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Briard - Blog

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Kapitel 11

Karina | 27. Juni, 2007 13:08

Die Krötenreiter und die Wichtel des Grauens

... Seine Kröte war letzte Nacht eine der wildesten gewesen und liess sich auch Stunden später kaum noch bändigen, so dass er besonders arg betroffen war. Während alle Krötenreiter redeten und redeten, er aber noch zu müde war, sich auch an den Diskussionen zu beteiligen, beobachtete er unauffällig alle anderen anwesenden Krötenreiter, den Eislander, den Löwenkrötenreiter, den Inkakrötenreiter, den Zwergkrötenreiter, den Bäcker, den Schlosser, den lausigen Krötenreiter, den Waldkrötenreiter, den Nacktkrötenreiter, den Heit, den Schmied, den Vogellander und weitere der älteren Krötenreiter, als ihm plötzlich etwas gewahr wurde, was ihm das Blut in den Adern stocken liess. In der Ecke unter dem Fenster, ein wenig hinter den anderen,  sass der lausige Krötenreiter, und immer wenn er glaubte, unbeobachtet zu sein, grinste er still und heimlich vor sich hin.  Zwar nur Bruchteile von Augenblicken, aber diese Bruchteile reichten für den Krötenreiter Eulenspiegel, um zu erkennen was es war. Als er sich durch mehrfaches Hinüberschauen versichert hatte, dass er keiner Täuschung unterlag, als er Gewissheit hatte, schoss er von seinem Sitz empor, ging schnellen Schrittes zu dem lausigen Krötenreiter hinüber und stellte ihn zur Rede:"Nun sag, lausiger Krötenreiter, was ist so furchtbar lustig an der Zwietracht unserer Kröten, an den grauenvollen Ereignissen dieser Nacht oder täuschte ich mich etwa?"

Der lausige Krötenreiter sprang hoch und Aug in Aug standen sich die beiden gegenüber, während schlagartig in der Hütte alle Gespräche verstummten:"Du, Herr Eulenspiegel, du hast mich nichts zu fragen und mir nichts zu sagen. Und schon gar nicht in diesem deinen Tonfall, was erlaubt er sich?" Und bevor einer der anderen Krötenreiter reagieren konnte, gingen Eulenspiegel und der lausige Krötenreiter aufeinander los. Sie packten und schüttelten sich, sie rempelten einander und sie erhoben gar die Fäuste. Ein Grauen durchzog den Raum und hinterliess bei allen ein unangenehmes Kribbeln auf der Haut, während ein faulig-schaler Gestank zurückblieb.

Fortsetzung folgt ...

Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen oder sonstwie existierenden Personen oder Persönlichkeiten wäre rein zufällig!

Kapitel 10

Karina | 21. Juni, 2007 21:50

Die Krötenreiter und die Wichtel des Grauens

... Niedergeschlagen und zutiefst betrübt sassen die Krötenreiter vor den Ställen in der wärmenden Morgensonne und redeten und redeten, sofern sie dazu noch die Kraft besassen, aber zu einer Entscheidung kamen sie nicht, zu tief sass das Entsetzen in ihnen, zu grauenvoll war der Anblick, den die Nacht ihnen geboten hatte. Schliesslich löste der Löwenkrötenreiter die Versammlung auf, um alle Krötenreiter in ihre Betten zu schicken, damit sie ihren wohlverdienten Schlaf nachholen konnten.

Der Zeitpunkt dieser Zwietracht konnte nicht schlechter für alle Krötenreiter sein, denn an den folgenden Tagen waren die Vorbereitungen für das grosse alljährliche Krötensommersonnenfest zu treffen. Dieses Fest war jedes Jahr der Höhepunkt für alle Krötenreiter und auch für ihre Kröten. Es wurden allerlei lustige Spiele veranstaltet, die Krötenreiter und ihre Kröten wetteiferten miteinander in spielerischen Kämpfen und zum Abschluss gab es nach üppigem Festmahl ein grosses Feuerwerk. Grüne Rakten, rote Raketen, gelbe Raketen und Rakten in vielerlei Farben ersprühten am Himmel, gingen im Glitzerregen über dem Froschhügel hernieder und ein grosses Ah und Oh entwich den Kehlen der Krötenreiter, denn jedes Jahr übertraf sich der Feruerwerkerkrötenreiter aufs Neue.. Aber wie sollte noch ein lustiges Fest mit viel Spass für alle stattfinden, wenn sich die Kröten untereinander nicht mehr vertrugen? Was wäre ein Krötensommersonnenfest ohne spannenden Krötenrennen? All diese Gedanken gingen dem Löwenkrötenreiter durch den Kopf, aber auch er wusste sich keinen Rat. Als gegen Mittag die Sonne am höchsten stand, trafen sich in der Hütte des Löwenkrötenreiters einige der ältesten Krötenreiter, während die anderen langsam mit ihrem Tagewerk begannen. Während die ältesten Krötenreiter niedergeschlagen im Kreise sassen, ihre Pfeifchen schmauchten, berieten, was als nächstes zu tun sei und über die Ursache des veränderten Krötenverhaltens tätselten, beschlich den Krötenreiter Eulenspiegel ein ungutes Gefühl.

Fortsetzung folgt ...

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Kapitel 9

Karina | 12. Juni, 2007 18:51

Die Krötenreiter und die Wichtel des Grauens

... Fassunglos starrten sie in die Ställe, gelähmt vor Schreck und Entsetzen. In den Ställen bei den ansonsten sehr, sehr friedlichen Kröten war ein wüster Kampf ausgebrochen. Die Kröten bissen sich blutig, schlugen und kratzen sich gegenseitig und rissen den anderen ihre schönen Locken heraus. Dabei schrie und brüllte jede lauter als die andere. Die Krötenreiter standen wie angewurzelt in den offenen Stalltüren und trauten ihren Augen nicht. Noch nie hatte es seit Krötenreitergedenken Streit zwischen den Kröten gegeben, noch nie hatten sie einander je ein Leid zugefügt geschweige denn sich verletzt. Dies alles kam durch den Inhalt des kleinen blauen Fläschchens, denn er enthielt den grauenvollen Trunk der Zwietracht. Aber dies konnten die Krötenreiter nicht wissen und so standen sie nun dort mitten in der Nacht vor ihren Ställen und wussten nicht, was zu tun. Dann tauchte der Löwenkrötenreiter auf und begann in Windeseile, die Kröten zu trennen, zu besänftigen und wieder zur Ruhe zu bringen. Dabei halfen ihm die anderen Krötenreiter nach Leibeskräften mit, so dass nach einer gewissen Zeit langsam wieder eine scheinbare Ruhe einkehrte. Sobald sie aber die Kröten losliessen, ging der Krawall von vorne los. Ihnen blieb nichts anderes übrig, als mitten in dieser unheilvollen Vollmondnacht Bretter, Hammer, Säge und Nägel zu holen, um lauter Wände in den Ställen zu errichten, damit die Kröten voneinander getrennt werden konnten. Die Heilkundigen unter den Krötenreitern wuschen die Wunden der Kröten aus und legten geheimnisvolle Kräuter darauf, damit sich die Wunden nicht entzünden konnten und keine Narben zurückblieben.

Als der Morgen dämmerte und die ersten gelben Sonnenstrahlen den Froschhügel erreichten, war das Werk vollbracht. Ermattet, verschmutzt und nass vor Schweiss sanken die Krötenreiter zu Boden um sich auszuruhen. Kaum einer hatte noch die Kraft, sein Pfeifchen zu schmauchen. Nun war guter Rat teuer. ...

Fortsetzung folgt ...

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Kapitel 8

Karina | 29. Mai, 2007 00:10

Die Krötenreiter und die Wichtel des Grauens

... Der lausige Krötenreiter indes war nicht untätig. Jede Nacht schlich er heimlich aus seiner Hütte, mit dem kleinen blauen Fläschchen in der Hand, und träufelte einige wenige Tropfen seines Inhaltes in den Brunnen des Krötenreiterdorfes. Aus jenem Brunnen tranken alle Krötenreiter und auch ihre Kröten wurden mit dem Brunnenwasser versorgt. Diesem Brunnenwasser wurden besondere Fähigkeiten nachgesagt wie lange Gesundheit, kräftige Zähne, glänzende Locken und auch für das seelische Wohlbefinden war dieses Wasser unerlässlich. Es sorgte für Harmonie und Glück und grosse Zufriedenheit

Der lausige Krötenreiter selbst aber tränkte sich und seine Kröte wohlweislich in diesen Tagen mit Wasser aus dem Froschhügelteich. Nach und nach begann das giftige Brunnenwasser seine grausige Wirkung zu entfalten. In der ersten Vollmondnacht nach Rückkehr des lausigen Krötenreiters wurden die Krötenreiter kurz nach Mitternacht plötzlich durch einen Heidenlärm aus dem Schlaf gerissen. Dieser Lärm drang aus den Krötenställen und sofort begaben sich alle schnellstens dorthin. Fassunglos starrten sie in die Ställe, gelähmt vor Schreck und Entsetzen. ...

Fortsetzung folgt ...

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Kapitel 7

Karina | 25. Mai, 2007 00:17

Die Krötenreiter und die Wichtel des Grauens

... Nach langem Ritt traf der lausige Krötenreiter, das kleine blaue Fläschchen im Gepäck wohl verwahrt, wieder in den Krötenställen am Fusse des Froschhügels ein. Er ward schon lange vermisst von den anderen Krötenreitern und voller Freude begrüssten sie ihn in ihrer Mitte. Sie sattelten seine Kröte ab, gaben ihr feinstes Krötenfutter und kämmten ihre Locken.  Andere wiederum fragten nach den erlebten Abenteuern und dem Wohlbefinden des lausigen Krötenreiters. Er erzählte viel, erwähnte aber die Wichtel des Grauens mit keinem Sterbenswörtchen. Nur die Krötenreiter Eulenspiegel und Eislander beschlich ein ungutes Gefühl, aber es war so unbestimmt, dass sie sich selbst nicht sagen konnten, woher es kam. Der lausige Krötenreiter erschien ihnen fremder als vor seiner Abreise, aber sie wussten nicht den Grund. Insgeheim beschlossen sie jedoch, ihn und seine Kröte sorgfältig im Auge zu behalten. Der Kröte des laiusigen Krötenreiters ging es gar nicht so gut. Geschwächt durch das schlechte Futter bei den Wichteln des Grauens fielen ihr sogar einige Zähne aus und ihre Locken waren stumpf und glanzlos.

Schon bald nach der Rückkehr ging alles wieder seinen gewohnten Gang. So dachten jedenfalls die Krötenreiter und ahnten noch immer nichts von dem dräuenden Grauen, von der Schlinge, die sich langsam um sie zuzog. ...

Fortsetzung folgt ...

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Kapitel 6

Karina | 24. Mai, 2007 15:02

Die Krötenreiter und die Wichtel des Grauens

... Der lausige Krötenreiter sollte für sie die anderen Krötenreiter und die Krötenställe ausspähen, er sollte Zwist und Zwietracht säen, damit die Krötenreiter um so leichtere Beute für die Wichtel des Grauens würden. Mit reicher Belohnung machte sich der lausige Krötenreiter wieder auf den Heimweg, um das Grauen vorzubereiten. Er hatte auch ein kleines blaues Fläschchen im Gepäck, welches ein grausiges Geheimnis barg. Dieses Fläschchen hatte ihm die alte Wichtelhexe selbst übergeben mit genauen Anweisungen, wie der Inhalt des Fläschchens zu handhaben war. In vielen langen und finsteren Nächten schlich die alte Wichtelhexe mit mürrischem Gesicht durch den Klingenwald, um allerlei widerwärtige Zutaten für ihre Wichteltrünke zu sammeln. Aus diesen braute sie in ihrer Kammer, zu der keiner, auch kein Zipfelmützenträger Zutritt hatte, ihre Trünke zusammen und füllte sie in kleine Fläschchen ab. Jedes dieser Fläschchen barg ein grausiges Geheimnis und aus ihrer Kammer zogen des Nachts giftig grün-gelbe Schwaden und wabberten mit ihrem Gestank durch den Klingenwald. Selbst für die Wichtel des Grauens war der pestige Gestank bisweilen unerträglich und sie schlossen des Nachts alle Fenster, um diesen Schwaden zu entgehen ...

Fortsetzung folgt ...

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Kapitel 5

Karina | 11. Mai, 2007 00:01

Die Krötenreiter und die Wichtel des Grauens

... Weit im Norden des Klingenwaldes hausten hoch oben in den Bergen die Steinaffen. Es gab ihrer viele und sie lebten glücklich auf ihren felsigen Gipfeln. Die Wichtel des Grauens warfen so manch lüsternen Blick auf die Berge, aber die Steinaffen waren für sie unerreichbar. Die Gipfel waren zu hoch und die Steinaffen waren zu wendige Kletterer.

Nun geschah es eines Tages, dass sich ein Krötenreiter auf seiner Kröte in den Klingenwald verirrte. Als ein Zweig raschelte und die Kröte mit einem erschreckten Satz zur Seite sprang, fiel der Krötenreiter zu Boden, denn er war ein gar lausiger Krötenreiter. Sofort waren die Wichtel des Grauens über ihm, um ihn gefangenzunehmen. Unter Triumphgesängen schleppten sie ihn und seine Kröte in ihr Lager und waren ihn vor den Thron der Zipfelmützenträger. Diese fackelten nicht lang. sondern machten den lausigen Krötenreiter mit Drohungen und Versprechungen zu einem der ihren im Geiste. Durch diesen Krötenreiter richtete sich nun ihr Augenmerk auf die weit entfernten Krötenställe am Fusse des Froschhügels, an die sie schon lange nicht mehr gedacht hatten. Die Zipfelmützen Jäger und Stollen erkannten sofort ihre grosse Chance und schmiedeten einen perfiden Plan ...

Fortsetzung folgt ...

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Kapitel 4

Karina | 08. Mai, 2007 21:07

Die Krötenreiter und die Wichtel des Grauens

... Zu gerne hätten die beiden Zipfelmützen Jäger und Stollen diesen See für ihre vielen Wichtel erobert und die Fischesser unter ihre Macht unterworfen und aus ihnen auch Wichtel des Grauens gemacht, aber die Fischesser waren zu sehr auf der Hut. Wann immer sich ein Wichtel des Grauens dem kleinen See näherte, tauchten die Fischesser sofort ab und wurden längere Zeit nicht mehr gesehen.

Dann richteten die Zipfelmützen Jäger und Stollen ihr Augenmerk auf die andere Seite des Klingenwaldes, wo auf vielem sonnendurchfluteten Wiesen das kleine Elfenvolk lebte und durch die Lüfte flatterte. Zum Glück waren die Elfen winzig klein und ihr Elfenkönig Rufer passte immer sehr, sehr gut auf sein kleines Völkchen auf. Er hatte viele Späher, die versteckt zwischen den Blütenblättern der Munufeublumen sassen und ihn rechtzeitig warnten, sobald sich die Wichtel des Grauens näherten und er brachte dann sein Völkchen in Sicherheit. Aber leider, leider kam ihm trotzdem von Zeit zu Zeit das ein oder andere Elflein abhanden und geriet in die Fänge der Wichtel des Grauens. Die Häscher der Zipfelmützen entführten die Elfen, brachten sie in den Klingenwald, rissen ihnen ihre Flügelchen heraus, damit sie nicht mehr davon flatterten konnten und machten aus den armen gefangenen Elfen Wichtel des Grauens. Es dauerte nur immer wenig Zeit, bis die ehemaligen Elfen nicht mehr von den Wichteln zu unterscheiden waren und sie ihre Heimat mit den Munfeublumen und sonnendurchfluteten Wiesen vergassen. Auch sie wurden dann zu Häschern, die ihre früheren Freunde einfingen und ihnen die Flügel ausrissen. Ja, es ging die Sage, dass sogar die Kieswichtel in früheren Zeiten einmal zum Elfenvolk gehörten, bevor sie entführt wurden.

Weit im Norden des Klingenwaldes hausten hoch oben in den Bergen die Steinaffen ...

Fortsetzung folgt ...

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Kapitel 3

Karina | 06. Mai, 2007 10:24

Die Krötenreiter und die Wichtel des Grauens

... Nachdem die beiden Zipfelmützen Jäger und Stollen sich die Herrschaft über alle Wichtel gesichert hatten, indem sie aufmüpfige Wichtel davon jagten, andere wiederum bestachen und für ihre Treue reich belohnten und den Rest mit Gewalt und Terror, mit Kabale und Intrigen ruhig stellten, begannen sie gierig, über die Grenzen ihres Waldes zu schauen. Der Klingenwald erschien ihnen nicht mehr gross genug, es gelüstete sie nach mehr Macht, viel mehr Macht!

Aber davon ahnten die glücklich und zufrieden am Fusse des Froschhügels lebenden Krötenreiter nichts. Tagsüber ritten sie auf ihren Kröten spazieren, fütterten und streichelten sie, kämmten die schönen Krötenlocken und sommerabends trafen sie sich am Ufer des kleinen Teiches am Froschhügel und erzählten von den Heldentaten ihrer Kröten. Derer gab es viele, es gab grosse Kröten und kleine Kröten, kurzhaarige und langhaarige Kröten, blonde und schwarze und weisse Kröten, laute Kröten und leise Kröten, die nur wenig quakten beim Reiten. Oft ritten sie miteinander um die Wette und wer am schnellsten war, gewann eine kleine weisse runde Plakette, die der Krötenreiter voller Stolz am Geschirr seiner Kröte befestigte. Sie alle waren einander sehr zugetan, auch wenn es hier und da mal einen Krötenreiter gab, der aus der Art schlug, der seine Kröte schlecht behandelte oder der sich von den anderen Krötenreitern eher fernhielt. Aber der oberste Krötenreiter aus der Famile der Löwenkröten passte gut auf alle Krötenreiter und ihre Kröten auf und wenn jemand so gar nicht mehr zu ihnen passte, wurde ihm nahegelegt, sich doch einen anderen Stamm zu suchen. Daher waren die Krötenreiter wie eine grosse Familie, doch dieser glückliche Zustand sollte nicht mehr lange anhalten, aber kein Krötenreiter, keine Kröte ahnte etwas von dem dräuenden Grauen.

Nicht weit entfernt des Klingenwaldes war das Lager der Fischesser an einem schönen kleinen See mit glasklarem Wasser und vielen Fischen. Die Fischesser lebten in ihren Hütten am See und fuhren täglich mit ihren Booten zum Fischfang hinaus. Zu gerne hätten die beiden Zipfelmützen Jägerwichtel und Stollenwichtel diesen See für ihre vielen Wichtel erobert, ...

Fortsetzung folgt ...

Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen oder sonstwie existierenden Personen oder Persönlichkeiten wäre rein zufällig!

Kapitel 2

Karina | 05. Mai, 2007 14:32

Die Krötenreiter und die Wichtel des Grauens

... Vor urlangen Zeiten hiessen die Wichtel auch nur Wichtel und nicht Wichtel des Grauens, bis sich eines schlimmes Tages alles über Nacht veränderte, denn wie aus dem Nichts tauchen zwei Zipfelmützen auf und rissen die Herrschaft über die Wichtel an sich, durch Lug und Betrug, durch Gewalt und Terror, durch Bestechung und Einschmeicheleien. Den vorherigen Zipfelmützenträger setzen sie kurzerhand ab und jagten ihn unter Schimpf und Schande aus dem Klingenwald und kaum einer der Wichtel getraute sich, sich gegen diese beiden neuen Zipelmützen aus der Familie der Jägerwichtel und aus der Familie der Stollenwichtel zu wehren. Ja, es gab sogar Wichtel aus der Familie der Kieswichtel, aus der Familie der Talwichtel, aus der Familie der Schwabenwichtel, aus der Famile der Radlerwichtel, aus der Familie der Schwarzkittelwichtel, die aus lauter Ehrfurcht vor dem herrischen Auftreten der Zipfelmütze Jäger und der Zipfelmütze Stollen erstarrten, den Boden heimlich küssten, den diese betraten und sich glücklich schätzen, wenn sie kurz über deren roten Umhänge streicheln durften. Sie unterstützen die neuen Zipfelmützenträger nach all ihren Kräften, in dem sie ihnen dabei halfen, die kleinen Wichtel zu demütigen und zu drangsalieren und zu knechten. Es entstand ein Klima des Grauens, denn jeder klitzkleinste Fehler, den ein Wichtel beging, wurde hart bestraft. Sie wurden mit Gesetzen und Vorschriften überzogen und wehe ihnen, wenn sie dagegen verstiessen. Wenn auch nur eine winzige Falte in ihren roten Umhängen war oder wenn sie sprachen ohne angesprochen zu werden, wenn sie nicht sofort auf die Knie fielen, sobald ein Zipfelmützenträger auftauchte, um ihm zu huldigen, wenn sie heimlich ein Pfeifchen schmauchten ausserhalb ihrer Katen, wenn sie untereinander scherzten oder lachten, wurden sie vor den Thron der Zipfelmützenträger zitiert, um sich für ihre Verfehlung zu entschuldigen. Sie wurden bei Wasser und trocken Brot für viele Tage in einen finsteren, feuchten Kerker gesperrt und jeden Tag mussten sie eintausend mal die Vorschrift, gegen die sie verstossen hatten, laut vor sich hinsagen. Bei wiederholter Verfehlung gar bekamen sie an jedem Tag ihrer Kerkerhaft noch zusätzlich 20 Hiebe mit dem Stock auf die blanken Fusssohlen.

Es entstand eine Heerschar von Spitzeln und Zuträgern, denn wer eines anderen Wichtel Verfehlung melden konnte, wurde reich belohnt. Er erhielt einen Schweizer Orden und schon bald gab es nicht wenige Wichtel, die voller Stolz ihre vielen Schweizer Orden auf ihrer Brust präsentierten. Gerade die Kieswichtel und die Radlerwichtel, aber auch die Schwarzkittelwichtel stachen wegen ihrer besonders vielen Orden hervor.

Nachdem die beiden Zipfelmützen Jäger und Stollen sich die Herrschaft über alle Wichtel gesichert hatten, ...

Fortsetzung folgt ...

Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen oder sonstwie existierenden Personen oder Persönlichkeiten wäre rein zufällig!

Kapitel 1

Karina | 04. Mai, 2007 19:11

Die Krötenreiter und die Wichtel des Grauens

In einem fernen Land vor ferner Zeit lebten einst die Krötenreiter glücklich und zufrieden mit ihren Kröten am Fusse des Froschhügels, als eines Tages plötzlich und unerwartet das Grauen in ihre Krötenställe einzog.

Schon die Grossväter und Urgrossväter wussten gar viele schreckliche Dinge von den Wichteln des Grauens zu berichten. An langen und dunklen Winterabenden vor den lustig flackernden Kaminfeuern, wenn sich alle Krötenreiter versammelten, um ihr Pfeifchen zu schmauchen und um grossartige Dinge über ihre Kröten zu erzählen, da berichteten die Grossväter und Urgrossväter von ihren Erlebnissen mit den Wichteln des Grauens. Die Wichtel des Grauens lebten weit entfernt im Klingenwald, der duster und finster war, der kein Fünkchen Sonnenlicht durchliess, in dem man immer fror und der einem jeden Krötenreiter das Lächeln auf den Lippen ersterben liess, so dass seit alters her jeder Krötenreiter einen weiten Bogen um den Klingenwald schlug.

Vor urlangen Zeiten waren die Krötenreiter und die Wichtel des Grauens sogar mal gut Freund gewesen, unternahmen gemeinsame Ausritte auf den Kröten, schmauchten abends bei Sonnenuntergang zusammen ihr Pfeifchen, aber an diese güldenen Zeiten konnten sich nur noch die wenigsten Urgrossväter erinnern.

Vor urlangen Zeiten hiessen die Wichtel auch nur Wichtel und nicht Wichtel des Grauens, bis sich eines schlimmes Tages alles über Nacht veränderte ...

Fortsetzung folgt ...

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