.

Ich schrieb bereits, Briards sind keine Teddybären und es ist ein langer und mühevoller Weg, sich zu ihrem Wesen durchzukämpfen, aber wenn man es einmal geschafft hat, sind sie die wundervollsten Hunde der Welt! Und bei jedem weiteren Briard wird dieser Weg einfacher.

Wie kann man aber, wenn man selbst seit gerade 9 Jahren mehrere Briards hält, von einer Erstbriardbesitzerin das gleiche Wissen und die gleiche Erfahrung verlangen? Wie kann man dann einer Erstbriardbesitzerin vorwerfen, dass sie noch nicht auf diesem Stand ist, dass sie logischerweise mit Problemen kämpft? Mir wäre es neu, dass Briardwelpen top erzogen auf die Welt kommen.

Und wenn man als Züchter seine Welpen nur an briarderfahrene Halter abgeben will, was hindert einen denn daran? Dass man dann vielleicht nicht genügend Käufer findet? Dann sollte man halt weniger züchten. Abgesehen davon, jeder Briardzüchter war irgendwann auch einmal Erstbriardbesitzer, schon vergessen? Und auch Züchter sind nicht unfehlbar, es gibt nicht wenige Briardzüchter, bei denen ich mir niemals einen Welpen holen würde und wenn es die letzten Briardzüchter der Welt wären.

Ich weiss, dass Hoshis Züchtermama wann immer sie Zeit hat, in unseren Blog schaut und sich über jeden Beitrag freut. Ich weiss auch, dass sie jedem ihrer Welpenerwerber mit Rat und Tat immer beiseite steht, falls erforderlich, genau wie Merlins und Dojans Züchterinnen. Aber keine von ihnen würde mich auf Grund von vielleicht nicht ganz angenehmen Blogeinträgen per sofortige Mail kritisieren, denn zum Umgang mit seinen Welpenerwerbern gehört auch Toleranz und Respekt und es gibt nicht den einzig wahren Weg zum Herzen eines Briards. Als erwachsener Mensch, der dazu eine hohe Verantwortung als Züchter trägt, sollte man auch in der Lage sein, das zu akzeptieren.

Simone, wir danken dir von Herzen, eine bessere Züchtermama als dich hätte Hoshi (und ich) sich nicht wünschen können!

Anne-Kathrin, wir möchten weiter über Nele und deine Erfahrungen lesen, als Briardbesitzer darf man nicht so schnell aufgeben Cool.

Karina mit Hoshi

Beim Hund vorbeifahren

Karina | 23. Juni, 2008 21:03

"Auf dem Weg nach Hause musste ich noch mal schnell beim Hund vorbeifahren um ihn zu füttern"

Diesen Satz sagte heute jemand zu mir und mir verschlug es die Sprache!

Nein, ich habe nicht nachgefragt, ob es ein Deutscher Schäferhund ist, der in irgendeiner Gartenanlage im Zwinger alleine vor sich hin vegetiert, der einmal am Tag schnell gefüttert wird und vielleicht im Sommerhalbjahr zumindest an einem Wochenendtag das fragwürdige Glück hat, seinen Besitzer mal ein bisschen länger zu sehen. Solche armen Wesen findet man hier noch immer in den Gartenanlagen. Es ist auch völlig sinnlos, mit solchen Leuten darüber zu reden, es sind einfach Unmenschen.

Warum halten sich solche Tierquäler überhaupt einen Hund??? Würde eine simple Alarmanlage ihre Habseligkeiten in der Datsche nicht genauso gut schützen ohne dass ein hochgradig soziales Lebewesen Tag für Tag und Jahr für Jahr entsetzlich leiden muss? Häiufig sind es auch diese Hunde, die Schlagzeilen machen, wenn sie eines Tages doch mal auskommen und völlig frustriert und aggressiv den nächstbesten Menschen anfallen und wenn es der eigene Besitzer ist.

Wann wird diese unsägliche Tierquälerei endlich mal verboten???

Karina

Und warum muss man mit solchen Tierquälern auch noch kollegial zusammenarbeiten?

Laubegaster Begegnungen

Karina | 23. Mai, 2008 14:06

Als Frauchen mit uns heute morgen spazierenging, kam uns auf dem Heimweg eine Frau entgegen. Auf dem Hinweg zur Elbe geht Merlin noch recht elastisch, aber auf dem Rückweg klappert er sich nach Hause, geht, torkelt, taumelt sehr langsam und braucht immer wieder Pausen. Beim Gehen überkreuzt er dann teilweise die Vorderbeine, auch auf den letzten Kirschwaldfotos zu sehen, um wahrscheinlich mehr Stand zu haben. Ich bin auch viel vorsichtiger ihm gegenüber, damit er nicht durch mich umfällt. Jedenfalls hat uns diese Frau angequatscht, mich immer wieder zum Anspringen ermutigt, während sie gleichzeit kreischte, dass ich sie nicht anspringen solle (versteh einer die Zweibeiner!). Und über Merlin hat sie die ganze Zeit gelacht: "hahaha, der geht aber lustig" "hahaha, der bewegt sich aber komisch" "hahaha, der setzt ja seine Beine über Kreuz" "hahaha..."  usw. Frauchen denkt ja eigentlich, dass auch der grösste Depp sehen müsste, dass es Merlin schlecht geht und er sehr klapprig ist, aber da täuscht sie sich wohl Tongue out. Als Merlin sich vor lauter Schwäche hinsetzte ging es weiter:"hahaha, du bleibst aber brav sitzen" "hahaha, du willst wohl nicht weiter" "hahaha, du bist aber stur" usw. Frauchen hatte die ganze Zeit nix weiter gesagt, aber dann wurde es ihr zu blöd und sie sagte nur:"nein, das liegt nur daran, dass er im Sterben liegt". Uiii, da war es plötzlich sehr still, aber dann ging das Gekreische weiter. Frauchen solle bloss davon aufhören zu reden, sie hätte eine Freundin mit einer 20-jährigen Katze blabla und warum Frauchen Merlin nicht erlösen würde, das wäre ja kein schöner Anblick. Frauchen antwortete nur, dass Merlin trotz allem, wie man sähe, noch deutlich Lust zu leben habe. Dann fragte sie Frauchen: "Sie wohnen ja noch nicht lange hier in Laubegast?!" und Frauchen antwortete:"Stimmt, ich wohne erst knappe 11 Jahre hier" Die Frau stutzte kurz:"Ja, deswegen hab ich Sie auch noch nie vorher mit Ihren Hunden gesehen".  Und sie hätte ja früher auch mal einen Hund gehabt, blabla. Nein, Frauchen hat nicht gefagt, ob es ein Toitscher Schäferhund in einem Zwinger war, sondern motivierte lieber Merlin zum Aufstehen und weitergehen.

Leute gibts, die gibts gar nicht ....

Und ansonsten hat der Merlin heute wieder nix gegessen, aber gestern abend immerhin volle 700 g rohes Rinderfleisch verputzt. und das, was ihm runterfält, schnapp ich mir immer. Cool

Euer Hoshi

Klartext: Als Welpenbesitzer unterwegs

Karina | 14. April, 2008 14:52

Seit über 10 Jahren wohne ich in diesem Stadtteil, aber trotzdem erlebe ich täglich Neues seitdem ich mit Hoshi unterwegs bin. An die Deppen, die von der anderen (!) Strassenseite (!) aus versuchen, Hoshi mit Lockgeräuschen zu sich zu locken, gewöhne ich mich langsam, auch an die Nachbarn, die Hoshi immer wieder dazu aufordern sie anzuspringen. Ist den Deppen eigentlich nicht klar, dass da ziemlich plötzlich und unerwartet Autos auf der Strasse sein können, mit hoher Geschwindigkeit, plötzlich aus einer Seitenstrasse, Tiefgarage oder Einfahrt kommend? Teilweise sogar in dem Moment sich nähern? Ist den Nachbarn eigentlich bewusst, dass Hoshi nicht so klein bleiben wird, sondern auch mal seine 40 kg bei entsprechender Grösse wiegen wird? Wenigstens unsere hundephobischen Nachbarn bleiben sich treu und drücken sich nach wie vor mit angsterstarrtem Gesicht an die nächstbeste Wand, sobald sie Hoshi erblicken.

Lustig finde ich es hingegen, dass ich jetzt nahezu sämtliche Kleinhundehalter der Gegend kennenlerne.  Ist man mit einem oder gar 2 grossen Hunden unterwegs, wechseln diese Kleinhundehalter automatisch die Strassenseite, bin ich mit Hoshi alleine unterwegs, werde ich gezielt angesteuert.  Er sieht ja noch aus wie ein Kleinhund Cool. Ob die ganzen Dackel-, Kleinmix-, Shi Tzu-, Bolonka Swetna -, Jack Russell- und sonstige Klenhundhalter das auch noch machen werden, wenn Hoshi grösser wird? Ab welcher Schulterhöhe wird da wohl der Umschwung kommen? Ich bin gespannt.

Auf den Strassen, aber ganz besonders auf den Elbwiesen muss ich mir bei nahezu jedem Hundekontakt (wegen Hoshi bin ich zu andern Zeiten und öfters dort unterwegs) mehr oder minder lange belehrende Kurzvorträge über Hundeverhalten, Hundesprache und Hundeerziehung anhören Tongue out, wenn ich mit Hoshi alleine unterwegs bin. Ich habe ja einen Welpen bei mir, also muss ich ein blutiger Anfänger in der Hundehaltung sein und sicher dankbar für jegliche Wissensvermittlung. Lässt sich aber gut abwürgen, wenn ich beiläufig erwähne, dass ich noch einen 13,5-jährigen Briardrüden zu Hause habe.  Gerade die Vorträge über Hundeerziehung amüsieren mich, fällt doch vielen Leuten anscheinend vorher nicht auf, dass Hoshi sowohl an der Leine als auch im Freilauf sehr gesittet bei mir läuft und erst nach einer Freigabe zum anderen Hund hinstürzt, im Gegensatz zu so manchem Gegenüber. Aber ich arbeite ja deutlich erkennbar mit Leckerlis und leiser Stimme, da kann ich wohl nicht viel Ahnung haben Yell.

Klartext: Wolfsromantik 2

Karina | 04. April, 2008 09:01

Fortsetzung:

Warum erforschen diese harten Naturburschen, die sich auch gerne noch Kynologen nennen, nicht endlich mal den gemeinen Haushund anstatt immer nur Wölfe? Ich brauche keine Wolfsromantik, ich liebe Hunde und meine natürlich ganz besonders Smile. Wo sind die Studien, in denen tagtäglich einige der zig Millionen deutscher Haushunde beobachtet werden und zwar in ihrer natürlichen Umgebung, nämlich in ihrer Familie? Bei mir zu Hause hat sich noch keiner dieser kynologischen Wolfsforscher blicken lassen, um zu studieren, wie meine Hunde leben, wie ich mit meinen Hunde zusammenlebe. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich weder Tannen noch Lagerfeuer im Wohnzimmer habe.

Ich bin so manches Mal stark in Versuchung, regelmässig ins Moritzburger Wildgehege zu fahren, zieh mir dafür ein kariertes Hemd und schwere Boots an, kleb mir einen Bart an, stelle Zähneputzen und Duschen ein und setze mich dann nachmittags mit einem grossen Notizblock (natürlich mit einem Foto von heulenden Wölfen bei Vollmond vorne drauf) vor das Wolfsgehege mit den 3 hochpathologischen Wölfen. Ich beobachte sie, mach mir ein paar Notizen, nachdem ich ihnen schöne indianische Namen gegeben habe und dann nenne ich mich auch Wolfsforscher. Merlin und Hoshi nehme ich mit, den Bart haben sie schon, aber ein kariertes Hemd stünde ihnen sicherlich auch gut, vom Zähneputzen halten sie eh nicht viel und dann sind sie auch Wolfsforscher. Vielleicht schreiben wir dann alle drei zusammen ein schlaues Buch darüber. Und machen dann eine Buchtournee. Und wenn uns dann jemand weismachen will, dass es sich bei Hunden so und so verhält, hah, den lachen wir aus und werden ihm schon klar machen, dass er keine Ahnung von Hunden hat, denn unsere Beobachtungen an echten Wölfen hätten ein völlig anderes Ergebnis ergeben! Und damit werden wir zukünftig jede, aber auch wirklich jede Diskussion um Hundeverhalten endlich gewinnen!

Klartext: Wolfsromantik 1

Karina | 03. April, 2008 22:33

Kennt ihr das auch? Wann immer es in einem Hundeforum zu einer weitergehenden Diskussion über Hundeverhalten kommt, taucht früher oder später das Totschlagargument Nr.1 auf: "Aber der Wolf ...", "Aber bei den Wölfen ...", "Der Wolfsforscher XYZ (und dann folgt ein gutdeutscher Vorname wie Eberhard, Günther oder Erich) hat gesagt ...".

Mal ehrlich: was haben Wölfe und Hunde ausser 4 Beinen überhaupt noch gemeinsam? Mir sind Wölfe überigens schnurzegal, ich interessiere mich nicht mehr für Wölfe als für Bären, Mäuse oder Tiger, ich interessiere mich für Hunde, nicht für deren Vorfahren in grauer Vorzeit. Wenn ich über menschliches Verhalten diskutieren will, bemühe ich auch nicht die Australopithecinen, obwohl die noch interessanter als Wölfe wären.

Meiner Erfahrung nach sind es überwiegend Frauen, die gerne mehr oder minder berühmte, mehr oder minder selbsternannte Wolfsforscher zitieren. Harte Naturburschen in karierten Hemden und dem obligatorischen (Voll)Bart, Lagerfeuerromantik, Heulend wie Wölfe, der einsame Mann in einsamer wildromantischer Landschaft allein unter Wölfen. Kein Wunder, dass ihnen die Frauen scharenweise zu Füssen liegen und wie gebannt an den Lippen ihrer Gurus hängen. Zertifikate von Seminarbesuchen bei diesen Wolfsforschern werden wie Adelstitel vor sich her getragen und wehe, der gemeine Hundehalter hat nicht sämtliche Wolfsbücher dieser Wolfsforscher gelesen und weiss nicht, auf welcher Seite in welcher Ausgabe welches Zitat steht.

Verdammt noch mal, warum wird nicht endlich mal nur über den Hund geredet? Warum müssen immer entfernte Verwandte herhalten, die in so anderen Lebensunständen leben wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten? Vor über 13.000 Jahren (ich berufe mich bei dieser Zahl auf aktuelle wissenschaftliche paläoarchäologische Forschung und nicht auf romantisierende Zahlen selbst ernannter Wolfsforscher) haben sich die Hunde den Menschen angeschlossen, die genetischen Vorfahren des Haushundes lassen sich auf nur 5-6 Wölfinnen zurückführen, irgendwo im vorderen Orient. Und was soll da die Erforschung arktischer, kanadischer oder sonstiger Wölfe eigentlich bringen? Bösartigerweise könnte man Sponsoring der einsamen Abenteuerurlaube unterstellen. Vielleicht sollte man mal lieber anständige Klamotten, Rasierapparate und Zahnbürsten sponsern ....

Fortsetzung folgt!

Klartext: Briards sind keine Teddybären 4

Karina | 30. März, 2008 18:30

Fortsetzung:

Ein weiteres Problem ist die teilweise sehr enge Zucht der Briards. Inzucht gibt es seit ca. 5 Generationen nicht mehr, aber noch immer kann man in vielen Stammbäumen sehr, sehr enge Linienzucht sehen, der Inzuchtkoeffizient ist teilweise recht hoch. Das kann durchaus zu Briards führen, die "nicht ganz klar im Kopf" sind, eine übergrosse Schärfe, geringe Frustrationstoleranz und ein unberechenbares Verhalten zeigen. Ich bin "meinen" Züchterinnen, Evelyn Rosenberg, Ulrike Theumer, Simone Hakenberg sehr, sehr dankbar dafür, dass ihnen kein Weg zum Rüden zu weit war und sie jeweils Rüden gewählt haben, deren Stammbäume möglichst wenig verwandt mit den Stammbäumen ihrer Hündinnen waren. Natürlich hat ein geringerer Verwandschaftsgrad auch gesundheitliche Vorteile..

Wichtig im Verhalten einem Briard gegenüber ist es, bei aller Konsequenz auch mal Fünfe gerade sein zu lassen, den Hund nicht zu drangsalieren durch solchen Unfug wie Rangordnung oder Alfawurf. Ja, anfangs war ich dagegen, dass Hoshi völlig wild auf meine Unterwäsche war und sie zielsicher aus jedem Schmutzwäschestapel rauszerrte (ja, ich weiss, Welpen erziehen zur Ordnung Cool). Anfangs hab ich es ihm verboten, als ich aber merkte, wie unendlich glücklich es ihn machr und wie gut es sein Näschen trainiert, liess ich Fünfe gerade sein. Ausserdem verschonte er dann auch wesentlich wertvollere Kleidungsstücke (ausser Socken, Flokatis, Schaffellen). Wirklich wichtig ist es mir nicht, dass jetzt so mancher meiner Schlüpfer ein neues Lochmuster aufweist, egal.  Für einen Hund muss man manchmal auch Opfer der besonderen Art bringen Tongue out .

Ich kann nur jeden davor warnen, einen Briard allein wegen seines teddyhaften Aussehens zu erwählen! Briards sind bei weitem keine Hunde für jedermann/jederfrau. Hier sind auch die Züchter gefragt, sich ihre Welpeninteressenten noch gründlicher anzusehen und vielleicht auch mal auf die ein oder andere Paarung oder auf den ein oder anderen Wurf zu verzichten!

Werde ich merken, dass einer unser vielen Leser durch die Welpenfotos von Hoshi angeregt wird, sich selbst mal einen Briardwelpen zu holen, weil diese doch ach so niedlich und süss sind (sind sie ja auch), werde ich keine süssen Welpenfotos mehr zeigen! Schon jetzt mit 11 Wochen zeigt Hoshi ein beachtliches Potential, schon jetzt kann er ein kleines Teufelchen und ein Terrorist sein und spätestens in 1 Jahr wird die schwierigste Phase beginnen.

Glücklicherweise habe ich mit Merlin und Dojan zwei fantastische Lehrmeister gehabt, so dass ich da schon recht zuversichtlich bin, zusammen mit Hoshi den richtigen Weg zu finden!

Überlegt es euch gut, wirklich gut, ob ihr euch je (wieder) einen Briard holen wollt!

Ja, ich weiss, dass viele der beschriebenen Eigenschaften und Verhaltensweisen auch auf andere Hunde(rassen) zutreffen, aber wer je einen Briard sein Eigen nannte, weiss, warum Briards die etwas anderen Hunde sind!

Nächste geplante Klartext-Themen:

- Wolfsromantik

- Desaster Hundeschule

   

Klartext: Briards sind keine Teddybären 3

Karina | 29. März, 2008 08:53

Fortsetzung:

 Bei aller Härte und Schärfe und Sturheit, die ein typischer Briard zeigt, haben sie jedoch auch einen sehr sensiblen Kern, keine Ungerechtigkeit wird je vergessen!

Ich bin gegen jegliche, wirkliche jegliche Form von Gewaltanwendung bei Hunden und sei es nur das geworfene Schlüsselbund, aber bei Briards ist sie besonders sinnlos, auch wenn sie sogar gelegentlich von selbsternannten Briardexperten empfohlen wird (Merke: auch wer seit Jahrzehnten Briards hält, züchtet, ausbildet muss noch lange keine Ahnung von artgerechter Erziehung haben!) Mit Gewalt, auch nur in der geringsten Form, wird man bei keinem Briard besonders weit kommen, im Gegenteil, ihr Vertrauen zu ihrem Halter wird unterirdisch werden. Und ohne Vertrauen kann es kein harmonisches Zusammenleben und keine Zusammenarbeit geben. Nur der Briard, der seinem Halter blind vertrauen kann, wird sich anpassen, sich an die Spielregeln halten und alles tun, um ihm zu gefallen. Ja, auch Briards können einen "will to please" zeigen. Dieses Vertrauen muss der Mensch sich aber verdienen durch Verlässlichkeit, Berechenbarkeit und auch durch einen Vertrauensvorschuss. Von Liebe ganz zu schweigen.

Nicht zu vergessen: Briards sind oft typische sogenannte Einmannhunde, sie suchen sich ihren Menschen aus. Erweisen sich die anderen Familienmitglieder als vertrauenswürdig, wird er auch diese problemlos akzeptieren, aber nie in gleichem Maße.

Briards können erbitterte Ressourcenverteidiger sein, egal, ob es sich dabei um ihren Menschen, ihren hündischen Partner, ihr Revier, ihr Stöckchen, ihren Lieblingsfreund oder ihr Spielzeug handelt. Briards teilen nicht gerne. Auch da zögern sie nicht, ihre Zähne einzusetzen. Nur mit ihrem Menschen wird alles grosszügig geteilt.

Briards wollen immer überall dabei sein und am Leben ihres Menschen teilhaben. Sie davon auszuschliessen, gar Zwingerhaltung ist pure Quälerei. Und ja, Briards gehören auch ins Schlafzimmer! Dojan folgte mir immer wie ein Schatten und ich bin sehr glücklich darüber, dass auch Hoshi langsam diese Tendenzen zeigt. Während ich dieses schreibe, liegt er zusammengerollt unter meinem Stuhl, noch geht das Smile.

Fortsetzung folgt!

 

Klartext: Briards sind keine Teddybären 2

Karina | 28. März, 2008 10:00

Fortsetzung:

Durch das lange Fell haben Briards eine für andere Hunde nur schwer wahrnehmbare Kommunikation. Auch Hunde müssen lernen, Briards zu lesen. Leichte Warnsignale wie strenger Blick, Runzeln der Augenbrauen, angedeutetes Hochziehen der Lefzen, Bürste etc. werden von anderen Hunden, aber auch Menschen, oft nicht wahrgenommen, bei schwarzen Briards noch weniger. Und wie reagiert ein Hund, der lernt, dass seine leichten Warnsignale chronisch ignoriert werden? Genau, er legt gleich 1-2 Stufen zu. Das gilt nicht nur für die Kommunikation mit Hunden, sondern auch mit Menschen. Seine Warnungen, lieber Abstand zu halten, werden übersehen und oft bleibt dem Briard nichts anderes übrig, als gleich seine Zähne einzusetzen. Aus dem Teddybären wird ein beissendes Monster. Aber in den seltensten Fällen trägt der beissende Hund die Schuld an diesem Vorfall, sondern sein Gegenüber, was aus Dummheit, Unwissenheit oder Ignoranz die Warnungen nicht wahrnehmen will oder kann. Sehr schön war das immer bei Dojan zu erleben: hatte er sein langes Fell, stürzte sich nahezu jeder rauflustige Rüde auf ihn, der ihn nur von weitem sah, aber war Dojan kurzgeschoren ist er niemals attackiert worden, dann konnten ihn die anderen Hunde lesen.

Es ist ein Trauerspiel, dass es sowas wie Briard in Not überhaupt geben muss, siehe auch dieser Artikel von Gabriele Niepel. Ganz oft sind es die Jungrüden im Alter von 1-2 Jahren, die zu "Beissern" und dann abgegeben werden oder schlimmstenfalls eingeschläfert werden. Ja, auch Dojan war in dieser Zeit ein Monster, das mich an den Rand der Verzweiflung trieb und wäre er mein erster Briard gewesen, ich wüsste nicht, ob ich es geschafft hätte. Merlin, selbst eher pflegeleicht, war mir da ein grossartiger Lehrmeister, von ihm habe ich gelernt, mit Dojan richtig umzugehen und Dojan und ich wurden von Jahr zu Jahr immer mehr ein echtes Team, wir wurden zu Partnern, die sich gegenseitig auf sich verlassen konnten.

Die Briards achten sehr, sehr streng auf die Einhaltung der Hundeetikette, jeder Verstoss dagegen wird gnadenlos geahndet. Bei aller Grossmut, aller Toleranz, an diesem Punkt lässt auch ein Merlin nicht mit sich diskutieren. Erst seit gut 1 Jahr, seitdem ihm das Alter zunehmend zu schaffen macht, sanktioniert er nicht mehr jeden kleinsten Verstoss gegen die Etikette. Menschen gegenüber  war er durch sorgfältige und aufwendige Sozialisierung und Prägung immer recht grossmütig, ebenso wie Dojan, menschliche Verstösse wurden und werden ignoriert, aber es gibt diesbezüglich auch ganz andere Rassevertreter.

Fortsetzung folgt!

Klartext: Briards sind keine Teddybären 1

Karina | 27. März, 2008 21:07

Briards sind für mich seit langem die tollste Hunderasse der Welt, aber noch nie habe ich sie einem anderen Menschen empfohlen (mit einer Ausnahme, schönen Gruss an Mandy G. Smile) und das aus gutem Grund!

Den Briards wird leider immer wieder ihr teddyhaftes Äusseres zum Verhängnis, gerade die fauven Briards sind davon betroffen. Das lange zottelige Fell verbirgt, dass Briards keine Familienhunde sind, sondern Gebrauchshunde, Diensthunde, Arbeitshunde mit einer teilweise nicht unerheblichen Schärfe. In der VDH-Zucht wird auf die Gebrauchshundeeigenschaften auch noch immer besonderer Wert gelegt, sei es in der Junghundeberuteilung oder der Zuchtzulassung.

Sicher, es gibt viele Exemplare, die auch als Familienhund geeignet sind, sofern sie entsprechend sozialisiert, ausgelastet und beschäftigt sind. Es gibt auch vereinzelt Briards, die als reine Familienhunde glücklich und zufrieden sind. Aber so nebenbei läuft kein Briard, auch die Familienhunde brauchen körperliche und vor allem geistige Auslastung.

Es sind so manche Eigenschaften, die den Briard so liebenswert machen, seine Bereitschaft mit seinem Menschen zusammen zu arbeiten, sein Hang zu intelligenter Befehlsverweigerung, seine Arbeits- und Spielfreude, sein Drang zum Showstar, zum Alleinunterhalter, sein grosses Kämpferherz, seine Eigenständigkeit, sein Selbstbewusstsein. Aber werden diese Eigenschaften nicht frühzeitig in die richtigen Bahnen gelenkt, kommt es im typischen Alter, meist zwischen 15-18 Monaten zu spätpubertären Ausbrüchen, die den unerfahrenen und überraschten Briardhalter zur Verzweiflung treiben können.

Aus dem Teddybären wird ein zähnefletschendes, beissendes, jagendes Monster. Ja, Briards haben Zähne und zögern nicht, diese auch einzusetzen. Ja, auch Hütehunde jagen gerne mal Hasen oder Rehe. Mit Dojan hätte ich sicherlich auch jede Jagdhundeprüfung bestanden.

Fortsetzung folgt!

 
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