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Briard - Blog

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Eine Schwalbe ....

Karina | 29. Juni, 2010 21:48

... macht noch keinen Sommer Frown.

Während es Hoshi am Sonntag richtig gut ging, war es Montag mittag wieder richtig schlecht, so wie etwa Sonnabend, abends war es aber besser. Generell ist es wirklich so, dass die Gassigänge abends immer deutlich besser sind als die am Mittag, ich weiss nicht warum

Ich habe auch festgestellt, dass es Hoshi doch meistens in der 2. Hälfte der Gänge auch besser geht, als wenn er sich irgendwie eingelaufen hat, obwohl die Wirkung vom Valium dann eigentlich schon langsam nachlässt.

Heute war es glücklicherweise wieder besser als gestern, nicht so gut wie Sonntag, aber besser als Freitag, wir pendeln uns langsam dem Ziel entgegen. Tongue out Er hat eben seine liebste Hovifreundin getroffen und während sie sonst immer lange Rennspiele machen, ist er zu ihrer grossen Enttäuschung nur einmal minimal auf ihre Spielaufforderungen eingegangen. Aber er hat für sich einen halben Baum durch die Gegend geschleppt Cool.

Die erste Valiumflasche ist fast leer, ich werde morgen ein neues Rezept einlösen müssen.

Mittwoch abend gehen wir zum Atanas zur Physiotherapie, leider fährt er ab Donnerstag für 2,5 Wochen in den Urlaub, das Glück bleibt uns treu Frown. Aber für Freitag nachmittag habe ich wieder die Jutta Schöne zu uns bestellt, ich werde die nächsten 2 Wochen 2 Termine pro Woche bei ihr machen, ich will keine Zeit verschenken und es tut ihm gut.

Ich habe einiges an Tipps bekommen, was ich Hoshi auf seine rasierten Stellen schmieren könnte, um ihm da mögliche Irritationen zu nehmen. Mir fiel indes ein, dass ich ja eine echte Aloe Vera-Pflanze auf dem Balkon habe (eine Beute ein Mitbringsel aus dem Harzer Vorland Wink) und die wird jetzt täglich geschlachtet. Ich nehme ein Blatt und drücke den gesamten flüssigen Inhalt auf die rasierten Stellen und massiere es sanft ein. Irritiert oder geschadet hat es ihm nicht, ob es was bringt weiss ich nicht, aber ich denke, reine Bio Aloe kann nicht so verkehrt sein.

Karina

4:1 gegen England ...

Karina | 28. Juni, 2010 23:00

... und 11 gute Gründe jetzt nicht abzuheben.

Der 1. gute Tag

Karina | 27. Juni, 2010 20:59

Heute war der 1. gute Tag! Schreiattacken, Kreiseln, Wälzen waren die absolute Ausnahme! Mittags bin ich mit Hoshi zu den Elbwiesen an der Flügelwegbrücke gefahren, weil ich hinterher im DRK noch was zu erledigen hatte. Ich sass die meiste Zeit am Elbufer während Hoshi fröhlich im Wasser plantschte. Hinterher waren wir knapp 1,5 Stunden auf dem Hof des DRK, auch dort war Hoshi die meiste Zeit der Alte wenn auch noch recht verhalten, klaute Arbeitshandschuhe aus einer Garage und rannte fröhlich zu allen Leuten und Hunden.

Heute abend war fast nichts mehr zu merken, wir begegneten einer Tierarzthelferin unseres Tierarztes, die Hoshi zuletzt am Freitag gesehen hat, vorher am Freitag vor 1 Woche in der Praxis und ihr fiel schon aus der Ferne auf, dass Hohsi deutlich besser drauf ist.

Hoshi plantschte wieder fröhlich im Graben und spielte sogar mehrfach mit anderen Hunden, teilweise so heftig, dass er sich arg die Zunge blutig gebissen hat. Allerdings bekam er beide Male vorher 10 mg Valium. Ich musste eben sogar wieder erstmalig die Pfeife benutzen, sogar mehrfach, weil er nur fröhlichen Unfug im Kopf hatte Tongue out. So langsam hab ich meinen alten Hoshi wieder Smile.

Ja, wir sind heute einen Riesenschritt voran gekommen! Und er hat sogar schon wieder zugenommen Cool, ab morgen gibts wieder normale Portionen.

Meine grösste Befürchtung ist die Angst vor Fehlverknüpfungen, auch deswegen bin ich recht grosszügig mit dem Valium. Es scheint sich auch die erste leichte Fehlverknüpfung zu zeigen und zwar die Angst, die Treppe bei uns wieder hochzugehen. Er verkrampft schlagartig an der Haustür und ist oben dann stark gestresst. Da er mit anderen Treppen keine Probleme mehr hat wird es eine Fehlverknüpfung sein, aber da Hoshi sehr fehlerelastisch, intelligent und unbekümmert ist in seinem Wesen, wird sich das sicherlich in den nächsten Wochen wieder legen.

Herzlichen Dank an euch alle fürs Daumendrücken, aber bitte drückt noch ein klein bisschen weiter Cool, v.a. für seine Cauda, da starten wir demnächst das volle Programm. Und ich muss noch mal all eure Tipps durchforsten, bisher hatte ich keine Zeit/Musse dafür. Jedenfalls bekommt Hoshi zusätzlich zum Leinöl jetzt Hefeflocken ins Futter, den Rest muss ich noch besorgen, essentielle Fettsäuren, Omega etc.

Wir starten wohlgemut in die neue Woche!

Karina

Betthupferl

Karina | 27. Juni, 2010 11:45

Normalerweise bringt Hoshi mich jeden Abend ins Bett ausser er ist sehr müde und schläft schon tief, wenn ich ins Bett geh. Unser Betthupferl ist das Spielzeug was er dann mitbringt, meistens ein kleines lautes Quietschie, mit dem wir dann im Bett oder er davor einige Minuten spielen, danach verzieht er sich auf seinen Schlafplatz.

Ein festes Ritual, zuletzt am Dienstag vor fast 2 Wochen. Aber heute nacht kam er mit seinem Dottie zu mir ans Bett!!! Wir haben vorsichtig ein wenig gespielt. Ich fand das so schön!!! Aber sein Lieblingsdottie quietscht jetzt nicht mehr Tongue out.

Überhaupt hab ich festgestellt, dass Hoshi wirklich ein sehr tapferes Kerlchen ist und sich wirklich bemüht, sein Bestes zu geben, war mir vorher nicht so bewusst.

Er kam den Weg ans Bett, unter Attacken, spielte mit mir unter Attacken, musste den Weg zum Schlafplatz unter Attacken zurücklegen. Er wusste vorher, was ihn an Attacken erwartet und er hat es trotzdem gemacht, das ist echte Tapferkeit!

Ich freu mich auf den Moment, wenn er sich wieder normal in der Wohnung bewegen kann, eben die 10 m zum Balkon gingen nur schreiend ...

Karina

 

 

Weil es passt

Karina | 27. Juni, 2010 00:58

 

Summer in the City! Kiss

Genudelt

Karina | 26. Juni, 2010 23:43

Ja, so furchtbar krank zu sein ist nicht nur schlimm, denn auch wenn ich letzte Woche fasten musste, so versucht Frauchen jetzt alles um mich zu mästen Cool.

Von Emils Frauchen kam der Tipp, es mit Nudeln zu probieren, denn Kartoffeln mag ich nicht. Also hat Frauchen heute morgen 2 Packungen Sternchennudeln á 250 g gekocht, einen ganzen grossen Topf voll! Mein Futternapf ist echt gross, aber dass der überquillt hab ich bisher noch nicht erlebt und es ist toll!

Diese grosse Menge Nudeln wurde in 2 Portionen aufgeteilt, dazu kamen jeweils noch 4-500 g Dosenfutter und je 4-5 Hühnerflügel und jetzt liege ich in der Küche und mein Bäuchlein ist voll, richtig voll, denn ich habe alles aufgegessen. Zwischendurch bekam ich noch diverse Leckereien, z.B. Dentastix mit viel Butter drauf und so.

Und morgen kocht Frauchen wieder 500 g Nudeln Cool.

Euer Hoshi *pappesatt*

Der 2. Sonnabend

Karina | 26. Juni, 2010 20:58

Ein recht durchwachsener Tag. Der Gang heute mittag war deutlich schlechter als der gestern Frown, ich hätte heute noch ganz andere Videos machen können Cry.

Aber eben der Gang riss alles raus Smile. Wir sind wie jedes Mal bis zum Graben gegangen und Hoshis artistische Übungen an den steilen Grabenwänden um an zarte Grashalme zu kommen, sein fröhliches Gerenne im Wasser zeigen deutlich, dass der Rücken nicht schuld an seinen Attacken sein kann. Der Rückweg zum Auto war bis auf wenige Ausnahmen normal, er spielte mit einer Hündin, er rannte seine Kreise aus Lebensfreude und er ging wieder im langsamen Schritt! Laughing

Ja, er bot mir sogar an zu arbeiten, kasperte kurz im Slalom durch meine Beine und zum 1. Mal seit fast 2 Wochen bot er mir die Fussarbeit an, ein Ritual seit Welpenzeiten, den letzten Teil des Heimwegs abends geht er neben mir im Fuss um Lob und Leckerlis abzufassen, ich war sprachlos! Er kann wieder im entspannten Schritt gehen!

Auch eben in der Wohnung hat er sich das 1. Mal wieder im langsamen Schritt bewegt!!! Haltet mich für bescheuert, aber ich freu mich wahnsinnig darüber! Manches weiss man erst zu schätzen, wenn es nicht mehr selbstverständlich ist ....

Karina

Meine 1. Physio

Karina | 25. Juni, 2010 18:46

Nachdem heute der erste Tag ist, an dem ich wieder mein Lächeln gezeigt habe Cool hat Frauchen spontan beschlossen, mir eine Entspannungsmassage zu schenken, spontan am Freitag mittag mit Hausbesuch Tongue out. Der Physiotherapeut, zu dem wir zukünftig gehen wollen, der Atanas, hatte natürlich nix mehr frei, also hat Frauchen bei jemand anders angerufen, bei der Jutta Schöne, die ist auch Hundephysiotherapeutin und hat eingewilligt, kurzfristig am Freitag nachmittag zu mir nach Hause zu kommen obwohl sie uns gar nicht kennt, herzlichen Dank dafür, das ist Kundenservice!

Hab sie erstmal angesprungen, bin zu ihr aufs Sofa gehüpft, das passte natürlich alles nicht zu Frauchens Schilderungen am Telefon Cool, und ihre Matte wollte ich ihr auch klauen. Ich bin der Weltmeister des Vorführeffekts! Tongue out

Ich hab prima mitgemacht, hab mir eine Stunde lang alle Gelenke durchbewegen lassen.

Ergebnis: vorne ist alles im grünen Bereich, links vorne eine ganz leichte Verspannung. Aber hinten vom Knie an aufwärts auf beiden Seiten richtig verkrampft, links noch etwas mehr als rechts, war aber trotzdem tapfer und hab sie machen lassen, auch wenn ich sanft überredet werden musste, sie an meine Oberschenkel zu lassen. Am Rücken selbst in der Mitte war übrigens nix, auch hinten keine Verspannung.

Frauchen bekam noch einige Tipps, Zwischenzehenfalten langziehen, Fusssohlen ausstreichen, Wärme bei diesem Wetter eher nicht so toll, Clickerübungen mit schnellen Wechseln zwischen Steh und Sitz, später mal Cavalettiarbeit.

Und von der Matte wollte ich gar nicht mehr runter, lag hinterher herrlich entspannt da Cool.

Frauchen sagt, selten waren 35 EUR so gut investiert Cool.

Und nachher gehen wir noch mal Gassi und am Montag zu Atanas!

Euer Hoshi

 

Videos von Hoshi

Karina | 25. Juni, 2010 15:49

Ich hab lange überlegt, ob ich Videos von Hoshis Zustand mache, denn auch Hunde haben ihre Würde, aber da der Gassigang eben deutlich besser als erwartet war, fremde Leute gar nicht mehr merken, dass mit dem Hund was nicht stimmt, habe ich doch welche gemacht. Was ihr dort sehen könnt ist aber kein Vergleich mehr zum letzten Wochenende! Macht ruhig eure Lautsprecherboxen an. Seine Schreie sind deutlich leiser und nicht mehr so panisch gellend. Tipp: um das Verhalten richtig zu sehen empfiehlt es sich, das Video 2 mal zu gucken, weil es beim ersten Mal immer wieder durch Ladepausen unterbrochen wird.

Video 1: Eine typische Flucht zu mir, weil es wieder so zwackt.

Video 2: Hoshi geht Baden und zeigt ein allerdings geräuschloses und im Vergleich zu vorher sehr ruhiges Kreiseln.

Video 3: Hoshi liegt beim Trinken im Bach, das hat er noch nie gemacht Cool

Video 4: Hoshi kommt wieder aus dem Bach raus, schaut euch mal hinterher seinen Stand an

Video 5: Gekreisel und nur (!) Gejammer, so war es bis vor 3 Tagen bei jedem Gassigang ununterbrochen, aber anstatt Gejammer lautes Geschrei

Video 6: auch wieder eine typische Flucht zu mir

Video 7: relativ normales Verhalten zwischendurch

Wenn euch noch was auffällt, nur zu! Auch vor diesem Gassigang bekam er 10 mg Valium, eine Dosis, die mich mindestens 3 Tage ins Koma versetzen würde.

Hinterher bekam er eine grosse Portion Hühnerflügel, ja, Sally, sie sind sehr lecker und gehören zu seinen Lieblingsgerichten. Cool

Später hab ich noch eine Überraschung, ein praktisches Geschenk für ihn organisiert, dazu heute abend mehr.

Es geht weiter voran ....

Karina

 

Regenbogen

Karina | 25. Juni, 2010 00:56

Regenbogen

Das Wetter zieht hernieder
An ferner Bergeswand,
Die Vögel singen wieder,
Frisch duftet Flur und Land,
Am Himmel, noch umzogen
Vom grauen Wolkenflor,
Tut schon der Regenbogen
Wildleuchtend sich hervor.

Er steht mit einem Fuße
Im nassen Wiesengras,
Das brennt im goldnen Gusse
Wie feuriger Topas,
Er schwingt gleich einer Brücken
Von lauter Edelstein
Am dunklen Waldesrücken
Sich in die Luft hinein.

Und in den Wolken schimmerts
Wie mit Juwelenschrift,
Und in den Gräsern flimmerts
Mich an von Flur und Trift:
„Herz, traue deinem Retter,
Der seines Bunds gedenkt,
Und Sonnenschein auf Wetter
Und Trost in Tränen schenkt!“

Karl Gerok, 1862
Aus der Sammlung Heilige Zeiten

Suchspiel

Karina | 24. Juni, 2010 15:19

Als Frauchen mitten in der Nacht heute morgen verschlafen (im wahrsten Sinne des Wortes) aus dem Bett sprang fand sie mich nicht. Ich lag nicht im Schlafzimmer, da lieg ich eh nie, ich lag auch nicht im Flur. Also schaute sie in die Küche: kein Hoshi, im Arbeitszimmer auch kein Hoshi. Sie ging dann ins Wohnzimmer zu meiner Spielwiese: auch kein Hoshi. Sie war einen Moment lang ziemlich überrascht Cool. Und dann endlich hat sie mich gefunden, ich lag das erste mal seit 2 Wochen wieder in meiner Schlafhöhle hinterm Sofa, in der ich mich auf allerkleinstem Raum drehen muss! Hab ich geschafft ohne Geschrei!

Warum sie sich darüber freute und mich ganz doll lobte weiss ich auch nicht!

Aber als sie eben nach Hause kam und ich sie dann doch begrüssen wollte, musste ich wieder schreien, weil es so im Po zwackte Frown.

Trotzdem hab ich 4 fette frische Hühnerflügel aus Biohaltung bekommen Cool.

Wir kommen halt nur mit kleinen Schrittchen voran ....

Euer Hoshi

 

Ich bekenne Farbe: Orange

Karina | 23. Juni, 2010 23:18

Diese Woche (oder doch schon letzte Woche?) geht es um Orange:

Passend zum heutigen Fussballergebnis Cool

Karina

Einschlafhilfe

Karina | 23. Juni, 2010 21:33

Falls jemand von den geneigten Lesern je an einer Einschlafstörung leiden sollte hätte ich für denjenigen den ultimativen Tipp, um nahezu sofort in einen Tiefschlaf zu fallen. Verzichtet auf Chemie, auf Pflanzen, aufs Schäfchenzählen oder sonstigen Kokolores, sondern druckt euch vertrauensvoll die "Verordnung zur Veränderung von Verordnungen" sowie die "Maschinenverordnung" aus und versucht vor dem Einschlafen mehr als 5 Zeilen davon zu lesen! Ich garantiere euch, ihr werdet umgehend in einen erholsamen Schlaf fallen.

Heldenhaft, aber nur unter grösster Anstrengung und unter Einsatz wirklich aller Reserven, habe ich es heute geschafft bei einer Weiterbildung zu diesen neuen Verordnungen tatsächlich meine Augen offen zu halten, jedenfalls die meiste Zeit Cool. Laut Uhr dauerte diese Weiterbildung angeblich nur 1,5 Stunden, gefühlt waren es mindestens drundert.

Und ihr werdet euch wundern, was alles eine Maschine ist und was nicht!

Noch besorgniserregender finde ich es allerdings, dass es tatsächlich Leute gibt, die sich sowas ausdenken können und dass es Leute gibt, die diese Verordnungen wirklich verstehen Tongue out.

Karina

Tag 8

Karina | 23. Juni, 2010 20:54

So langsam nähern wir uns dem Bergfest, genaue Recherchen haben ergeben, dass diese Missempfindungen bei Emil ganze 17 Tage dauerten Frown. Viel zu berichten gibt es nicht, die Nächte werden etwas ruhiger, eben der Gassigang war in etwa so wie der gestrige, ein kleines bisschen besser. Allerdings bewegt sich Hoshi auf den Elbwiesen mittlerweile die weit überwiegende Zeit normal, zeigt überwiegend normales Verhalten, wenn auch von seinem Temperament und seiner Fröhlichkeit keine Spur zu sehen ist, und auch der typische Briardknick der Rute ist wieder häufiger zu sehen. Andere Hunde haben wir nicht getroffen ausser der alten Enya, kein Wunder, die erste Halbzeit lief ja schon Cool.

Das erste Mal hat sich heute Hoshi nicht auf dem Rückweg zum Auto geflüchtet, sondern wollte wie gewohnt zu Fuss nach Hause gehen. Der Weg vom Auto nach oben allerdings war wieder geräuschvoller, einige Schreiattacken, viel Kreiseln, langes Sitzenbleiben mit starkem Hecheln. Liegt es daran, dass die Ablenkung geringer ist? Oder dass der Untergrund härter ist als auf den Wiesen? Wirkt das Valium nicht mehr optimal? Oder ist er einfach erschöpft? Er trinkt nach dem Gassi kurz und fällt dann die nächsten Stunden in einen Tiefschlaf.

Trotzdem werde ich die Valiumdosis in der nächsten Zeit so beibehalten, vielleicht sogar an meinen freien Tagen, wenn ich ihn die ganze Zeit bei mir habe, etwas steigern. Ich trau mich einfach nicht, ihm volle 10 mg zu geben, wenn er danach einige Stunden alleine ist. Ich werde am Wochenende auch versuchen, wieder 3 mal mit ihm rauszugehen, wenn er es möchte. Neu war heute auch, dass er von sich aus ankam, als ich vorhin Halsband und Leine vom Haken nahm, bisher musste ich ihn immer etwas locken und er musste vorhin nicht dringend raus um Geschäfte zu erledigen, er hatte keinen Druck.

Während er sonst bei der Gabe von Leckerlis der vorsichtigste Hund der Welt ist, man kaum spürt wie er sie einem aus der Hand nimmt, ist der arme Hund mittlerweile so ausgehungert, dass er einem dabei in die Finger beisst Tongue out. Verständlich, er besteht mittlerweile nur noch aus Haut und Knochen, aber ich kann einem Hund, der nicht von sich aus raus will, für den jeder Gang eine Tortur ist und der langfristig vorbereitet werden muss, die volle Ration geben. Er bekommt ca. 2 Drittel bis 3 Viertel, sobald die Lage sich wieder normalsisiert, werde ich ihn mit feinsten Leckereien verwöhnen und mästen Cool.

So leben wir weiter in diesem Zwischenraum, diesem besonderen Ort zwischen Zeit und Raum ....

Karina

Ist das der Hoshi?

Karina | 22. Juni, 2010 20:56

Gassi 6 und 7 verliefen ähnlich wie gestern, vorher wieder der Einsatzplan, allerdings wieder ein wenig besser, v.a. eben. Im Treppenhaus nur ein kleiner Schrei, beim grossen Gang, 45 min auf den Elbwiesen insgesamt nur 2 Schreiattacken. Er ist auch deutlich mehr getrabt, seine übliche Gangart, kaum galoppiert, wenig zu mir zurück gekommen, wenig hingeschmissen, wenig gewälzt, dafür viel mehr geschnüffelt.

Der sommerabendlichen Hundegruppe ging er eher aus dem Weg ( sehr untypisches Verhalten), kann aber wieder seine Rute über den Rücken kringeln Cool. Und dann kam ein bildhübscher 6 Monate alter Soft Coated Irish Wheaten Terrier an (wäre ein schönes Fotorätsel für euch gewesen sofern ich meine Kamera mitgehabt hätte Cool) und seine Halter fragten mich zu meiner grossen Überraschung: "Ist das der Hoshi?"

Es kam heraus, sie sind regelmässige Leser dieses Blogs, wussten über Hoshis Zustand Bescheid und haben auch den Welpenspielstundentest gelesen Wink. Der Rico meinte, Hoshi gegenüber ein wenig respektlos sein zu müssen, aber so schlecht geht es Hoshi nicht als dass er pubertierende Jungs nicht in ihre Schranken verweist Cool.

Seit gestern abend liegt Hoshi auch mal wieder neben meinem Schreibtisch, auf dem Rücken, die Beine hoch an die Wand gelegt. Schütteln und Wälzen geht übrigens auch ohne Geschrei.

Seine aktuelle Tagesdosis an Valium beträgt 27 mg in 4 Portionen. Nun frage ich mich, wie jemand, der nicht selbst seinem Hund ein Rezept über Valiumtropfen ausstellen kann und darf, der nicht weiss, wie er das optimal dosiert, wie der in einer solchen Situation mit dieser Krankheit seines Hundes klar kommen soll .... Gelobet sei mein Beruf!

Sicher wundert sich der ein oder andere, warum ich alles so dermassen in epischer Breite beschreibe. Das hat 2 Gründe:

erstens müsste ich andernfalls Tag und Nacht drunderte von Emails, SMS und Anrufen beantworten Cool, es gibt sehr, sehr viele liebe Menschen, die an Hoshis Fortschritten interessiert sind und

zweitens sollen diese Berichte über die Auswirkungen von der Nebenwirkung des Röntgen-Kontrastmittels Optiray, der Parästhesie, der massiven Missempfindung im rasierten Bereich von Rücken, Kruppe, Rutenansatz zukünftig anderen betroffenen Hundehaltern eine Hilfe sein. Emils Berichte über seine Trigeminuslähmung z.B. führen zu regelmässigen Anfragen in seinem Blog.

Fazit: auch heute hat Hoshi wieder kleine (!) Fortschritte gemacht. Die nächsten 2 Tage muss ich noch arbeiten, so dass er tagsüber einige Stunden alleine ist, aber danach habe ich 4 Tage frei und hoffe, dass wir uns langsam dem Ende dieses Albtraums nähern. Leider muss nun am Freitag das Treffen mit meiner Schwester in Berlin ausfallen Cry, die dann einige Tage in Deutschland ist, aber wir werden hoffentlich dieses Jahr noch einen anderen Termin finden.

Weiteres Daumendrücken ist erwünscht Cool.

Karina

Gassi 4 und 5

Karina | 21. Juni, 2010 21:19

Gassi 4 war wieder die Hölle, ständiges Geschrei, musste nach 5 min abgebrochen werden, allerdings war ich nicht da und die letzte Valiumdosis hatte sicher auch nicht mehr viel Wirkung Frown.

Heute nachmittag wieder alles nach genauem Zeitplan wie gestern ging es dann maximal gedopt mit 10 mg Valium um 19.00 zum Gassi. Ich habe Hoshi im Gegensatz zum Wochenende ohne Leine die Treppen runter gehen lassen, nachdem ich diversen gläsernen Schnickschnack der Nachbarn sicherheitshalber hoch gestellt habe.

Kaum zu glauben, es ging komplett ohne Geschrei. Natürlich zeigt er noch alle anderen Symptome, Panik, Hektik, Flucht, Kreiseln, an der Wand scheuern, in die Rute schnappen, aber leicht abgeschwächt.

Sein Vertrauen in mich ist mittlerweile riesig, ich kann ihn per Stimme schnell aus den Attacken rausholen, runterfahren, ermutigen, bestätigen für jeden Schritt ohne Geschrei. Er hat kapiert, dass ich weiss, was mit ihm los ist und wirklich alles nur zu seinem Besten ist. Für diesen Stand, dieses absolut blinde Vertrauen in mich, egal was ist, diese beidseitig aktive Kommunikation habe ich bei meinen anderen Hunden länger gebraucht, sie erleichtert vieles bis zum Ende. Wer diesen Punkt mit seinem Hund auch erreicht hat, diese höchste Ebene der Verständigung, die viele Hundehalter nie erreichen, wird wissen, was ich meine ....

Ins Auto gepackt, auf den Elbwiesen rausgehoben. Er trennte sich nur leicht zögerlich vom Auto, ging aber heute ohne Leine weg.

Wir waren ca. 45 min unterwegs, haben einige Hunde getroffen, er hat 2 mal gekackt, die normalen Phasen waren mehr und länger als gestern. Er hat bei seinen Attacken fast gar nicht mehr geschrieen, sondern kam fast immer sofort zu mir, damit ich ihm die rasierte Stelle massiere. Leichte Spielansätze mit anderen Hunden, wieder Baden im Graben.

Auf dem Rückweg ein Geschenk des Himmels, die beiden Rasmos, seine besten Kumpels! Der Halterin fiel sofort die Veränderung an Hoshi auf. Gut 20 min lang Ballgewerfe für die Rasmos, und während Hoshi sonst immer mit 200% dabei ist, waren es dieses Mal nur ab und zu wenige Meter, die Hoshi mitlief, aber er war abgelenkt, hatte Freude und Bewegung.

Der kleine kiebige Rasmo wollte ein wenig frech werden, er spürte Hoshis Schwäche, aber Hoshi trotzdem sehr souverän. Später legte sich der Kleine sogar auf den Bauch vor Hoshi, zum Riesenstaunen seiner Halterin Cool und wenn Hoshi beim Ballgewerfe lag und zuschaute legte sich der Kleine sogar tröstend (?) ruhig neben ihn, wieder Riesenstaunen der Halterin.

In der Nähe vom Auto war dann eine Hundegruppe, die wir schon mehrfach vorher getroffen hatten, und erst die letzten 10 m ging Hoshi ruhig zum Auto vorweg, nicht das panische Hingerenne und Hingeschmeisse.

Und der Weg vom Auto bis in den Flur auch wieder ohne einen einzigen Schrei. Wassernapf geleert und seitdem liegt er schlafend, ziemlich erschossen direkt daneben.

Ja, während ich heute mittag wieder ziemlich geknickt war nach dem Bericht bin ich jetzt wieder guter Dinge, dass es doch bergauf geht, wenn auch nur langsam und mit Hilfe von 10 mg Valium.

Und morgen ist wieder ein neuer Tag ...

Karina

Schlafstörung

Karina | 21. Juni, 2010 07:48

Ihr werdet es nie erraten, weshalb ich gestern nacht nicht gleich einschlafen konnte, als ich todmüde ins Bett fiel SmileSmileLaughing.

...

...

...

...

 

Hat sich doch ein schwarzer Briard, nachdem er sich ohne Geschrei auf seinen aktuellen Schlafplatz im Flur begeben hat, sein Dotti geangelt und fröhlich darauf rumgequietscht Cool. Ich hab 3 mal um die Ecke geschaut, aber dann lag er ganz harmlos da, den Kopf auf dem Dotti. Lag ich wieder im Bett wurde weitergequietscht. Laughing

Heute morgen lag er in der Küche vor dem Balkon, nicht ohne vorher den gelben Müll inspziert zu haben, den ich unvorsichtigerweise auf dem Boden hatte stehen lassen, weil er sich ja nicht bewegt hat in den letzten Tagen, ging alles ohne Geschrei.

Es geht wieder bergauf, denn ein Hund, der fröhlich mit sich selbst spielt ist auf dem Weg der Besserung!

Karina *extremst erleichtert*

Ortswechsel

Karina | 20. Juni, 2010 23:28

Nachdem ich heute nachmittag aus freien Stücken erstmals nach 3 Tagen wieder das Arbeitszimmer betreten habe, so wie eben nochmal, das eigentlich unser Hauptlebensmittelpunkt ist, mein Schlafzimmer, mein Spielzimmer, fand Frauchen, dass das es wert war, per Foto dokumentiert zu werden:

Die bequemste Lage findet man beim schnellen Hinschmeissen nicht Tongue out.

Und so sieht sie aus diese bitterbitterböse Stelle, die mir soviel Kummer bereitet, der superböse Popozwack:

Euer Hoshi

Gassi 3

Karina | 20. Juni, 2010 20:56

Geplant wie eine Einsatzübung des Katastrophenschutzes Cool. Träger und Hundefreundin für die Zeit zwischen den Fussballspielen bestellt, nach Zeitplan Darm und Blase gefüllt, soll sich ja lohnen, Schmerzmittel und dann für optimale Wirkdauer 10 mg Valium direkt vorher.

Pünktlich erschienen Nellys, grosse Freude bei Hoshi, mitgebrachte Leckereien wollte er voller Heisshunger mit Packung runterschlingen, Schreiattacken bei den Versuchen sie so wie immer zu begrüssen.

Nellyherrchen trug Hoshi die Treppe runter, war für Hoshi alles easy, dann ins Nellyauto und zu den Elbwiesen gefahren. Gekackt, gepinkelt. Wir gingen doppelt so weit wie heute morgen, Hoshi ging sogar voller Freude im Graben baden (15 Treppenstufen runter und hoch ohne Geschrei), auf dem Hinweg immer wieder im Heu gewälzt (die Wiesen wurden kürzlich gemäht), auf dem Rückweg etwas weniger. Deutlich weniger Geschrei beim Rennen als heute morgen, weniger Gerenne, auch mal Trab im Passgang, Schnüffeln, Gucken, was Nelly macht. Es gab entspannte Phasen, in denen man ihm nichts anmerkte.

Fremden kastrierten Rüden getroffen, der ihn angrummelte, weil er Hoshis Schwäche erkannte, aber Hoshi bekam die Situation souverän geregelt.

Hoshi nach oben getragen, er schmiss sich nicht in den Flur wie sonst, sondern ging in die Küche zum Fressnapf, den ich dann befüllen musste. Cool

Jetzt liegt er wieder im Flur, entspannt, die Dröhnung scheint noch zu wirken.

Herzlichsten Dank an Marcel und Antje und Nelly für euren Besuch, ihr wart eine grosse Hilfe!!!

Morgen ist ein neuer Tag ....

Karina

Gassi 2

Karina | 20. Juni, 2010 12:09

Die Nacht war etwas unruhig, weil Hoshis Blase langsam voll lief. Heute morgen 7 mg Valium gegeben, dann das Auto vor die Tür gefahren, damit er gleich rein kann. Wer von den Nachbarn bei unserem Gang durchs Treppenhaus noch nicht wach war, dürfte spätestestens dann aus dem Bett gefallen sein. Hoshi ins Auto gehoben, obwohl er das gar nicht will, sondern merkwürdigerweise selbst reinspringen will und die 200 m zu den Elbwiesen gefahren.

Ihn rausgehoben, er hat dann lange gepinkelt. Er rannte zu Leuten hin, sprang sie an, raste schreiend um deren Auto, sprang schreiend an meinem geschlossenen Auto hoch, er wollte wieder ins Auto und nach Hause, er liess sich kaum einfangen um ihn anzuleinen, aber einmal Beinheben reicht für 24 Stunden nicht!

An der Leine 20 m vom Auto weg, ging es dann auch ohne. Er galoppierte immer 30-40 m vor mir weg, mal schreiend, mal nicht, schmiss sich dann ins Gras und wartete, bis ich da war. Oder er rannte ununterbrochen schreiend wieder zu mir zurück.

Schnüffeln, Beinheben ging ohne Schreien, zum Kacken hab ich ihn leider nicht bekommen, seit 40 Stunden nicht mehr, aber er hat auch wenig zu Fressen bekommen.

Parallel zu uns lief ca. 80 m entfernt eine Hundegruppe, da konnte er ohne Geschrei hinrennen, alle kontaktieren, markieren und ohne Geschrei wieder zurück kommen.

Er wollte dann mit mir im Gras sitzen, haben wir auch ca. 30 min gemacht, wobei er entweder auf meinem Schoss sass, stand oder lag. Er hat es sehr genossen.  Ein älterer Mann mit Tüte in der Hand steuerte uns an, ob Hoshi Leckerlis haben dürfte. Durfte er und Hoshi ging zu ihm und setzte sich brav vor diesen Mann, alles ohne Geschrei.

Der Rückweg war wie der Hinweg, die letzten 100 m rannte Hoshi schreiend zum Auto durch und schmiss sich dahin. Ich hob ihn rein, wir fuhren nach Hause. Der Weg vom Auto bis zur Wohnungstür war ununterbrochenes Geschreie, die Nachbarn schossen aus ihren Türen, Erklärungen, Verständnis, Mitleid.

Da er sonst nie zu hören ist, zeigen die Nachbarn jetzt bei dem Lärm Toleranz.

Im Flur hat Hoshi den Wassernapf leer gesoffen. Als ich in der Küche seinen Fressnapf füllte, hob er neugierig den Kopf. Auf meinen Lockruf, oh Wunder, kam er langsam ohne Geschrei in die Küche und frass im Stehen, er hat das erste Mal seit 2,5 Tagen den Flur verlassen und einen anderen Raum betreten. Sonst hatte ich im Flur den Napf direkt vor ihn gestellt.

Und dann als ich ihn nach dem Fressen vom Balkon aus rief, kam er, oh Wunder, ohne Geschrei dorthin und liegt seitdem entspannt in der Sonne.

Ich kann nicht mehr wirklich beurteilen, ob dieser Tag besser ist als der vorherige, vielleicht überdecken seine Schreie beim Gassi auch die kleinen Fortschritte, denn dass er den Flur verlassen hat ist ein Fortschritt, oder?

Heute abend müssen wir noch mal raus, zum Kacken auf die Elbwiesen fahren, vorher wird er 10 mg Valium bekommen, ich denke schon jetzt mit blankem Horror daran.

Als ich dem Tierarzt am Freitag sagte, dass ich Hoshi nicht in der Klinik lasse, meinte er nur lakonisch: dann werden Sie es aushalten müssen!

Dieses Geschrei auszuhalten fordert die letzte Kraft .....

Karina

 

 
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