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Briard - Blog

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Welpenstunde Hundeschule Lohse 2

Karina | 25. Februar, 2012 21:06

So, fertig gefrustet:

Leinebeissen:

Ihr wisst, dass ich ein militanter Gegner jeglicher Unsanftheit gegenüber Hunden bin und auch Leinen hasse. Wenn also ein Welpe spielerisch in die Leine beisst, sollte man als ausgebildete Hundetrainerin andere Möglichkeiten kennen als den Welpen zu übernehmen und ihn an straffer Leine nach oben zu ziehen, damit er die Leine mit seinen Zähnchen nicht mehr erreicht. Keiner meiner Welpen hat je mehr als 2 Mal in seine Leine gebissen, es ist ganz einfach.

Dann durften wir weiterspielen:

 

 

 

 

Vom Platz aus hat man einen herrlichen Blick bis nach Dresden:

Der wohl Herdenschutzhundwelpe:

Ich gebe zu, ich hab nicht soviel Ahnung von Herdenschutzhunden, dafür aber um so mehr vom Nesthockersyndrom bei Welpen, Kolja neigte extrem dazu, und ich vermute, dass dieses Nesthocken bei den Herdenschutzhunden noch viel ausgeprägter ist.

Als die Halter kamen, haben sie ihren Welpen auf den Platz getragen, weil er nicht gehen wollte, nicht vom Auto weg, das war völlig richtig.

Aber was passierte dann? Ich hab nicht mitbekommen, ob es auf Anweisung oder "nur" mit Billigung der Hundetrainerin geschah: der Welpe wurde mehrfach über etliche Meter an der Leine sitzenderweise über den Platz geschleift, auch später zum Auto hin, als ich dort vorbei fuhr. So einen Scheiss hab ich bisher überhaupt noch nicht gesehen!!! Ein Zwischenergebnis war, dass er am Ende aus dem Freilauf nicht mehr zu seinen Haltern wollte. Anscheinend galt die Parole, dass man sich einem vermutlichem Herdenschutzhund gegenüber frühzeitig streng durchsetzen sollte Tongue out. Kein Welpe hat es verdient, so malträtiert zu werden, ich vermute, dass es bei einem HSH vielleicht noch üblere Folgen haben kann, was sagen die Experten dazu? Ich habe den Vortrag über das typische Nesthocken von Welpen vermisst. Stefan reagiert auf all solche Situationen immer sofort und hält Minivorträge. (Ha Stefan, ich guck nicht nur auf Kolja und mach Fotos, ich bin auch imemr mit einem Ohr bei dir Cool)

Wildes Spiel, aber ich wurde von Wenzel auch immer wieder aufgefordert:

 

Mit den beiden Kleinen war ich dann echt vorsichtig:

 

Dann wars vorbei.

Noch einige Anmerkungen: wenn ein Halter seinem Hund innerhalb einer Minute 30 mal Sitz sagt, teilweise 3 mal pro Sekunde, und dabei immer mit der Hand auf den Hintern drückt, der Hund aber entweder gar nicht reagiert oder sofort wieder hochschnellt, erwarte ich von einer Hundetrainerin, dass sie sofort und eindeutiger reagiert und den einfachsten Trick der Welt, nämlich einem Welpen das Sitz beizubringen, vorführt und erklärt, sowas aber auf keinen Fall durchgehen lässt.

Übrigens fällt mir bei ALL meinen Kritikpunkten gerade auf, dass ich keinen davon bei Stefan und Mandy anbringen könnte, weil sie immer sofort und adäquat auf diese typischen Probleme reagieren.

Noch ein Punkt: wann immer ein Welpe an einem Menschen hochsprang wurde befohlen sich wegzudrehen und/oder den Hund wegzudrücken. Meine Meinung ist, dass viel zu streng auf das Anspringen von Welpen reagiert wird! Nicht nur hier und dort, sondern generell überall.

Hoshi war ja auch ein extremer Hochspringer, es liess dann von alleine nach, 3-4 mal hab ich blöde Sprüche von den Angesprungenen zu hören bekommen (interessanterweise auch von einer Halterin, deren Jack Russell hundertmal mehr Leute und zwar schmerzhaft angesprungen hat, auch noch als erwachsener Hund). Schlimmstenfalls bietet man halt die Reinigungskopsten an, aber es kotzt mich an, auf reine pure FREUDE von Hunden und das drückt das Anspringen meistens aus, mit Gewalt zu reagieren. Gerade Welpen sollten auch von anderen Menschen = Hundehaltern in ihrer Zutraulichkeit bestärkt werden!!!

Bloch beschreibt in seinem exzellenten Buch "Wölfisch für Hundehalter" sehr schön die Gründe für das Anspringen (ich bin jetzt zu faul, das Buch zu suchen und genau zu zitieren Tongue out), es ist einmal nur Spiel/Freude/Demut/Zuneigung und viel, viel seltener eine Form von "Dominanzverhalten". Man kann es prima voneinander unterscheiden.

Leute, seid doch nicht so streng zu euren Babys, geht nicht die Gefahr ein, ihr Vertrauen zu verlieren!

Hoshi war ein Freigeist, mit maximal wenig Grenzen erzogen und er war ein grossartiger Hund (und ich leide sehr darunter, dass ich darum betrogen wurde, seine weitere Entwicklung als Erwachsener erleben zu dürfen).

Auch Kolja wird hoffentlich ein leinenloser Freigeist werden mit weiten Grenzen, wenn er auch in vielem ein ganz anderer Typ ist als Hoshi und das ist gut so!

Nach der Welpenspielstunde haben wir noch mal an unseren Elbwiesen angehalten und da hab ich den Theo getroffen. Wir treffen uns fast jeden Abend im Dunkeln und machen dann die tollsten Rennspiele, aber heute das erste Mal im Hellen war er stur:

Ich hab alles versucht ihn zum Spielen zu bewegen Embarassed:

hat aber leider nicht geklappt:

Dafür hat Frauchen ja nun gar keine Erklärung Cool.

Euer Kolja

 

Fazit: nein, wir werden dort den Junghundekurs nicht besuchen, da gehen wir lieber woanders hin oder zum Hundetreff. Wie M&M schon richtig schrieb, für unbedarfte pirnesische Hundehalter ist diese Welpenstunde sicher nicht das schlechteste, es gab einiges Gutes, es wurde erzählt und auf Fragen eingegangen und ich hab einige deutlich schlechtere Welpenstunden erlebt. Vielleicht wäre ich weniger streng in meinem Urteil, wenn ich den Dresdner Welpenkurs von Stefan und Mandy nicht kennen würde, aber so kann ich nur sagen, naja.

Und im laufenden Junghundekurs will sie mich nicht haben, wahrscheinlich Bauchgefühl Cool, die anderen Hunde (Labi etc, 5 Monate alt etc.) wären zu klein für Kolja und Hauptthema wäre die Leinenführigkeit und da hätte ich ja die Anfänge verpasst und würde dann nicht verstehen, wie sie da jetzt so weit wären (?). Ich hab mich im Anfangsgespräch auch sehr bedeckt gehalten und nur gesagt, dass Kolja nicht mein erster Briard wäre. Ist sicherlich nicht ganz fair und Frau Lohse war auch sehr nett und bemüht, aber Test ist Test. Und bis auf 1 oder 2 waren die vor 4 Jahren getesteten Welpenstunden echt schlechter.

Karina

Welpenstunde Hundeschule Lohse 1

Karina | 25. Februar, 2012 16:09

Bevor wir dorthin gefahren sind waren wir noch Gassi bei uns. Heute habe ich auch endlich mal die beiden Rasmos kennengelernt:

Wir hatten unseren Spass:

 

 

Und dann fuhren wir nach Pirna in die Hundeschule Lohse zur Welpenstunde.

Vorweg: meine oberste Erziehungsmaxime ist es, vom 1. Tag an JEDES erwünschte Verhalten IMMER und SOFORT zu bestätigen. Je stabiler es wird um so mehr werden die Belohnungen herabgestuft und immer weniger. Unerwünschtes Verhalten versuche ich so weit wie möglich zu ignorieren, aber ohne Abbruch geht es bei Welpen nicht, sie werden sonst zu lästig, aber es muss angepasst und immer die Minimaldosis sein. Wer Hoshi kannte weiss, dass diese Maxime so verkehrt nicht ist, aber sie macht es mir schwer, Hundeschulen/Hundeplätze immer neutral zu beurteilen Tongue out. Aber bei manchen Sachen darf man auch nicht neutral bleiben.

Es waren insgesamt 5 Welpen da, von 12 Wochen bis 5 Monaten und Kolja war natürlich ein kleiner Rabauke. Typisch Briard halt, deswegen wurde er anfangs sehr schnell von der Hundetrainerin gestoppt, teilweise zu schnell, als sie aber merkte, er meint es nicht böse, wurde sie lockerer und erklärte den anderen, dass er halt sein Hütehundverhalten zeige.

Landläufig herrscht die Meiunung, dass Welpenstunden nicht mehr als 5-6 Hunde haben sollten, ich halte das für nicht richtig. Im Welpenkurs von Stefan und Mandy sind bei allerdings 2 Trainern manchmal 15 und mehr Welpen, das ist für die Hunde vielfältiger und besser.

Ich vermisste hier die klaren Strukturen die ich vom Welpenkurs gewohnt bin, an jedem Tag ein Schwerpunkt und ausserdem bekannte Übungen, also da haben Stefan und Mandy schon ein vorzügliches Programm.

Aber nun ist Kolja wieder dran.

Ich sag euch, auf dem Platz waren voll die gefährlichen Monster und wie ein echter Briard hab ich die ordentlich laut angepöbelt. Und was hat Frauchen gemacht??? Die hat sich einfach hinter denen versteckt. Und da blieb mir nix anderes übrig, als dahin zu gehen:

Aus der Nähe wearen die doch harmlos:

Am Ende der Stunde bin ich noch mal über den ganzen Platz ganz alleine zu den Monstern hin, um sie zu untersuchen, da war Frauchen begeistert von mir!

Das ist der Wenzel, nur wenig jünger, aber viel kleiner, mit dem hab ich die meiste Zeit gespielt:

Ein wohl Herdenschutzhundwelpe mit traurigem Schicksal: seine Mutter wurde mit den Welpen an der tschechischen Grenze ausgesetzt, er kam dann zu seinen neuen Haltern und hatte heute mit 12-14 Wochen das erste Mal sein Zuhause verlassen:

Anfangs sehr schüchtern:

Und eine junge Schäferhündin, mit der ich auch gespielt habe:

Gemeinsame Erfrischung:

 

Ein 12 Wochen alter Labradorwelpe, der sich fast gar nicht bewegt hat. Das lag nicht nur an seiner Schüchternheit, sondern weil er völlig verfettet ist. Frauchen hat noch nie so einen fetten Welpen gesehen, mit mehrern cm dicken Speckrollen auf den Rippen. Als Begründung kam von der Halterin, er wäre ja aus einer Showlinie. Die Hundetrainerin hat schon das Übergewicht bemängelt, hätte es aber ruhig noch deutlicher machen können:

Dann mussten wir Frustertragen üben. Frauchen findet es ok, wenn die Hunde dabei bei unerwünschtem Verhalten ignoriert werden, sie hält es aber für grundfalsch, die Welpen die ganze Zeit zu ignorieren und damit auch ihr erwünschtes ruhiges Verhalten. Wie sollen wir denn sonst lernen, was richtig ist und was nicht???

Frauchen wiederum hat die Anweisung ignoriert Cool:

Sagte ich schon, dass wir heute Stefan und Mandy vermisst haben?

Später mehr.

Euer Kolja

 
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