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Briard - Blog

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Leckerlis

Karina | 02. März, 2013 23:44

Für die Leckerligegner:

"Du willst nicht mit Leckerlis trainieren, weil das total unnatürlich ist?

Dann denke bitte auch dran, keine Leinen, Würgehalsbänder, Stachelhalsbänder, E-Halsbänder, Antibell-Halsbänder, Leinenrucke, Zitronella-Sprühhalsbänder, Ultraschallgeräte oder Gehorsamsübungen zu verwenden.

Aber du kannst gerne an meinem Hintern schnuppern! Total natürlich."

Karina

 

 

Impulskontrolle

Karina | 16. November, 2012 18:17

Ein ganz toller Link zum Thema Impulskontrolle, auch das 10-Leckerli-Spiel genannt.

Ich hab es eben mit Kolja gespielt und wie erwartet hat es super funktioniert, als wenn wir es schon öfters gepielt hätten und für quasi nichts 10 Käsewürfel zu bekommen hat ihm viel Spass gemacht Cool.

Probiert es mal mit euren Hunden aus und dann berichtet davon! Smile

Karina

 

Konflikte gewinnen und verlieren

Karina | 31. Oktober, 2012 17:59

Thomas Riepe hat mal wieder einen wunderbaren Artikel geschrieben:

"Warum mein Hund mir Grenzen setzen muss"

Sehr schön auf den Punkt gebracht, warum Hunde auch mal Konflikte mit uns Menschen gewinnen dürfen und müssen und wie schnell wir Menschen leider unseren Hund zusätzlich mit Konflikten belasten.

Einfach interessant und ich warte gespannt auf die Fortsetzung!

Karina

 

Buchtipp: "Wer ist hier der Schlaumeier?"

Karina | 09. September, 2012 21:29

Und wieder ein tolles Buch von Thomas Riepe: "Wer ist hier der Schlaumeier?" Untertitel: Skurrile Geschichten von Hunden und ihren Menschen und genau so ist es. Riepes Humor mit leichtem Hang zum Sarkasmus ist sehr amüsant zu lesen, die Geschichten sind voll aus dem Leben gegriffen und manchmal weiss man nicht so genau, ob man lachen oder weinen soll Tongue out.

"Ruhepol im Chaos" tja, eine sehr ähnliche Konstellation hab ich in meiner Familie erlebt, auch wenn Hoshi kein Goldie war, aber soooo treffend! Sehr betroffen macht "Der Jäger von Soest", aber Respekt vor Thomas Riepe, dem es eben nicht in erster Linie ums Geld und schnelle Erfolge geht wie so vielen seiner Kollegen!

Natürlich gibt es bei ihm auch einen "Der tut nix" Cool.

In "Stillgestanden!" testet er incognito eine berüchtigte Hundeschule, ein Kapitel, das ich mehrfach gelesen hab, erklärt er doch sehr schön, warum die Kunden sich und ihren Hunden das immer wieder antun. Im Kapitel über Stachelhalsbänder einer von vielen wichtigen Sätzen: "Der Schmerz, der durch solche Halsbänder verursacht wird, löst im Gehirn Aggressionen aus, die der Hund aus Furcht vor weiterer Qual nicht immer direkt (!!!) zeigt. " Wut und Frust stauen sich auf, entladen sich irgendwann völlig unerwartet in geballter Aggression, Hundeerziehung über Schmerzen macht aus Hunden tickende Zeitbomben! Und das trifft sicherlich nicht nur auf Stachelhalsbänder, sondern auf alle Methoden zu, die dem Hund Schmerzen verursachen, ja, ich denke, diese ganzen "modernen" -ship-Methoden, die über Psychofolter arbeiten, erzeugen das gleiche Ergebnis, einen Hund, bei dem sich Wut und Frust irgendwann entladen!

Freud und Leid eines Hundepsychologen mit manch gutem Erziehungstipp, das Buch ist einfach klasse und jeder Hundehalter sollte es gelesen haben.

Karina

 

Linktipp: Kontrollverlust

Karina | 01. September, 2012 15:30

Ein sehr lesenswerter Artikel zum Thema "Führt Kontrollverlust bei Hunden zu Kontrollzwang?"

Und wieder fallen einem dazu insgeheim einige Beispiele ein ...

Karina

Linktipp: Easy dogs

Karina | 29. August, 2012 14:05

Eine schöne Sammlung vieler kurzer Artikel von teilweise bekannten Autoren rund ums Thema Hund, besonders lesenswert die Artikel von Daniela Gassmann und Ute Blaschke-Berthold. Viel Spass beim Stöbern und Lesen!

Karina

Tagesablauf für Hunde

Karina | 26. August, 2012 22:20

Thomas Riepe im Gespräch mit der Tierärztin Maria Hense über den artgerechten Tagesablauf für Hunde, für mich die beste Sendung zum Thema Hund, die ich je in meinem Leben gesehen habe! Dagegen kann man den ganzen Hundedreck im normalen Fernsehen vergessen, endlich mal Leute, denen es um Hunde geht und nicht um Selbstdarstellung!!! Es sind 35 min, ich habe jede Sekunde genossen! Diese Sendung sollte Pflicht für JEDEN Hundehalter sein! Die sollte per Beamer nonstop hier auf der Hundewiese und auf jeder anderen Hundewiese laufen!

Karina

 

Quo vadis Hundezucht?

Karina | 15. Juli, 2012 10:30

Einige äusserst interessante Artikel von der auf Kynologische Genetik spezialsierten Tierärztin und Wissenschaftlerin Irene Sommerfeld-Stur zum Thema Hundezucht und ihre Sünden, die eigentlich jeder Züchter auswendig lernen sollte ...

Die 13 Sünden der modernen Hundezucht

Ausstellungen - nur Schönheitskonkurrenz?

Survival of the fittest?

Kreuzungszucht

Aber ich fürchte, so manchem Züchter fehlt es dazu an Intellekt Tongue out

Karina

PS: Dazu ein Beispiel: Merlins Bruder Max erhielt 1996 oder 1997 die Zuchtzulassung ohne Auflagen, trotzdem hat er nicht ein einziges Mal gedeckt, er war halt nicht IN (und er stammte aus dem Osten). Zu der Zeit gab es 3-4 Deckrüden der BCD-Offiziellen und fast ausschliesslich diese kamen zum Einsatz, was die genetische Basis der Briards sehr verengte, die teilweise (zumindest aus damaliger Sicht) hervorragenden vom Brauhausberg-Gene gingen damit unwiderruflich verloren, ein Jammer.

 

Hunderassen 1922

Karina | 10. Juli, 2012 17:09

Ein absolut geniales Zeitdokument, ein Film von einer Hundeausstellung 1922 in den Niederlanden. 12 min lang, aber es lohnt sich jede Minute. Einige Rassen wie z.B. den Boston Terrier hätte ich ohne Einblendung nicht erkannt, so hat er sich verändert.

Und was bei allen Rassen auffällt: sie haben keine Taille!!! Ob Greyhounds, Setter, Dobermänner oder andere, der Brustkorb ist genauso tief wie der Bauch! Fast allen Rassen wurde anscheinend ein riesiger Brustkorb und eine superschmale Taille angezüchtet, da muss man sich über zunehmende Magendreher nicht wundern.

Bei mancher Rasse sieht der Kopf auch ganz anders aus als heutzutage, schaut mal rein!

Und ob der Fransche Herdershond ein Briard sein soll ist nicht zu erkennen  Cool.

Karina

Karina

Welpenerwerb

Karina | 08. Juli, 2012 10:10

oder wie ich zu meinen Briards gekommen bin. Cool

Herbst 1994 fiel die Wahl nach langem reiflichen Überlegen auf die Rasse Briard, weil der 17 Jahre alte Briardmix eines Freundes mich begeisterte.

Also beim VDH angerufen, die Nummer von der Welpenstelle des BCD bekommen und mir eine Liste der aktuellen Briardwürfe schicken lassen. Kontakt zu diversen Züchtern aufgenommen, mich in Büchern schlau gemacht, worauf man bei einer Zuchtstätte achten solle, was HD ist etc., und einen Welpen in Ostfriesland nahe der holländische Grenze quasi vorbestellt. Und da mir klar war, dass mit einem Hund Fernurlaube nicht mehr möglich sind den Traumurlaub in der Karibik gebucht. 10 Tage vor Weihnachten wäre die Welpenabgabe  gewesen, der Urlaub ging 3 Tage über diesen Termin hinaus, es gibt ja auch noch Arbeitgeber, die dort mitreden. Dann kam der grosse Tag, an dem wir "unseren" Welpen mit 5 Wochen das erste mal besichtigen wollten. Am Abend vorher rief die Züchterin an, ihr Mann wäre dagegen, "unseren" Welpen 3 oder 4 Tage länger zu behalten, sie müssten schnell weg, deswegen hätten sie sich für einen anderen Interessenten entschieden Tongue out.

Wieder in die Welpenliste geschaut, bei der Zucht vom Brauhausberg in Potsdam angerufen, es wäre noch ein Rüde übrig, in die Karibik geflogen und danach die Welpenbesichtigung in Potsdam, Abgabetermin war Mitte Januar. Sofort in Merlin verliebt, versucht Welpenurlaub zu bekommen und dann Merlin mit knapp 9 Wochen in Potsdam abgeholt, welch Freude, welch Glück. Übrigens eine HD-freie Verpaarung, was ihn nicht davor schützte, selbst HD-D zu bekommen.

Eigentlich wollte ich einen gesunden Hund haben, mit dem ich auch Hundesport hätte machen können, als Merlin gut 1 Jahr alt war, Ausblick nach einem schwarzen Briardwelpen gehalten. Im April 1996 vermittelte bei einer Ausstellung Merlins Züchterin den Kontakt zu den Zottelbär-Züchtern, die Pfingsten ihre Hündin decken lassen wollten. Es war erfolgreich und nachdem die Welpen im August  4 Wochen alt waren, das erste Mal nach Dessau gefahren und den Dojan ausgesucht. Knapp 4 Wochen später durften wir ihn abholen, welch Freude, welch Glück. Ein traumhafter Arbeitshund, der mit 12 Monaten seine erste BH ablegte, im Agility erfolgreich war, der später Rettunghund beim DRK wurde und auch viele Einsätze als Besuchshund in Schulen und Kindergärten hatte.

Dann kam das grausame Jahr 2008 und nach nur 12 Tagen schwerer Krankheit starb Dojan mit nur 11,8 Jahren völlig unerwartet. Es war auch klar, dass es mit Merlin langsam zu Ende geht und so toll wie er Dojan erzogen hat wollte ich noch, dass er Dojans Nachfolger auch so toll erzieht, 2,5 Monate hatte er dafür nur Zeit. Für mich ist ein neuer Hund der beste Trost, also die ganze Nacht im Internet geschaut, ob es irgendwo einen etwas älteren Welpen gibt, der übriggeblieben ist. Dann den Hoshi aka Bahlow de la Bohémienne noir gefunden, 10,5 Wochen alt. Seinen Stammbaum von einer Freundin die ganze Nacht checken lassen, dann morgens dort hingefahren und mitgenommen, welch Freude, welch Glück.

Dann kam das grausame Jahr 2012, innerhalb von nur 3 Stunden starb Hoshi an einer Vergiftung, er hatte das erste und einzige Mal in seinem Leben draussen etwas gefressen und bekam dafür die Todesstrafe, er war unrettbar verloren. Völliger Zusammenbruch meinerseits, ohne Hund, ohne Hoshi war es nur grauenvoll, da nützten auch diverse Beruhigungsmittel nichts.

Freundinnen, die sich auch sonst einfach nur rührend um mich kümmerten, fanden im Internet dann den Kolja aka Organdy Enfant par la Garrigue, knapp 4 Monate alt (irrtümlich dachte ich, er wäre 5 Monate alt), übriggeblieben. Ich wollte keinen Welpen, sondern einen jungen Briard zwischen 5-7 Monaten und das möglichst schnell, da ist die Auswahl nicht besonders gross, aber da ich von diesen Züchtern den Indigo besonders gut kenne war es für mich Referenz genug. Wesen und Sozialisierung stehen für mich besonders weit oben.

Und so kam 3 Tage später Kolja zu mir, welch Freude, welch Glück.

Während meine ersten beiden Briards klassisch zu mir kamen, man schaut an verschiedenen Stellen, man wartet monatelang, man sucht nach bestimmten Kriterien aus etc. kamen die anderen beiden auf andere Art zu mir, quasi als "Nothunde", übrig gebliebene Welpen, die nicht länger beim Züchter bleiben sollten. Sicher nicht der klassische Tierschutz, aber ein bisschen Tierschutzgedanke steckt schon drin.

Ich habe auch bei erwachsenen Notbriards geschaut, aber wie das so ist, ist keiner da, wenn man einen braucht. Ich hätte auch einen 4 oder 6 Jahre alten Briard genommen und bei dem hätte ich ganz sicher nicht darauf geachtet, ob er aus einer HD-freien Verpaarung kommt oder geschallt ist. Kolja war zufällig jünger Cool.

Würde ich mir klassisch wieder einen Welpen aussuchen wollen würde ich natürlich klassisch vorgehen ... Andererseits würde ich wohl eher dahin tendieren, falls es noch mal einen Zweitbriard gibt, wieder einen übriggebliebenen zu nehmen, einen den keiner haben will, der schon älter ist. Oder auch einen erwachsenen. Und trotzdem nehme ich mir das Recht heraus zu kritisieren, wenn zur Zeit in der Briardzucht nicht alles so läuft wie es laufen sollte, wie verwerflich von mir Tongue out. Wenn ich ein 2 jahre altes Auto fahre dürfte ich sicherlich auch kritisieren, wenn die Neuwagen dieser Marke neuerdings ohne funktionierende Bremsen gebaut werden würden Cool.

Es war immer perfekt, welche Hunde zu mir gekommen sind, ich würde es immer wieder so machen.

Karina

 

PS: Allerdings frage ich mich, warum mancher Briardwelpenwurf, obwohl geschallt und aus einer HD-freien Verpaarung noch fast komplett mit mittlerweile 6 Monaten alten Hunden beim Züchter versauert ...

Oder ein Wurf zwar geschallt, aber nie ausgewertet wird. Nur damit man erzählen kann, die Welpen sind geschallt?

 

Rasseirrsinn

Karina | 06. Juli, 2012 22:13

Beim VDH gibt es über 400 anerkannte Hunderassen, dazu kommen ca. 50 Rassen, die nicht anerkannt sind, da ist es natürlich zwingend erforderlich, selbst eine neue Rasse zu erfinden, den idealen Seniorenbegleithund, der nicht bellt, der komplett erzogen zur Welt kommt, der unendlich gesund ist, einen idealen Menschenbegleiter, die nach 3 Jahren Zucht vorhersagbar mindestens 15 Jahre lang leben, die sich mit jedem Hund und jedem Haustier vertragen, hochintelligent, anpassungsfähig, keine Hundeallergien auslösend, ohne Jagd- und Hütetrieb, die sich niemals mehr als 20 m von ihrem Halter entfernen, selbstverständlich kinderfreundlich, ein geborener Behindertenbegleithund, die Stars jeder Hundeschule, kurzum der Wunderhund!

Ausserdem sind alle Farben, alle Grössen, alle Ohrhaltungen, alle Fellarten erlaubt, jeder Hund ein Unikat, die perfekte Rasse!

Ihr glaubt diesen Schwachsinn nicht? Doch, es ist wahr, es gibt diese neue Rasse, gezüchtet aus zig verschiedenen Rassen, wie man das in nur 3 Jahren schafft ist ein Rätsel, zur Abkürzung nahm man den ELO, ein Mix aus 7 Rassen, dazu Pudel und diverse Hütehunde, z.B. Islandhunde, halt alles, was in der Nachbarschaft so rumläuft.

Tatata, es ist die brandneue Hunderasse Merlsheimer!

Und da man als guter Hundezüchter ja keinesfalls berufstätig sein darf, bestreitet man halt seinen Lebensunterhalt mit der Zucht von möglichst vielen Mixen, die man den ahnungslosen Leuten als teure Rassehunde andreht. Und die Halter sind schwer beleidigt, wenn man ihrem x-beliebigen Mix die Bezeichnung Rassehund verwehrt.

Darauf hat die Welt noch gewartet ....

Karina

Quo vadis, Briard? UPDATE 2

Karina | 04. Juli, 2012 23:06

Es wird mal wieder Zeit für eine statistische Bilanz über die Gesundheit des Briards. Es sind einige sehr, sehr unschöne Trends erkennbar Tongue out.

8 Würfe sind in der neuen Briard-Revue gemeldet, mich hat ein wenig erschreckt, dass es in 5 Würfen zu toten Welpen kam, in einem sogar 4, allerdings war dieser Wurf auch extrem zahlreich, 17 Welpen insgesamt.

Bei den Deckmeldungen gibt es eine relativ breite genetische Streuung, nicht optimal, aber doch deutlich breiter als in früheren Zeiten wo sich damit gebrüstet wurde, dass eine einzige Hündin insgesamt 1000 direkte genetische Nachfahren hat. Ein Rüdenname taucht allerdings 5 mal auf bei nur 17 Deckungen in 3 Monaten. Dann gab es in dieser Zeit noch 8 Deckungen ausserhalb des Briardclub Deutschlands, nämlich im Ausland und beim Club für französische Hirtenhunde, 5 davon durch einen einzigen Deckrüden, dessen Linie stark in Verdacht steht, ektope Ureter zu vererben.  Dazu unten mehr.

Diese Linie übrigens war bei der letzten Zuchtzulassung überproportional stark vertreten. 14 Rüden bestanden ihre 1. oder 2. Zuchtzulassung, o.g. Rüde, sein Bruder und 2 Söhne, ausserdem 1 Tochter und 1 Nichte. Insgesamt wurden also 25 Hunde zugelassen, 5 aus dieser einen Linie, 3 andere sind ebenfalls in erster Linie verwandt, die genetische Basis dürfte gerne breiter sein. 7 Hunde haben übrigens Auflagen wegen der Zähne, das war früher auch nicht soviel.

Die HD-Auswertungen waren meiner Erinnerung nach in den letzten Jahren etwas besser als zur Zeit. 3 E-Hunde waren dabei.

2011 gab es 104 HD-freie Hunde, 20 mit HD-B, 7 mit HD-C, 9 mit HD-D. Es darf davon ausgegangen werden, dass sicherlich einige schlechte Röntgenbilder von besonders ehrgeizigen Züchtern gar nicht erst eingeschickt werden.

Jetzt zum Thema EU, ektoper Ureter, es ist skandalös!!!

Bei der letzten Züchtertagung am 17.3.12 gab es einen umfangreichen Vortrag zu diesem Thema von Prof. Nickel, sehr schön protokolliert von Marlies Werkmeister, danke dafür.

Stichpunkte daraus: EU führt zu Harninkontinenz, Blasenentzündungen und zur Niereninsuffizienz, also nix harmloses.

Es gibt stille Ektopien, die erst erkannt werden, wenn beide Nieren schon zerstört sind.

Es gibt 4 Befunde im BCD:

- normal

- abweichend1

- abweichend2

- EU

Bisher gab es im BCD 439 Untersuchungen (offiziell eingeschickte, auch hier sicherlich eine hohe Dunkelziffer), 75% nur normal, 11% abw1, 6% abw2 und 7% Ektopie. In einem Wurf von 12 Welpen waren 5 Welpen ohne normalen Befund, in einem anderen 3 von 8.

Ektope Ureter werden eindeutig vererbt und zwar rezessiv!

TRETEN IN EINEM WURF EU AUF, SIND IMMER BEIDE ELTERNTIERE VOM GENOTYP BETEILIGT!!!

Und jetzt der entscheidende Satz: der Übergang von abw2 zu EU ist minimal!!!

Eigentlich ist abw2 damit eine leichtere EU-Form, ist aber EU.

Und jetzt schaue man sich die neue Zucht-und Körordnung, beschlossen am 6.5.12 (!!!) an!!!

Ab 1.4.12 sind alle Welpen auf EU zu untersuchen und offiziell auszuwerten, super und schon lange überfällig.

Hunde mit abw2 werden nicht mehr zur Zucht zugelassen, auch sehr erfreulich.

ABER und das ist ein echter Skandal!!! Für Hunde, die schon eine Zuchtzulassung haben und bei denen abw2 besteht, besteht Bestandsschutz, ich bin fassunglos.

Zuchthunde mit einer leichteren EU-Form, siehe Prof. Nickel dürfen noch IMMER Nachkommen mit EU-Erkrankung oder EU-Genen zeugen, das kann nicht wahr sein!

Aber logisch, wird doch diese Ordnung von auch Züchtern und Deckrüdenbesitzern beschlossen, deren Hunde abw2 haben bzw. denen es nur noch nicht offiziell nachgewisen werden konnte, man braucht sich aber nur die Auwertungen der Nachkommen anzusehen, s.o. und dann weiss man Bescheid!

Und jetzt noch mal oben nachlesen.

Noch immer decken Rüden wie die Weltmeister, die laut Prof. Nickel 100%-ige Genträger sind, weil sie Welpen mit EU produziert haben!!! Diese Rüden haben Bestandsschutz!!! Aber auch gentragende Hündinnen werden weiterhin gedeckt, auch sie haben ja Bestandsschutz!

Liebe Genträgerbesitzer, geht verdammt noch mal arbeiten und lebt nicht von den Deckgebühren und Welpenpreisen, die eure defekten Hunde für euch verdienen, indem sie noch mehr kranke Hunde in die Welt setzen!

Jeder Hund, der auch nur einen einzigen EU-Welpen produziert muss SOFORT aus der Zucht genommen werden. Über Pinkler wird schon seit etlichen Jahren hinter vorgehaltener Hand geredet und ich kenne verantwortungsvolle Züchter, die um diese Linien seit langem einen grossen Bogen machen, aber leider nicht alle.

Ein weiteres Problem sind die Rüden aus dem Ausland, wo die Untersuchungen bisher freiwillig sind.

Die betroffenen Züchter jaulen auf, dass dann die genetische Breite zu schmal wird, wenn konsequent gehandelt werden würde und nach wievor sammeln sie Championtitel am laufenden Band, aber s.o., die genetische Breite wird eh schon eingeschränkt.

Vielleicht wäre es auch an der Zeit, unsinnige Standards aufzuweichen, die gesundheitlich und auch sonst völlig irrelevant sind. Warum muss z.B. jeder Briard als Zeichen einer früherer Inzucht in den Anfängen der Rasseentstehung doppelte Afterkrallen haben, wären gesunde Nieren nicht unendlich viel wichtiger?

Quo vadis, Briard???

Karina

PS: Bisher sind es nur die EU, aber es gibt auch anscheinend weitergehende Nierendefekte beim Briard, über die noch gar nicht diskutiert wird. Koljas Bruder ist zu Leuten gegangen, die kurz davor ihre Briardwelpin einschläfern lassen mussten, weil eine Niere gar nicht angelegt war und die andere haselnussgross und nicht funktionsfähig.

 

UPDATE 1:

Es sei mir eine Spekulation gestattet. Merlin war in jungen Jahren manchmal ein wenig harninkontinent. Als er 10 Jahre alt war wurde bei ihm eine Niereninsuffizienz festgestellt, ungewöhnlich früh, der Grund war unbekannt Wenn ich dann in seinen Stammbaum sehe und feststelle, dass sein Vater der Urgrossvater von dem oben erwähnten Rüden ist, ist das Zufall? Hatte Merlin einen ektopen Ureter, von dem damals niemand etwas wusste???

 

UPDATE 2:

Erinnert ihr euch noch an den Gregor Mendel? Die Mendelschen Gesetze im Biologie-Unterricht? An weisse, rote und rosa Erbsenblüten?

Ein kleiner Ausflug in die Genetik ( übrigens war Genetik schon immer eines meiner Hobbys, es gab Zeiten, da wollte ich es auch hauptberuflich machen, blieb dann aber bei normalen beruflichen Kenntnissen und genetischen Beratungen):

Menschen und Hunde und viele andere Lebewesen haben einen doppelten Chromosomensatz, d.h. sie haben auch jedes Gen (Unterabschnitte eines Chromosoms) doppelt.

Rezessiv heisst, dass die Krankheit nur ausbricht, wenn BEIDE Gene dafür befallen sind, dominant heisst, dass die Krankheit ausbricht, wenn nur EINES der beiden Gene befallen ist. EU wird rezessiv vererbt.

Kinder und Welpen bekommen jeweils ein Gen vom Vater und ein Gen von der Mutter und nun beginnt die Lotterie.

- Sind Vater und Mutter Genträger für EU ohne selbst die Krankheit zu haben heisst es, sie haben jeweils ein gesundes und ein krankes Gen, für ihre Kinder besteht eine 50/50 Chance, ein krankes oder ein gesundes Gen zu bekommen. 25% der Kinder bekommen jeweils die beiden gesunden Gene, 25% die beiden kranken (EU tritt auf) und 50% bekommen ein krankes und ein gesundes, sind also wieder Genträger ohne Erkrankung.

- Ist nur ein Elternteil Genträger bekommen 75% der Kinder beide gesunde Gene, 25% werden wieder zu Genträgern, erkrankte Kinder gibt es nicht.

- Ist ein Elternteil erkrankt, sind also seine beiden Gene befallen, und ist der andere Elternteil kein Genträger, sind die Kinder zu 100% Genträger, aber keines ist krank.

- Ist ein Elternteil erkrankt und der andere Genträger gibt es 50% EU-kranke Hunde und 50% Genträger, ein Drama.

Kommt also heraus, dass ein Bruder oder eine Schwester Genträger ist oder EU hat könnt ihr oben die Wahrscheinlichkeiten herauslesen, wie weit die Geschwister befallen sind.

Hat Bruder oder Schwester eine EU, sind ALLE Geschwister mindestens Genträger! Auch die und ihre Nachkommen gehören komplett aus der Zucht genommen.

Was so mancher Züchter spielt ist nichts anderes als Russisches Roulette! Und so mancher scheint den Biologieunterricht in der Schule komplett verschlafen zu haben Tongue out. Und es werden schon Stimmen aus Züchterkreisen laut, man müsse halt mit EU leben, genau wie mit HD. NEIN, denn das Zuchtziel kann nur heissen, gesunde Hunde, die keine Träger irgendwelcher Erbkrankheiten sind, zu züchten. Interessanterweise wird bei Dingen wie Fellfarbe, Felllänge, Fellqualität etc. anscheinend doch genauer auf den Herrn Mendel geachtet ...

 

Kastration be Hunden

Karina | 05. Mai, 2012 13:10

Seit Jahren wetter ich bekanntermassen gegen das Thema Kastration aus nichtmedizinischen Gründen:

Kastration 1

Kastration 2

Kastration 3

Kastration 4 (Angeblich so ungefährlich)

Und regelmässig treffe ich arme Kastraten, die aus völlig unsinnigen Gründen bzw. einfach mangelnder Erziehung kastriert wurden, z.B. ein Junghund, der nicht mehr auf die Pfeife hörte (!!!) und u.a. deswegen kastriert wurde, ich aber gleichzeitig sehe, wie blödsinnig gepfiffen und belohnt wird Tongue out, so kann es auch nicht klappen!

Glücklicherweise gibt es endlich prominente Schützenhilfe, z.B. dieses sehr schöne Interview mit Dr. Gansloßer:

Teil 1

Teil 2

Und sein Buch Kastration und Verhalten beim Hund , wobei ich gestehen muss, ich hab es noch nicht gelesen, es liegt noch im Amazon-Einkaufskorb.

Hätte ich einen funktionierender Drucker würde ich wahrscheinlich das Interview ausdrucken und hier überall an die Bäume hängen ...

Karina

Körpersprache

Karina | 19. April, 2012 01:30

Da weiss man nun seit vielen Jahren, wie unendlich wichtig die eigene Körpersprache in der Kommunikation zu seinem Hund ist und doch tappt man immer wieder mal in selbstgestellte Fallen Tongue out. Kolja lernt schnell und gut und seit einigen Wochen üben wir sporadisch aus dem Platz ins Sitz. Merkwürdigerweise (sic!) klappte es fast nie, eher im Gegenteil, aus der Sphinxstellung kippte Kolja oft noch mit dem Hinterteil zur Seite. Er liess sich nicht mal mit leckeren Leckerlis dazu bestechen, sich auf zu setzen. Das Sitz kennt er von Anfang an, das klappt aus dem Stand mit Handzeichen sehr zuverlässig.

Bisher löste ich die Situation immer auf, indem ich weiterging und er mir dann folgte, etwas frustrierend.

Heute morgen war es wieder das gleiche, Kolja im Platz und er blieb trotz Sitzzeichen liegen. Tongue out Warum auch immer ging ich einen Schritt weg und kippte dabei meinen Oberkörper von Kolja weg und zack, er sass.

Analyse:*grummel* logo, dass er immer liegen blieb, denn meine Körperhaltung war "dominant", ich habe mich anscheinend fast immer beim Sitzzeichen leicht über ihn gebeugt und clever wie er ist befolgte er mein "geheimes Kommando" und blieb liegen. Signale, die mit dem ganzen Körper gegeben werden sind natürlich immer stärker als Handzeichen.

Also geht es ab morgen mit neuer Selbstkontrolle von vorne los Cool.

Als Tipp, als Erinnerung an euch: idealerweise übt man mit seinem Hund vor einem grossen Spiegel Cool, falls ihr das nicht könnt, achtet genaustens auf eure Körperhaltung! Wohin zeigen eure Schultern? Euer Becken? Eure Wirbelsäule? Eure Beine? Eure Arme? Euer Kopf? Und v.a. analyisert eure Haltung, wenn euer Hund nicht das macht, was ihr gerade von ihm möchtet! Typisches Beispiel, was man oft sieht: der Hund wird mit leicht vorgebeugtem Oberkörper gerufen und der Halter wundert sich, warum der Hund nur zögerlich, wenn überhaupt kommt ....

Und? Wie siehts bei euch aus?

Karina

Leckerlis

Karina | 03. April, 2012 21:43

Ja, manchmal ist es auch lustig auf den Elbwiesen. Vorhin trafen wir auf 2 Retriever und Kolja spielte fröhlich mit ihnen. Da das Briardspiel nicht immer so ganz kompatibel mit Retrievern ist Cool pfiff ich irgendwann Kolja aus 100m Entfernung aus dem Spiel ab und sofort kam er angerast. (da muss ich noch ergänzen, dass er 1 h später 2 Enten im Bach aufstöberte, natürlich hinterher rannte, aber als dann wieder auf etwa 100 m Entfernung mein Pfiff kam er wieder zu mir zurück gerast, was mich wieder sehr freute!)

Wir gingen dann weiter, als Theo (1 Jahr alt) auf der Elbwiese auftauchte, frei am Rad laufend. Seit Monaten muss ich mir fast jeden Abend verächtliche blöde Sprüche von seinem Herrchen anhören, weil ich mit Leckerlis arbeite, er würde das niemals machen.

Theo rannte zu den Retrievern hin, um mit ihnen zuspielen. Sein Herrchen wartete Minute um Minute, fuhr langsam weiter, seinen Hund immer wieder rufend, der in keinster Weise reagierte. Nach 10 min schmiss sein Herrchen ziemlich sauer das Rad hin und ging zurück. Nach 2-3 min hatte er es geschafft, seinen Hund einzufangen und anzuleinen und fuhr mit ihm angeleint weiter.

Leider war ich schon zu weit weg, wie gerne hätte ich ihm gesagt: "Mit Leckerlis wäre das nicht passiert!" Cool

Tja, und neulich beklagte sich der Halter eines 9 Monate alten Dackels bei mir darüber, dass sein Hund zwar immer seinen Ball zurückbringen, ihn aber niemals hergeben würde. Vorher hatte er mir auch leicht überheblich gesagt, dass er seinem Hund niemals Leckerlis geben würde. Ich antwortete dann, dass er vielleicht mal versuchen sollte, den Ball gegen ein Leckerli zu tauschen Cool. Oh, dieser Blick ...

Auch oder gerade bei Hunden geht Liebe durch den Magen, warum sind die meisten Hundehalter so borniert und verzichten auf die ideale, die perfekte Belohnung für ihren Hund???

Ich schätze meinen Chef sehr, aber ich würde den Teufel tun, auch nur einen einzigen Handschlag für ihn zu machen, würde ich nicht an jedem Monatsende meine Belohnung = mein Gehalt bekommen. Warum also sollte ich so einen Unfug von meinem Hund verlangen???

Unendliches Thema ...

Karina

 

8. Welpenkurs Videos 2

Karina | 09. März, 2012 19:58

So, leider hab ich nicht alles gefilmt, aber hier könnt ihr mal sehen, warum der Welpenkurs von Stefan und Mandy weit und breit der allerbeste ist, mit grossem Abstand.

Es sind v.a. Stefans Vorträge mit den praktischen Übungen:

Richtiges Spielen mit Hunden 1

Richtiges Spielen mit Hunden 2

Kolja spielt Stöckchen mit Mandy

Kolja und Alina

Viel Spass und Lautsprecher an!

Karina

Die Pfeife

Karina | 06. März, 2012 18:23

2 Monate lang kam ich mir richtig nackt vor, wenn ich Gassi ging, weil ich keine Pfeife um den Hals hatte Tongue out. Während ich seinerzeit bei Hoshi anfangs an noch überlegt hatte, ob ich ihn auf eine Pfeife konditioniere habe ich Kolja vom 1. Tag an klassisch auf die Pfeife konditioniert. Hoshi mit der Pfeife zu führen war einfach grossartig, er konnte dadurch nahezu unbegrenzte Freiheiten geniessen und es hat mir sehr sehr viel Sicherheit gegeben. Und zu den Zweiflern von damals Cool (siehe die Kommentare damals): ich hab seit 4 Jahren die selbe Pfeife, ich hab sie in der Zeit ca. alle 2 Monate einmal vergessen mitzunehmen, wenn überhaupt (manchmal sogar im Gegenteil Cool), und die Rückholquote betrug nahezu 99,9%! Niemals stand ich irgendwo und musste Hoshis Namen laut oder gar mehrfach rufen, ich hasse sowas Tongue out. Ich konnte ihn über Entfernungen dirigieren, die meine Stimme niemals geschafft hätte.  Ich denke, ich hab es nicht gebloggt, aber 2 Wochen vor seinem Tod sprang direkt vor ihm beim Gassi in Kiel ein Kaninchen auf und raste Richtung Hauptstrasse. Hoshi natürlich reflexmässig hinterher, aber nach meinem Pfiff brach er sofort ab und kam zu mir.

Seit gestern benutze ich nun die Pfeife auch draussen unter leichter Ablenkung und es klappt super. Kolja kommt freudig angeschossen und bekommt sein Futterdöschen. Langsam werden wir es steigern Cool, damit die Pfeife zu 100% konditioniert ist bevor Kolja in die Pubertät kommt, sicher ist sicher.

Karina *wieder mit Pfeife um den Hals*

Kastratenfutter

Karina | 21. September, 2011 19:25

Dass ich eine entschiedene Gegnerin von Kastration aus nichtmedizinischen Gründen bin ist hinlänglich bekannt. Genauso wie ich Trockenfutter verabscheue. Was ich aber jetzt entdeckt habe ist einfach unfassbar! Albern genug, dass es extra Trockenfuttersorten für bestimmte Hunderassen gibt, vom Chihuahua über den Boxer bis zu Deutschen Dogge (was sollen eigentlich die armen Trockenfutterfanatiker geben, deren Rasse dort nicht präsent ist?), aber jetzt wird der Albernheit/Geldschneiderei die Krone aufgesetzt: es gibt jetzt tatsächlich Trockenfutter extra für kastrierte Hunde!!!

Für kleine Kastraten, für grosse Kastraten und tatsächlich sogar für kastrierte Labrador Retriever! Da stellt sich die Frage, ob Labrador Retriever besonders häufig kastriert werden oder deren Halter besonders empfänglich für dümmliche Werbestrategien sind.

Werbetext dieses Futters: "Eine Kastration führt zu Veränderungen im Hormonhaushalt und der Energiebedarf des Hundes ändert sich"

Genau ihr Spacken, durch die Kastration werden diese Hunde durch die Veränderungen im Hormonhaushalt häufiger krank, häufiger durch andere Hunde gemobbt, gerade kastrierte Labbirüden werden ständig vergewaltigt und dann sollen sie auch noch mit überteuertem Industriemüll vollgestopft werden. Und warum ändert sich der Energiehaushalt? Weil die armen Kastraten ständig Hunger haben, Schilddrüsenunterfunktionen bekommen, phlegmatisch werden. Super! Nicht zu vergessen, dass Trockenfutter eine der Hauptursachen für tödliche Magendrehungen ist.

Hauptbestandteil dieses unsäglichen Futters ist übrigens Mais, Geflügelmehl (gemahlene Federn, Schnäbel, Krallen), Weizen, Maiskleber, Zellulose, getrocknete Rüben und Vorsicht, es kann Spuren von tierischem Eiweiss (Fell, Hufe, Hörner) enthalten, das ganze dann zum stolzen Preis von 8 EUR pro Kilo, Hühnerfutter ist günstiger und hochwertiger. Für Katzen gibt es diesen Müll übrigens auch.

Diesen armen Hunden wird gar nichts mehr gegönnt! Kein intaktes Hundeleben, kein artgerechtes Futter!

Karina

Krankenpflege

Karina | 08. September, 2011 16:29

So mancher mehr oder minder frischgebackene Welpen-/Junghundebesitzer sieht sich plötzlich damit konfrontiert, an seinem Hund nach Anweisung des Tierarztes herumzudoktern bzw. ihm manchmal unangenehme Krankenpflege angedeihen lassen zu müssen.

Dafür gibt es 2 Methoden: 1. die Idiotenmethode oder auch Tierquälermethode und 2. die liebevolle Krankenschwestermethode.

Erstgenannte Methode beinhaltet gewaltätiges tierquälerisches Verhalten vom Hundehalter gegenüber dem jungen (!!!) Hund, was sicherlich zu Vertrauensverlust und auch Gegengewalt führen kann. Bei aller Intelligenz, die ich Hunden zugestehe, halte ich mich ihm gegenüber doch in vielen Bereichen für intellektuell überlegen und das sollte Mensch auch nutzen, Idioten können es wohl leider nicht Cool.

Nehmen wir das Beispiel Verabreichung von Augentropen in ein Welpenauge mehrmals täglich. Im Netz, nicht immer nur Segen sondern auch oft Fluch, geistern haarsträubende Tipps!!! Den Hund zwischen den Beinen einklemmen, wenn der Hund sich dann wehrt Ohrfeige, Schnauzengriff, auf den Welpen (!!!) setzen und Kopf gewaltsam zu Boden drücken, anschreien, etc. und weitere gewaltätige tierquälerische Massnahmen, so dass man einfach nur loskotzen könnte! Hab ich es als Mensch tatsächlich nötig, mich SO gegenüber einem Welpen zu verhalten??? Soll er tatsächlich von MIR lernen, dass man mit Gewalt seine Interessen durchsetzen darf? Was für ein jämmerliches Armutszeugnis!!!

Nun zur 2. Methode, denn Hoshi hatte als Welpe mehrfach eine Augenentzündung und bekam mehrfach täglich Augentropfen. Das Rezept:

Hund an der Flasche schnuppern lassen, dann in eine friedliche Grundstimmung bringen mit vielen kleinen Wurststückchen, die er bekommt wenn er brav vor mir sitzt.

Ich hab dann in die linke Faust eine halbe Wurst genommen, ihn dran schnuppern lassen, die geschlossenen Finger vorne an die Schnute gelegt, mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand sanft das Unterlid leicht gezogen, die rechte Hand sanft auf den Kopf gelegt und gleichzeitig eingeträufelt. Hoshi interessierte das gar nicht, wollte er doch an die Wurst in der Faust kommen. Waren die Tropfen drin, ging die Faust langsam auf und er bekam seine Wurst. Da war kein Festhalten oder Zwischendiebeineklemmen nötig. Nach der 3. Gabe war es für ihn klar, Würstchentime Cool und sobald ich die Augentropfen-Flasche in die Hand nahm setzte er sich vor mich hin, leckte an der Würstchenfaust und harrte ruhig der Dinge, die da noch kommen mögen. Dieses Urvertrauen in mich, was er da erwarb, war Gold wert, als er richtig krank war.

Ich kann ihn IMMER und ÜBERALL anfassen und dabei auch unangenehme Krankenpflegemassnahmen durchführen ohne dass er je auf die Idee käme, sich dem zu entziehen oder sich gar zu wehren.

Karina

 

Wie kommt man bloss auf solch schwachsinnige Idee, sich auf seinen Hund gar Welpen zu setzen???? Den man doch vorgeblich liebt???

Deutsche servieren Haustieren den letzten Fraß

Karina | 06. September, 2011 19:50

Deutsche servieren Haustieren den letzten Fraß, ein wirklich lesenswerter Artikel über das, was tagtäglich viele Hundehalter ihren Hunden antun ...

Wie abartig, Unmengen an Geschmacksverstärkern ins Futter zu packen, damit Hunde den allerallerletzten Müll fressen!

 Ihr MüllTrockenfutterfanatiker, was spricht z.B. dagegen, einen Grossteil des Hühnerfutters Trockenfutters gegen z.B. tiefgefrorenes Hühnerklein zu ersetzen? Kostengründe dürften es nicht sein, gibt es die 500-g Packung doch für 39-59 Cent, bisschen günstiges Saisongemüse dazu, vielleicht noch etwas Reis und Öl und selbstgezogene Kräuter von der Fensterbank und 1 EL Bierhefe etc.  und ihr habt ein feinstes, günstiges und GESUNDES Hundefutter, was nahezu jeder Hund verschlingt OHNE Geschmacksverstärker und der Zeitaufwand ist vielleicht 3-4 min mehr am Tag, das sollte einem der Hund und seine Gesundheit doch wert sein???

Karina

 
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