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Briard - Blog

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Dilatative Kardiomyopathie

Karina | 28. März, 2006 22:25

Ein furchtbar komplizierter Name, aber so heisst die Krankheit, die ich habe.

Vor über 2 Jahren, da war ich gerade über 9 Jahre alt, fiel Frauchen auf, dass der Stinker Dojan mir gegenüber auf einmal kiebig wurde. Normalerweise wird er nur 1-2 Mal im Jahr mir gegenüber frech und dann geb ich ihm gleich eins auf die Mütze und es ist wieder Ruhe, aber damals war es mehrmals pro Woche und wurde langsam mehr. Frauchen fiel auch auf, dass ich langsam schlapper wurde, obwohl 9 Jahre für einen Briard eigentlich kein Alter sind. Sie machte sich jedenfalls Sorgen um mich und brachte mich zu unserem Tierdoktor zum Senioren-Check, zu einem ganz riesigen Senioren-Check. Den ganzen Tag hat mich der Tierdoktor auf den Kopf gestellt, hat mir viel Blut abgenommen, mich unter Röntgenstrahlen gepackt, EKG geschrieben und ganz viel Ultraschall gemacht, auch vom Herzen. Ich war jedenfalls nachmittags ganz schön erledigt, als Frauchen mich endlich wieder abgeholt hat. Und dann hat der Tierdoktor lange über mich geredet, wie toll und lieb und vorbildlich ich mich den ganzen Tag benommen habe und aber auch, dass mein Herz ganz schwer krank ist. Ursache unbekannt.

Eine dilatative Kardiomyopathie heisst, dass mein Herzmuskel total vergrössert und ausgeleiert ist, und zwar schon im Grad III. Ausserdem habe ich ein sehr grosses Gerinnsel, einen Thrombus in der rechten Herzkammer. Dieses doofe Ding kann sich jedem Moment bei Anstrengung oder Stress lösen und dann fall ich tot um. Frauchen war ganz schön traurig, als sie das alles gehört hat. Der Tierdoktor hat ihr so eklige Kapseln für mich mitgegeben, Vetmedin 5 heisst das Zeug und ich muss 3 Stück davon am Tag schlucken. Ausserdem bekam ich direkt nach dem Besuch für 10 Tage hochdosiert Aspirin, obwohl ich gar keine Kopfschmerzen hatte. Frauchen hatte die Hoffnung, dass sich das doofe Gerinnsel auflöst, aber als wir danach zum Kontroll-Ultraschall, zum Herzecho gingen, war der Thrombus leider immer noch da.

Der Tierdoktor hat auch gesagt, dass ich mich nicht mehr anstrengen darf und keinen Stress haben soll. War mir egal, kaum fingen die Kapseln an zu wirken habe ich dem Stinker Dojan erstmal ordentlich eins auf die Mütze gegben und ihm klar gemacht, dass ich noch immer der Chef bei uns bin. Frauchen wollte mich anfangs gar nicht mehr von der Leine und toben und spielen lassen vor lauter Angst, aber ich habe ihr schnell klar gemacht, dass ich schlau genug bin, selber entscheiden zu können, was ich machen sollte und was nicht. Also durfte ich ganz schnell wieder alles machen, was ich wollte. Das ganze ist jetzt über 2 Jahre her, kein Mensch hat geglaubt, dass ich diese Diagnose so lange überlebe, dass die Kontrolluntersuchungen keine Verschlechterung zeigen und ich nach wie vor unheimlich viel Spass am Leben habe und auch noch ganz schön fit bin. Ich tobe und spiele nicht mehr so lange wie früher und ich schwimme auch nicht mehr stundenlang in der Elbe, sondern plansche meistens nur noch. Vor gut einem Jahr ging es mir plötzlich wieder schlechter und Frauchen war schon wieder ganz traurig. Aber dann habe ich die Herzkräuter von Pahema bekommen und schlagartig geht es mir seitdem wieder richtig gut.

Anfangs hat Frauchen die blöden bitteren Kapseln immer in Frolic-Ringen versteckt, damit ich sie brav runterschlucke, aber den Trick habe ich bald durchschaut. Wie sie die seitdem immer in mich reinschmuggelt weiss ich gar nicht so genau. Ob ich die leckeren Häppchen morgens und abends mal genauer untersuchen sollte? Bald muss ich mal wieder zur Kontrolluntersuchung und ich werde euch dann davon berichten.

Euer Merlin

 
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